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PT-Magazin 06 2019

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Offizielles Magazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung.

Preisträger

Preisträger 2019 aus Hessen PT-MAGAZIN 6/2019 Oskar-Patzelt-Stiftung 32 Alexander Binzel Schweißtechnik GmbH & Co. KG 35418 Buseck Alexander Binzel Schweisstechnik GmbH & Co KG, v.r.: Arndt Rosendahl, Kaufmänn. Leiter; Dr.-Ing. Torsten Müller-Kramp, Geschäftsführer (Foto: Boris Löffert) Auf gute Verbindung zum Kunden Im Jahr 1945 in Buseck bei Gießen gegründet, ist das Schweißtechnik-Unternehmen Alexander Binzel Weltmarktführer bei Handbrennern. 1997 etablierte das Unternehmen die Marke ABICOR als globale Dachmarke, um die auf Innovation und Globalisierung basierende strategische Markenpolitik zu unterstreichen. Insgesamt 1.200 Angestellte arbeiten für die Unternehmensgruppe. Weltweit besitzt sie 35 Vertriebsgesellschaften, zehn Innovations- und Technologiezentren und erreicht mit einem großen Netzwerk von Fachhändlern eine hohe Kundennähe. Die ABICOR BINZEL Unternehmensgruppe ist in über 50 Ländern präsent. Produziert wird im Stammhaus in Buseck und in Dresden sowie in den Brasilien, China, Indien, Russland und den USA. Fast von Anfang an gehörte die Entwicklung und Produktion von Schweißund Schneidbrennern zu den Kernkompetenzen des Unternehmens. Seither gehört der technologische Fortschritt zum Markenzeichen des Unternehmens. Insgesamt 34 patentierte Entwicklungen prägen nachhaltig die Welt des Schweißens und Schneidens und setzen internationale Standards. So entwickelte man beispielsweise im Bereich manueller Produkte einen hocheffizienten Rauchabsaugbrenner, der den Schweißrauch direkt an der Entstehungsstelle erfasst und filtert. Dazu notwendige Strömungssimulationen übernahm die TU Dresden. Alexander Binzel pflegt langjährige Forschungskooperationen zu Hochschulen in Gießen und zu den Technischen Universitäten in Aachen und Ilmenau. Dank eines bestens mit Computerund Lasertechnologie ausgerüsteten schweißtechnischen Labors entstehen viele der innovativen Produkte im eigenen Haus. Dort testet man beispielsweise rund um die Uhr in Versuchseinrichtungen die Belastung von Schweißbrennern. Um weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet des Lichtbogenschweißens und -schneidens nachhaltig zu fördern, stiftet das Unternehmen seit 1995 den „ABICOR-Innovationspreis“, der im zweijährigen Turnus verliehen wird. 2018 eröffnete ABICOR BINZEL am Standort in Buseck ein neues, vergrößertes Anwendungs- und Schulungszentrum. Sowohl für die Schweißbrenner als auch für Systemlösungen rund um den Schweißroboter wurden damit für Kundentests, Kundenschulungen und Anwendungsversuche großzügige Flächen geschaffen. Regelmäßig ist die Alexander Binzel Schweißtechnik GmbH auf der Leitmesse „Schweißen und Schneiden“ vertreten, wo man vor zwei Jahren den weltweiten Kunden die leistungsstarke MSG-Schweißbrennerlinie präsentierte. Im Rahmen eines sogenannten „One Company Projekte“ wurden 2016 vormals getrennte Aktivitäten der Fertigungssteuerung, Lagerhaltung, Disposition, des Versands und Einkaufs in einer Einheit zusammengefasst und in ein zentrales Bedarfs- und Bestandsmanagement überführt. Das Unternehmen bildet derzeit 21 junge Menschen aus und stellt jährlich rund 30 Plätze für Praktikanten und Ferienschüler bereit. Das trägt Früchte, denn viele der ehemaligen Ferienschüler sind heute Auszubildende oder Mitarbeiter im Unternehmen. Nach einem festen Plan fördert das Unternehmen jedes Jahr die Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Es bietet ein Gleitzeitmodell mit flexiblen Arbeitszeiten und in Kooperation mit der AOK Maßnahmen zur Gesundheitsprävention. Zusätzlich können Mitarbeiter E-Bikes leasen. Mit einem jährlichen Familienfest fördert das Unternehmen den Zusammenhalt. Außerdem unterstützt Binzel soziale Initiativen wie den Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder, den Gießen e. V. und das Diakonische Werk Gießen. Die Alexander Binzel Schweißtechnik GmbH & Co. KG wurde zum 3. Mal seit 2011 zum „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert, in diesem Jahr durch die Board Xperts GmbH und die IHK Gießen- Friedberg. 2018 erfolgte die Auszeichnung als „Finalist“. ó Roth Industries GmbH & Co. KG 35232 Dautphetal Mit solidem Handwerk zum Weltmarktführer Am Beginn der Unternehmenstätigkeit von Heinrich Roth stand 1947 ein Waschkesselofen. Mehr als sieben Jahrzehnte später kann sich Roth Industries mit Recht Weltmarktführer für Flächenheizund Kühlsysteme, Energiespeichersysteme und Composite Technologie nen-

nen. Dennoch hat es Roth Industries aus dem hessischen Dautphetal geschafft, ein Familienunternehmen zu bleiben. Vertretungen gibt es weltweit in Europa, Nord- und Südamerika sowie China. Durch Übernahmen und stetiges Wachstum konnte das Unternehmen seinen Umsatz deutlich steigern. Er liegt kontinuierlich bei fast 280 Mio. Euro. Dieses Wachstum spiegelt sich auch in den Investitionen von gut zwölf Mio. Euro wider, die unter anderem für Firmenzukäufe, Digitalisierungsprojekte sowie für Weiterbildungsmaßnahmen ausgegeben wurden. Rund 70 Prozent von den derzeit etwa 1.200 Mitarbeitern sind in Deutschland tätig. Dazu kommen noch 85 Auszubildende und 90 Praktikanten. Wer bei Roth Industries tätig ist, fühlt sich wohl. Durchschnittlich 17 Jahre halten Mitarbeiter dem Unternehmen die Treue. Neben dem kollegialen Führungsstil und guter interner Informationspolitik dürften die Gründe dafür in einer leistungsorientierten Vergütung und den zahlreichen Weiterbildungsangeboten liegen. Dank der steten Förderung von Produkt- und Prozessinnovationen sowie technischer Modernisierung, beispielsweise allein im Jahr 2018 im Umfang von Roth Industries GmbH & Co. KG, v.l.: Christin Roth-Jäger, COO Energiesysteme; Manfred Roth, Vorsitzender Gesellschafterrat; Matthias Donges, CEO; Dr. Anne-Kathrin Roth, COO Sanitär-und Umweltsysteme; Claus-Hinrich Roth, CFO mehr als elf Mio. Euro, hat das Unternehmen bis heute zahlreiche Innovationspreise erhalten. Die erste Filament-Winding-Anlage zur Massenproduktion von Gasdruckbehältern sei als herausragende Produktinnovation beispielhaft genannt. Ebenso wie die Prozessgestaltung im Bereich automatisierte Fertigung und Verpackung von Rohrhaltern für Fußbodenheizungen. Die Innovationskraft von Roth Industries zeigt sich in 67 Patenten und Gebrauchsmustern in Deutschland, in der EU und in Ländern außerhalb der EU wie in China, Russland und den USA, die das Unternehmen derzeit hält. (Foto: Boris Löffert) Roth hat eine neue Stabsstelle „Innolab“ geschaffen, um die Entwicklung von Innovationen unter die Nutzung digitaler Instrumente mit großer Dynamik weiter zu fördern. Entsprechend den individuellen Erfordernissen der unterschiedlichen Unternehmen der Roth Industries und der Branchen der Kunden des Unternehmens wie Automotive, Konsumgüter oder Investitionsgüter, gibt es jeweils spezifische und umfangreiche Qualitätsmanagementsysteme. Roth Industries fördert nicht nur seine Beschäftigten, sondern engagiert sich auch gesellschaftlich. ˘ 33 PT-MAGAZIN 6/2019 Oskar-Patzelt-Stiftung Ehrenplakette 2019 TÄGLICH FRISCHE VIELFALT

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