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PT-Magazin 06 2019

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Offizielles Magazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung.

Preisträger

Preisträger 2019 aus Niedersachsen / Bremen PT-MAGAZIN 6/2019 Oskar-Patzelt-Stiftung 32 Kardiologisch-Angiologische Praxis Herzzentrum Bremen 28277 Bremen Norddeutsche Ärzte mit cleverer Struktur Die Bremer Kardiologisch-Angiologische Gemeinschaftspraxis von 20 Herz- und Gefäßspezialisten ist die zweitgrößte ihrer Art in Deutschland. 1989 wurde sie von drei ärztlichen Partnern gegründet und verfügt heute neben einer ambulanten Sprechstunde über eigene Herzkatheterlabore, Belegbetten in Krankenhäusern und eine eigene Tagesstation. Die Anzahl der Kardiologen und Angiologen ist inzwischen auf 13 Partner, sieben angestellte Ärzte sowie mehr als 120 medizinische Fachkräfte angewachsen. Diese Art und Größe einer überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft ist bundesweit einmalig. Die Bremer Praxis, die im Klinikum Links der Weser angesiedelt ist, erbringt jährlich für 50.000 Patienten bei annähernd 100.000 Terminen alle Dienstleistungen der modernen Medizin ihres Fachgebiets. In den vergangenen 20 Jahren hat sie mehr als 150.000 überwiegend ambulante kardiologisch-invasive Eingriffe vorgenommen. Die Patienten der Gemeinschaftspraxis haben den Vorteil, alle Leistungen rund um das Herz aus einer Hand angeboten zu bekommen. Mit einer klugen Praxisorganisation werden Informationsverluste zwischen unterschiedlichen Ärzten beim Krankheitsverlauf und den Behandlungen in der Kardiologisch- Angiologischen Praxis ausgeschlossen. Bei Fragen können sich die behandelnden Ärzte sehr schnell gegenseitig aufsuchen. Ob ambulante oder stationäre Behandlungen - im Herzzentrum Bremen wird ausschließlich aus medizinischer Sicht entschieden. Eine Dreiviertelmillion Euro flossen vergangenes Jahr in Investitionen, darunter auch in das modernste Herzkathederlabor Norddeutschlands, das in den Bereichen Patientenkomfort und Vermeidung unnötiger Strahlungen höchstes Niveau erreicht. Die insgesamt 149 Mitarbeiter zählende Gemeinschaftspraxis bietet all ihren Angestellten neben Boni für sportliche Aktivitäten in Vereinen, persönlichen Geburtstagsgeschenken und kostenfreien Getränken auch ergebnisorientierte Prämien und ermöglicht die gemeinsame Teilnahme an verschiedenen sportlichen oder kulturellen Veranstaltungen im Team. Neben der engen Zusammenarbeit mit dem Klinikum Links der Weser besteht eine weitere Kooperation mit dem Bremer Reha-Zentrum. Abseits der regulären Ausbildung medizinischer Fachangestellter beschäftigt die Praxis Praktikanten und stellt regelmäßig im Rahmen eines Zukunftstages medizinische Berufe vor. Die norddeutschen Mediziner engagieren sich auch sozial. So wurde im Rahmen der verstärkten Zuwanderung von Flüchtlingen einem syrischen Arzt geholfen, im deutschen Gesundheitswesen Fuß zu fassen. Die Ausstattung von Nachwuchs-Sportmannschaften mit Spielkleidung gehört ebenso zum Engagement wie die ehrenamtliche Betreuung von Laufveranstaltungen in Bremen. Vorträge und Aufklärungskampagnen runden die Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Herzgesundheit ab. Die Mitglieder der Praxis engagieren sich im Förderverein der Bremer Philharmoniker und unterstützen die musikalische Landschaft in Bremen durch regelmäßige finanzielle Zuwendungen. Die Kardiologisch-Angiologische Praxis Herzzentrum Bremen wurde zum 2. Mal nach 2018 zum „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert, in diesem Jahr durch die WISSENSBILANZ-DEUTSCHLAND. 2018 erfolgte die Auszeichnung als “Finalist“. ó Lammetal GmbH Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen 31195 Lamspringe Kardiologisch-Angiologische Praxis Herzzentrum Bremen, Jochen Heumos, Geschäftsführer (Foto: Boris Löffert) Nachhaltiges soziales Engagement Die Lammetal GmbH eröffnete im vergangenen Jahr in Hildesheim ein Restaurant, in dem bis zu zwölf Menschen mit Behinderung arbeiten. Das wurde möglich, weil die gemeinnützige Lebenshilfe- Einrichtung ein besonderes Ziel verfolgt: Menschen mit Behinderung Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Denn die südlich von Hildesheim beheimatete Lammetal GmbH setzt bei der Arbeit in ihren Werkstätten auf behinderungsgerechte Beschäftigung. Dazu braucht es Anleitung und Betreuung durch qualifiziertes Fachpersonal. Gleichzeitig muss sich die Werkstatt auch den Anforderungen des Arbeitsmarktes stellen. Als anerkannte Rehabilitationseinrichtung ist sie dabei besonders Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung verpflichtet. Die in den vergangenen Jahren erzielten Umsätze setzen sich aus den Erträgen für die Betreuung und Förderung im Wohnbereich und in der Werkstatt sowie aus den Arbeitserlösen des Produktionsund Dienstleistungsbetriebes zusammen. Die Lebenshilfe-Einrichtung arbeitet allerdings nicht um Gewinne zu erzielen. Jeglicher Überschuss wird für gemeinnützige Zwecke verwendet. Bereits vor drei Jahren eröffnete die Lammetal GmbH ein Einzelhandelsfachgeschäft, in dem Produkte aus der eigenen sozialen Arbeit angeboten werden. Dort beraten fünf Menschen mit Behinderungen die Kunden und werden quasi nebenbei als Einzelhandelsfachkraft qualifiziert. Verkauft werden überwiegend Produkte, die im eigenen Produktionsbereich durch 24 Mitarbeiter mit Behinde-

ung hergestellt wurden. Hauptanliegen der Lammetal GmbH ist es, die individuellen Stärken der Menschen mit Behinderung zu entdecken und ihre Lebensqualität zu verbessern. Erreichen können dies die 274 Mitarbeiter der Lammetal GmbH durch Maßnahmen beruflicher Bildung. So werden den knapp 400 Werkstattbeschäftigten Fertigkeiten in Berufsfeldern wie Holz, Metall, Garten- und Landschaftsbau, Hauswirtschaft, Textil, Büro und Gastronomie vermittelt. Damit werden auch die emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz dieser Menschen gefördert. Zusätzlich zu stationären und teilstationären Wohnangeboten hält die Lammetal GmbH ambulante Unterkünfte bereit. Mit einem neuen Wohnangebot für Menschen mit so genannter Autismus-Spektrum-Störung erlangt die Lammetal GmbH Alleinstellung in der Region. Lammetal GmbH Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen, Carolin Reulecke, Geschäftsführerin (Foto: Boris Löffert) Ein Millionenbetrag wird momentan in einen Neubau für diese einmalige Einrichtung investiert. Das Lebenshilfe- Unternehmen schafft außerdem für jüngere Pflegebedürftige mit Behinderung durchlässige Versorgungskonzepte, die eine Teilhabe in allen Lebensbereichen ermöglichen. Das von der Lammetal GmbH entwickelte Konzept für die neue Sonderpflegeeinrichtung trägt Modellcharakter für Niedersachsen. Die in der Werkstatt Beschäftigten werden von Angestellten aus handwerklichen und technischen Berufen wie Tischler, CNC-Fräser und Elektriker angeleitet und ausgebildet. In den Wohnbereichen sind Erzieher und Heilerziehungspfleger tätig. Sozialarbeiter und Psychologen begleiten die Menschen mit Behinderung pädagogisch. Kaufmännische Fachkräfte stellen den organisatorischen Bereich sicher. In den meisten Bereichen kann man Praktika belegen, den Freiwilligendienst absolvieren oder eine Ausbildung beginnen. Zusammen mit der Kirchengemeinde Lammspringe ˘ 33 PT-MAGAZIN 6/2019 Oskar-Patzelt-Stiftung Betreuung und Pflege mit mehr Herz

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