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PT-Magazin 06 2020

Offizielles Magazin der Oskar-Patzelt-Stiftung. Titelthema: Ausgezeichnet.

14 Gesellschaft Besitz,

14 Gesellschaft Besitz, obwohl die Begriffe oft synonym gebraucht werden. Eigentum umfasst das Recht, Objekte nicht nur zu nutzen, sondern auch zu verändern, zu verkaufen, zu beleihen oder zu verpfänden, während Besitz lediglich die physische Nutzung erlaubt. (Vgl. Gunnar Heinsohn/Otto Steiger, Eigentumsökonomik, Marburg 2008, S. 14ff.) Ein Mieter ist nach diesem Verständnis zwar Besitzer einer Wohnung, aber nicht ihr Eigentümer. Dieser hat ungleich stärkere Rechte, sein Eigentum ertragreich zu nutzen. Für den liberalen französischen Ökonomen Frédéric Bastiat (1801–1850) existiert Eigentum quasi naturrechtlich schon vor einer gesetzlichen Kodifizierung. „Nicht weil es Gesetze gibt, gibt es Eigentum, sondern weil es Eigentum gibt, gibt es Gesetze.“ (Frédéric Bastiat, Eigentum und Gesetz, zit. nach http://www. bastiat.de/eigentum-und-gesetz«.) Ob man diese Ansicht teilt oder nicht: Intuitiv wissen Menschen, wie wichtig die Unterscheidung von „Mein“ und „Dein“ ist. In einer Marktwirtschaft kommt Privateigentum nicht nur dem Eigentümer selbst zugute. H a b e n Menschen die Sicherheit, dass ihnen die finanziellen Erträge ihrer Ausbildung, Arbeit und Ideen gehören, investieren sie mehr, auch in ihre Bildung. Das Eigentum, das sie erwerben, wollen sie mehren und pflegen. Eingebettet in eine Wettbewerbsordnung wird Eigentum zur wichtigsten Wurzel für Wirtschaftswachstum, an dem der Staat über Steuern und Abgaben partizipiert. Mit privatem Grundeigentum ist überdies ein Anreiz verbunden, sich für die Entwicklung des Gemeinwesens zu interessieren, weil davon zum Beispiel in hohem Maß der Wert der eigenen Immobilie abhängt. Was oft verkannt wird: Eigentum ist auch die wichtigste Wurzel einer „nachhaltigen“ Wirtschaftsweise. Mit ihrem Eigentum gehen Menschen meist sorgsamer um als mit kollektiven Gütern. „Ein Großteil der heutigen Umweltprobleme geht darauf zurück, dass wir zu wenig Privateigent u m © White77 auf pixabay haben und zu viel Gemeinbesitz natürlicher Ressourcen“, sagt etwa der Vorsitzende der „Wirtschaftsweisen“, Lars Feld. (Zit. nach Tobias Kaiser, Firmen in Gemeinbesitz sind nicht sozialer, in: Die Welt, 15.5.2019, S. 11.) Umweltschutz funktioniere bei Gemeinbesitz viel schlechter als in einem System mit privatem Eigentum, bei dem der Staat mit Regeln und Abgaben eingreift, um Umweltprobleme zu lösen. Ohne privates Eigentum kann die dezentrale Steuerung einer Marktwirtschaft über den Preismechanismus nicht funktionieren. „Wie sich Märkte entwickeln, wie Wertschöpfungsketten organisiert werden müssen und welche Ressourcen dafür notwendig sind, lässt sich nicht zentral planen,“ unterstreichen auch die Ökonomen Michael Hüther und Hubertus Bardt vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln. (Hubertus Bardt/ Michael Hüther, Unternehmerisches Eigentum ist Verantwortung, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 21.2.2020, S. 16.) Erst Eigentumsrechte gäben Unternehmen die nötige dezentrale Entscheidungsfreiheit, mit der allerdings auch Verantwortung für Misserfolge oder Schäden einhergehen müsse. © Uwe Driesel auf pixabay Schranken des Eigentums So offensichtlich der Nutzen verlässlicher privater Eigentumsrechte, so schwierig ˘ PT-MAGAZIN 6 2020

HIGH PRESSURE PERFORMANCE Wir sind Ihr Spezialist für die Herstellung thermoplastischer Höchstdruckschläuche mit spiralisierten Druckträgern aus Stahldraht für Druckbereiche von 250 bis 4.000 bar und Innendurchmessern von 3 bis 32 mm. Unsere Produkte werden weltweit durch unsere SPIR STAR Unternehmen in China, Frankreich, Singapur und den USA vertrieben. Neben unserem umfangreichen Sortiment an Höchstdruckschläuchen für die Bereiche Wasserstrahl, Hydraulik, Öl und Gas sowie Automotive haben wir einen innovativen Wasserstoffschlauch entwickelt, der die Anforderungen der ISO 19880-5 erfüllt. Unser Wasserstoffschlauch wird bereits an einem Großteil der Wasserstofftankstellen für das Betanken von Wasserstofffahrzeugen eingesetzt. Als Mitglied in der H2BZ- Initiative Hessen sowie der Metropolregion Rhein-Neckar - Cluster Wasserstoff wollen wir das Thema Wasserstoff als Energieträger der Zukunft voranbringen. Höchstdruckschläuche und verantwortungsvolle Menschen. Unser Unternehmen wurde 1989 gegründet und wird mittlerweile in der zweiten Generation als Familienunternehmen geführt. Wir sind uns der sozialen Verantwortung gegenüber unseren mehr als 100 Mitarbeitenden bewusst und bieten ihnen einen attraktiven Arbeitsplatz. Hierzu zählen flexible Arbeitszeit, eine betriebliche Altersvorsorge sowie weitere Leistungen. Wir bei SPIR STAR sind von der Produktion professioneller Schläuche in höchster Qualität überzeugt. Ebenso sind wir davon überzeugt, dass es in unserer Verantwortung liegt, unsere Auswirkung auf die Umwelt ständig zu verringern. Und deshalb sind wir bestrebt, der Natur auf neuen Wegen etwas zurückzugeben – sei es durch die Unterstützung von Stiftungen oder den Einsatz von Ressourcen in unserem Unternehmen. Gemeinsam mit der Heinz-Sielmann-Stiftung haben wir ein Projekt zur naturnahen Umgestaltung unseres Firmengeländes gestartet. SPONSOR DER HEINZ-SIEL- MANN-STIFTUNG Die Heinz-Sielmann-Stiftung wurde 1994 gegründet. Die Stiftung setzt sich für Naturund Artenschutz ein. SONNENENERGIE Wir investieren verstärkt in unsere eigenen Solaranlagen – bis 2020 wollen wir 50% unseres Stromverbrauchs durch eigene Sonnenenergie abdecken. LADESTATION Um die umweltbewusste Mobilität zu fördern, haben wir auf unserem Firmengelände eine Ladestation für Elektrofahrzeuge. VERPACKUNG Um den Plastikabfall auf ein Minimum zu beschränken, verwenden wir Klebeband aus Papier und andere alternative Verpackungsmaterialien mit einem kleinen ökologischen Fußabdruck. HIGH PRESSUR E PERFORMANCE

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