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PT-Magazin 5 / 2021

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Slow Management kann

Slow Management kann für Firmen und Mitarbeiter von Vorteil sein Foto: piqsels_com-id-ffqzx_klein Manager sollten einen entschleunigten Führungsansatz in Betracht ziehen, wenn sie eine verbesserte Langlebigkeit des Unternehmens sicherstellen und die Wahrscheinlichkeit eines Burnouts bei den Mitarbeitern verringern wollen. Ein neuer Bericht, der von André Spicer, Professor für Organisationsverhalten an der Business School (ehemals Cass), mitverfasst wurde, kommt zu dem Schluss, dass „fast Management“ - also ein Management, das immer schneller und mit immer mehr neuen Ideen arbeitet - negative längerfristige Folgen für Unternehmen haben kann. Trotz der kurzfristigen Vorteile kann das „fast Management“ - oder die „McDonaldisierung“, bei der „neue“ Ideen und Produkte aufgrund des beschleunigten Marktes verkauft werden - dazu führen, dass neue Projekte, Initiativen und Abteilungen geschaffen werden und die Unternehmen infolgedessen weniger die notwendige Aufmerksamkeit auf die Erfüllung der Kernaufgaben verwenden. Möglicherweise kontraintuitiv könnten entschleunigte Formen des Managements zu einer verbesserten organisatorischen Leistung und einer besseren Reaktionsfähigkeit führen. Darüber hinaus kann die Anwendung „langsamerer“ Techniken die Wahrscheinlichkeit von Laut dem neuen Bericht, der von Professor André Spicer mitverfasst wurde, kommt ein durchdachteres Management den Unternehmen langfristig zugute Burnout unter den Mitarbeitern verringern. Das gleiche gelte für unterdurchschnittliche Leistung und organisatorische Kurzlebigkeit. Um ein effektives „slow Management“ zu ermöglichen, wäre es ratsam, dass Manager die folgenden Eigenschaften annehmen; 1. Reflexiver Skeptizismus - wobei hartgesottene Manager routinemäßig Fälle von Veränderungen hinterfragen, mit denen sie täglich konfrontiert werden; 2. Förderung und Stärkung der Zielorientierung bei Anhängern- tiefe Konzentration auf einige wenige kritische Vorgänge, wie bei Lehrern, die die Aufmerksamkeit von Kindern auf bestimmte Aufgaben lenken, und Sporttrainern, die den Geist von Teammitgliedern auf die Leistung fokussieren und zusätzlichen Lärm ausblenden; 3. Politisches Gespür - was erfordert, dass sie Zeit für den Aufbau und die Pflege von Beziehungen aufwenden, aber auch die Interessen, Perspektiven und Ideen der anderen um sie herum verstehen. Laut Professor Spicer zeige seine Untersuchung, dass ein überlegterer Managementansatz wahrscheinlich besser für einzelne Manager, Mitarbeiter, Organisationen und für die Gesellschaft als Ganzes sei. „Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass dieser Ansatz für einzelne Manager besser ist, die nicht zwischen mehreren Projekten mit engen Zeitvorgaben hin- und her gerissen werden. Er ist besser für die Mitarbeiter, weil sie nicht mit neuen Modetrends und -erscheinungen bombardiert werden, die sie von ihrer eigentlichen Arbeit ablenken. Es ist besser für Unternehmen, weil sie sich so auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können, die sie eigentlich gut meistern. Und schließlich ist er besser für die Gesellschaft als Ganzes, weil er zu einer Wirtschaft führt, die auf widerstandsfähigeren und langlebigeren Organisationen basiert.“ ‚Slow Management‘ von Professor Andre Spicer, Professor Dan Karreman und Professor Rasmus Koss Hartmann will in ‚The Scandinavian Journal of Management‘ erscheinen. ó PT-MAGAZIN 5 2021 w w w . h e i m e r l - b a u . d e Ehrenplakette 2019

69 Fehler beim Recruiting – erschweren die Suche nach qualifizierten Fachkräften im Handwerk PT-MAGAZIN 5 2021 Handwerk hat goldenen Boden. Die Auftragsbücher sind voll, viele Handwerksbetriebe müssen sogar Kunden in die Warteschleife schieben. Denn es fehlen die notwendigen Fachkräfte, um alle Aufträge schnell abzuwickeln. Es ist also kein Wunder, dass viele Handwerksbetriebe auf der Suche nach qualifizierten Gesellen oder Meistern sind. Recruiting kostet aber Zeit und Kraft. Aber gelernte Handwerker sind keine Personalvermittler. Sie machen daher oft typische Fehler auf der Suche nach neuen Kollegen, die sich aber leicht vermeiden lassen. Christian Keller von der Agentur Kellerdigital erklärt im Expertengespräch, worauf es bei der Suche nach neuen Mitarbeitern ankommt. Welche Fehler machen Handwerker, wenn sie Mitarbeiter suchen? Viele Handwerker machen den Fehler zu glauben, dass qualifizierte Bewerber nur auf ein Jobangebot warten. Das ist aber nicht der Fall. Denn gut ausgebildete Handwerker mit Berufserfahrung sind in der Regel in einem festen Arbeitsverhältnis und denken nicht daran, sich nach einer anderen Stelle umzusehen. Selbst gute Auszubildende zu finden, ist inzwischen ein Problem. Obwohl viele Meister gern den eigenen Nachwuchs heranziehen würden, erhalten sie kaum geeignete Bewerbungen. Woran liegt das? »Der Fehler liegt in der Kommunikation«, sagt Christian Keller, der auf zehn Jahre Erfahrung im Online-Marketing zurückblicken kann. Unternehmen, die mit lieblos gestalteten Inseraten auf offene Stellen hinweisen, erzielen heute keine Aufmerksamkeit mehr. Begehrte Fachkräfte nutzen keine Jobportale oder Kleinanzeigenportale, um einen neuen Arbeitgeber zu finden. Aber sie alle nutzen Social Media Portale! Selbst dann, wenn sie gar nicht aktiv auf der Suche nach einer Stelle sind. Es nützt Handwerksbetrieben also nichts, eine Grafik mit ihrem Logo und Stockfotos zu erstellen und damit zu inserieren. Eine clevere Social Media Strategie dagegen verlockt Fachkräfte, über einen Wechsel nachzudenken und Initiativbewerbungen einzureichen. Mit Social Media Fachkräfte rekrutieren Social Media Portale haben klar definierte Zielgruppen. Unternehmen müssen daher dort Reichweite erzielen, wo das gewünschte Personal sich sowieso aufhält. Nachwuchskräfte wie Schulabgänger auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind auf anderen Portalen präsent als ausgebildete Fachkräfte mit Meisterbrief. Daher ist es wichtig, dass Handwerksbetriebe ihre Social Media Strategie planen. Auch die Inhalte müssen auf die Zielgruppe abgestimmt werden. »Mit Social Media Marketing können auch traditionelle Handwerksbetriebe neue Wege einschlagen«, verrät Marketing-Experte Christian Keller. Im Vordergrund steht dabei der Aufbau einer Arbeitgebermarke, die in der ganzen Region bekannt ist. Authentische Fotos, Geschichten aus dem Arbeitsalltag und ein sympathisches Auftreten in der Öffentlichkeit ziehen nicht nur Kunden an, sondern auch qualifizierte Bewerber, die Teil dieses Teams werden möchten. So lassen Nachwuchsprobleme sich schnell und kreativ lösen – damit kein Handwerksbetrieb lukrative Aufträge ablehnen muss, weil die Mitarbeiter fehlen. ó Christian Keller Über den Autor Endlich qualifizierte Mitarbeiter einstellen, die motiviert sind, für das Unternehmen zu arbeiten – das wünschen sich viele Handwerksbetriebe. Christian Keller von Kellerdigital ist Experte für Personal-Onlinemarketing und ermöglicht Fachbetrieben im Handwerk genau das. Er kreiert mit seinem Team Werbekampagnen, die für Mitarbeiter sorgen und weiß genau, welche Tricks zu mehr Bewerbern führen. Foto: piqsels_com-id-jjaok • Umweltschonendes Spülbohrverfahren in großer Tiefe • Unterquerung von Verkehrswegen und bebauten Flächen • Bundesweit für Sie im Einsatz Telefon +49 36428 5133-00 www.hue-bohrtechnik.de Fordern Sie uns! 2019

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