Aufrufe
vor 4 Monaten

PT-Magazin 5 / 2021

  • Text
  • B2b
  • Mittelstand
  • Wwwptmagazinde
  • Industrielle
  • Toulouse
  • Stadt
  • Wettbewerb
  • Unternehmer
  • Zeit
  • Mitarbeiter
  • Wirtschaft
  • Forschung
  • Unternehmen
PT-Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft Die Top-Themen: • Haiti - Ein interessanter Partner für deutsche Unternehmen? • Retro-Marketing - Eine Aufwertung der Erinnerung • Ashgabat, Turkmenistan ist die teuerste Stadt weltweit. Hongkong folgt • Controlling in der versus für die industrielle Forschung - ein Vergleich

48 Wirtschaft Pic. 2.:

48 Wirtschaft Pic. 2.: Industrial Research Model. Source: [15, pic. 8; p. 151]. Pic. 3.: Industrial Research & Innovation Funnel Source: [15, pic. 9; p. 151]. Projekten („Industrial Research in Projects“) [Pic. 6] • Ist immer ein Teil eines übergeordneten Projektportfolios („Multi-Project-Management“) [Pic. 7] Was meinen wir damit? Wir werden auf alle sechs Charakteristika jetzt eingehen und sie visualisieren: Industrielle Forschung (IR) ist nicht in erster Linie auf neue und peer-begutachtete Publikationen orientiert; sie will nicht in erster Linie Nobel-Preise erringen. IR folgt mehr oder weniger in allen industriellen Branchen einem ähnlichen Modell, das als ein „Zwei-Perspektiven-Modell“, als ein „Denken mit Perspektivwechsel“ bekannt ist: Gleichzeitiges Extra- und Retropolieren, Suchen in zukünftigen Märkten, dabei die Wünsche und Erwartungen der Stakeholder assoziieren, vorwegnehmen und in Spezifikation des Produkt-Kreations-Prozesses gießen, gleichzeitig von menschengeschöpften Szenarien gewünschter und ungewünschter Zukünfte „rückwärts“ schauen, um die notwendigen Pfade (Trajektorien) von der realen Gegenwart in die prinzipiell unerkennbare Zukunft, aber sehr wohl asoziierbaren Zukünfte (Plural!) zu gelangen (pic. 2 and 3). Dieses „Zwei-Perspektiven-Modell“ ist also – kurzgesagt – die Empathie für die (zukünftigen) Stakeholder und – als deren Zwillingsbruder – der Perspektivwechsel. ˘ Übrigens: Zwei grundlegende Handlungsempfehlungen nicht nur für Forschung, sondern für Erfolg generell, sogar in der Politik. Um die höhere Komplexität der industriellen gegenüber der Grundlagen-, aber auch der Applikationsforschung zu verstehen, empfiehlt sich das Beschäftigen mit „Komplexen Systemen“ [19], [10]. Industrielle Forschung ist “geplant” in Pfadziel und -breite, Zeit und Kapazität, gleichwohl offen für Veränderung, Pfadwechsel und Methodologie bzw. Technologie. Deshalb werden Qualitäts- Tore („Quality Gates“) als Planungs- und Controllinginstrument eingeführt – nicht ohne konkurierende Kreativitätskultur. Hier beißen sich zunächst, später arbeiten sie gemeinsam: „Geplante“ Forschung und „Agilität“ (pic. 4). Obwohl die Ergebnisse der industriellen Forschung (IR) – genauso wenig wie die der Grundlagen- und Applikationsfor- PT-MAGAZIN 5 2021 Rund 215 Millionen Tonnen jährlich anfallende Bau- und Abbruchmaterialien bergen weit mehr als nur Abfallpotenzial. – WIR SEHEN DARIN EINEN HOCHWERTIGEN WERTSTOFF – der zu einem neuen Qualitätsprodukt mit vielen Vorteilen wird. Kreislaufwirtschaft und Upcycling gehen Hand in Hand… „Jetzt erst recht!“ 2021! - to be continued… Betonwerk Büscher GmbH & Co. KG Bült 54 | 48619 Heek Tel: 02568 / 388 007-0 | Fax: 02568 / 388007-29 E-Mail: mail@buescher-betonfertigteile.de 2019

49 PT-MAGAZIN 5 2021 Pic. 4.: “Planned” Industrial Research Source: [15, pic. 10; p. 151]. schung infolge von inhärenten Unsicherheiten – komplett vorhersehbar sind, muss die IR – mehr als die Grundlagen- und Applikationsforschung – messbare Schlüssel-Erfolgs-Indikatoren („Key Success Indicators“ (KSI) for T, Q, M, C [11]) einführen. Die beste Praxis ist in diesem Sinne die Definition eines überschaubaren Cockpit von KSI für jeden Stakeholder, aufgetragen auf einer Zeitachse („time-line or progress-depending KSI“). Obwohl man selbstverständlich auf die langfristigen Ziele der IR zu schauen hat, muss man kurzfristig re- und pro-agieren können. Deshalb sind die Qualitäts-Tore – auch in der Forschung – in einem frühen Stadium des Product Creation Processes unbedingt zu definieren. Klar, es wird – wegen der Ungewissheiten in der VUKA-Welt (VUKA = Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität) [31] die eine oder andere Situation geben, dass weder das Ergebnis erreichbar noch der Forschungs- und Entwicklungspfad beibehaltbar sind. Was dann? Geplante Exit Strategies! Also, die alternativen Opportunitäten (Möglichkeiten, nicht Chancen!) für aus Risiko-Analysen assoziierten VUKA-Welten sind ebenfalls zu planen! Pic. 5.: Industrial Research Controlling Source: [15, pic. 11; p. 151]. Ein Reifegrad-Management von wichtigen Erfolgsindikatoren (Key Succes Indicators) zwischen den definierten Qualitäts-Toren (Quality Gates) zu definieren und zu controllen, ist sehr sinnvoll. Das kann geschehen über Reifegradmodelle (“Maturity management models”), wie sie aus dem Business Excellent Management bekannt sind [29]. Was man durch das Controlling des Reifegrads zusätzlich zu den Qualitäts-Toren gewinnt, ist die Hoheit über das Verhältnis (Differenz im pic. 5) zwischen eingesetzten kapazitiven und intellektuellen Ressourcen einerseits und der „Nähe“ zum „Job #1“, also der Markteinführung des Produktes/Prozesses oder des Geschäftsmodells. Es geht also um die Maximierung der Added Value‘s zu jedem Qualitäts-Tor [pic. 5]. Industrielle Forschung (IR) wird realisiert in Projekten! Die Projekt-Management-Prinzipien sind in pic. 6 dargestellt. Freilich sind in der VUKA-Welt systematische wie agile Projektmanagement- Methoden [30] zu benutzen. Allerdings wäre die Verabsolutierung der systemisch-prozessualen versus agilen Projekt-Manage- >

Jahrgänge