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PT-Magazin - Ausgabe 6 2021

PT-Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft Die Top-Themen: • Premiers, Preisträger, Finalisten - Mittelstandswettbewerb 2021 abgeschlossen • Neuausschreibung 2022 - Jahresmotto „Zu neuen Horizonten“ • Mut am Arbeitsplatz in 4 Schritten - Wie wir trotz unserer Ängste handeln können • Das Feuer des Unternehmertums entfachen - Das Beste aus 2 Welten: Mittelstand & Startups

EDITORIAL

EDITORIAL 2021 EIN STARKER PARTNER, WENN ES UM EINRICHTUNG UND RENOVIERUNGEN GEHT! Warum Freddie Mercury 1979 nach München kam und 1985 zurück nach London ging „We will rock you“, „We are the Champions“, „Bohemian Rhapsody“. Die britische Rockband Queen und ihr damals 33-jähriger Frontmann Freddie Mercury waren 1979 schon weltberühmt, als sie für ein paar Jahre, bis 1985, in München lebten. Warum eigentlich? Und warum München und nicht die quirligere Frontstadt West-Berlin? Peter Ambacher, der heute in München Stadtführungen auf den Spuren Freddies anbietet, erzählte gegenüber muenchen. travel, dass Freddie in den Musicland Studios aufnehmen wollte. Vor allem wollte er mit dem Produzenten Reinhold Mack zusammenarbeiten, der damals schon Platten mit Elton John, Iggy Pop, Led Zeppelin oder den Rolling Stones eingespielt hatte. Und obwohl Freddie sich damals noch nicht geoutet hatte, hatte Ambacher, der auch als Travestiekünstler „Miss Piggy“ auftrat, ihn erkannt. „Freddie war ja ’ne Queen auf der Bühne.“ erzählt er. „Ich glaube, er kam auch nach München, weil er im echten Leben eine Queen sein wollte.“ Denn während die Musiker in England auf Schritt und Tritt von Paparazzi und Autogrammjägern verfolgt wurden, konnten sie in München tatsächlich privat sein. München war gerade in dieser Hinsicht für Freddie ein Paradies, obwohl nach § 175 des deutschen Strafgesetzbuch Sex zwischen Männern noch unter Strafe stand. Queen-Schlagzeuger Roger Taylor schilderte in einer Filmdoku aber noch einen ganz anderen Grund: 1974 hatte die Labour-Regierung den Spitzensteuersatz in Großbritannien für alle Einkommen über 20.000 Pfund auf 83 % erhöht. Das war der höchste Wert seit dem 2. Weltkrieg. In Kombination mit einem Zuschlag von 15 % auf so genannte „unverdiente“ Einkommen (Investment und Dividenden) addierte sich der Spitzensteuersatz auf sage und schreibe 98 %. Nicht mal die Deutsche Demokratische Republik griff derart gnadenlos zu. Erich Honeckers DDR-Sozialismus besteuerte Gewerbetreibende und Unternehmer mit bis zu 90 %. Die britischen 98 % Steuern betrafen zwar nur etwa 0,75 der 56 Millionen Briten, aber darunter waren die Musiker von Queen. Die hatten zehn extrem harte Jahre hinter sich, in denen sie kaum Geld verdienten, aber aufgrund der enormen Ausgaben für Musik und Studios hochverschuldet waren. Mangels Erfolg konnten sie die Schulden trotz aller Mühe nicht tilgen. Und nun, als endlich der Erfolg kam und sie aus dem wirtschaftlichen Elend der Anfangsjahre herauswachsen könnten, wollte ihnen Großbritannien ganze 98 Prozent ihrer Einkünfte wegsteuern? Fast alles? Das akzeptierten Queen nicht. Deshalb gingen die Musiker weg aus ihrem Vaterland Großbritannien. Aus britischer Sicht war Deutschland mit dem damaligen Spitzensteuersatz von 56 % ein wahres Steuerparadies. Außerdem gab es dort Reinhold Mack und vieles weitere. Und deshalb kam Queen damals nach Deutschland. Erst Margaret Thatcher beendete das britische Absurdistan und begrenzte den Spitzensteuersatz in mehreren Stufen bis 1988 auf 40 %. Sie löste damit tausendfaches unternehmerisches Engagement und eine neue Phase des Aufschwungs aus. Auch Freddie Mercury zog 1985 zurück nach London in seine neu eingerichtete Villa Garden Lodge am Logan Place 1. ó Von A… Antennentechnik Brandmeldeanlagen Einbruchmeldeanlagen Elektroakustische Anlagen Rauchabzugsanlagen Sprachalarmierungsanlagen Videoüberwachungsanlagen Zutrittskontrollanlagen …bis Z! Sicherheit aus Sachsen-Anhalt Katharinenturm Magdeburg Bei uns sind Sie mit Sicherheit sicher! Gustav-Ricker-Straße 62 39120 Magdeburg Telefon: +49 391 62 87 713 Fax: +49 391 62 87 719 E-Mail: info@abl-md.de www.abl-md.de PT-MAGAZIN 6 2021 Ihr Helfried Schmidt Tenbrink · Industriestraße 1 – 7 · D-48703 Stadtlohn · T +49 (0) 2563 2087-0 · info@tenbrink.de · www.tenbrink.de

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