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PT-Magazin 06 2019

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Offizielles Magazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung.

Finalisten

Finalisten 2019 aus Sachsen-Anhalt PT-MAGAZIN 6/2019 Oskar-Patzelt-Stiftung 36 FEV Dauerlaufprüfzentrum 06796 Sandersdorf-Brehna Nachhaltiger Antrieb für den Erfolg „We build global partnerships to develop future mobility solutions“ ist der Leitspruch des FEV Dauerlaufprüfzentrums in Brehna. Das Unternehmen hat seine Idee bereits nach Brasilien, China und Malaysia transportiert und in Deutschland bislang drei Standorte aufgebaut. Der Dienstleister sichert und erprobt Fahrzeugantriebe und Mechanik an Automobilen, wobei eine derartige Serienabsicherung bisher einzigartig ist. Die Effizienz der Antriebsprüfungen ist durch einen durchgehenden Betrieb an 365 Tagen im Jahr zu 24 Stunden die Woche gesichert. Die Prüfzyklen erfolgen an 48 Prüfständen am Stammsitz, an dem mehr als 180 Mitarbeiter beschäftigt sind. In den Niederlassungen in Heilbronn und München arbeiten zusätzlich mehr als 40 Mitarbeiter. Das Unternehmen entstand 2007 am Standort Brehna aus der Gruppe FEV Europe GmbH, die wiederum 1978 in Aachen gegründet wurde und im Besitz der Familie Pischinger ist. Die Motoren- und Antriebsstrangprüfstände brachten dem Unternehmen einen Umsatz ein, der sich seit 2010 verdreifacht hat. Die Investitionen wurden auf 18 Mio. Euro gesteigert. Den „Dieselgate“ sehen die Betreiber als Chance und richten 2019 einen neuen E-Standort ein, der mit 300 Mitarbeitern besetzt werden soll. Aktuell werden elf E-Antriebs- strang-Prüfstände betrieben. Durch „Duravelopment“ wird eine schnellere und für den Kunden profitable Prüfung ermöglicht, die eine parallele Funktionsentwicklung und –absi-cherung ermöglicht. Dies bedeutet in vielen Fällen, dass ein früherer Marktstart möglich gemacht wird. FEV ist ein familienfreundliches Unternehmen und wurde als solches 2018 ausgezeichnet. Es beteiligt sich im Netzwerk Erfolgsfaktor Familie und kooperiert mit verschiedenen Universitäten. Dabei sticht die Otto-von-Guericke- Universität in Magdeburg heraus, mit der FEV ein Center für Methodenentwicklung eröffnen will. Auch duale Studien werden ermöglicht. Kooperationen mit Autohäu- sern und die Mitarbeit in verschiedenen Verbänden sichern dem Unternehmen eine gute und lebensnahe Vernetzung. Jedes Jahr bildet FEV sechs Auszubildende aus, denen eine Übernahmegarantie versichert wird. Hinzu kommt etwa die gleiche Anzahl an Praktikanten und Werkstudenten. Mitarbeiter des Unternehmens erhalten viele Vorteile. Dazu gehören Benefiz- Events bei Partnerfirmen, Gesundheitsprävention am Arbeitsplatz in Form von Massagen, Sportangebote sowie kostenfreie Obstkörbe und Getränke. Gratifikationen beispielsweise zu Jubiläen oder Geburtstagen erfolgen über die SODEXO- Karte. Regelmäßige Weiterbildungen und sogar Auslandsaufenthaltsmöglichkeiten sichern Motivation und fachliche Kenntnis der Mitarbeiter. Dazu tragen auch die erfolgsabhängige Entlohnung, angebotene Firmenaktivitäten und -feiern und eine Messepräsenz bei. Transparenz sowohl für Angestellte als auch für Kunden wird bei FEV großgeschrieben. Alle Abläufe sind auf Bildschirmen nachzuvollziehen. Tägliche Kommunikation mit dem Kunden trägt zusätzlich zu einem vertrauensvollen Verhältnis bei. Das Ansehen der Firma stützt sich auch auf Kooperationen mit Schulen und mit der IHK, auf Spenden für den Kindergarten Zscherndorf sowie die Mithilfe bei Festen der Stadt Brehna. Nicht zu vergessen die Übernahme diverser Ehrenämter durch Firmenmitarbeiter. Das FEV Dauerlaufprüfzentrum Brehna wurde zum 2. Mal für den „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert, in diesem Jahr von der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Anhalt-Bitterfeld GmbH und der Stadt Sandersdorf- Brehna. ó HASOMED GmbH 39114 Magdeburg Abgerundete medizinische Produktvielfalt Die HASOMED GmbH beschäftigt sich mit dem Design und der Herstellung von Medizinprodukten und stellt vielfältige Medizin-Serviceangebote und Dienstleistungen zur Verfügung. Die Medizinprodukte werden in fast 50 Länder exportiert. Besonders wichtig sind dem Unternehmen flache Hierarchien, eine leistungsorientierte Belegschaft und bestmöglicher, umfassender Dienstleistungsservice. Das Unternehmen wurde 1991 gegründet und befindet sich seit 2016 in Familienbesitz. Die Führung der Mitarbeiter obliegt einem Leitungsteam, das die dynamischen Unternehmensstrukturen unterstützt. Geschäftsführender Gesellschafter ist Matthias Weber, der 2017 die Nachfolge seines Vaters antrat. HASOMED hat seinen Umsatz in den letzten Jahren auf sieben Mio. Euro gesteigert und konnte auch beim Ertrag jährlich einen soliden Zuwachs von sechs Prozent feststellen. Die Eigenkapitalquote von mehr als 60 Prozent kann sich ebenso sehen lassen. Zukünftig sind größere Investitionen, besonders in Anlagevermögen und die Weiterbildung der Mitarbeiter geplant. Zudem wird in diesem Jahr ein neues Gebäude gebaut, an dessen Gestaltung die Mitarbeiter beteiligt sind. Den Mitarbeitern werden viele Mitgestaltungsmöglichkeiten durch Verantwortungs-übertragung und Freiräume für die eigene Kreativität geboten. Auch die Mitarbeitermotivation wird gepflegt. So veranstaltet das Unternehmen regelmäßig Messen, Firmenevents, Projektwochen, organisiert sportliche Aktivitäten, bietet leistungsorientierte Vergütung und flexible Arbeitszeiten. HASOMED beschäftigt zunehmend Auszubildende und Praktikanten oder Werkstudenten in Mentoren-Programmen. Die Anzahl der Mitarbeiter ist im letzten Jahr auf 115 gestiegen. Führungskräfte erhalten regelmäßig Feedback und Trainings und verfolgen einen kooperativen Führungsstil, der die Mitarbeiter einbindet. Besonders stolz kann das Unternehmen auf seine Praxisverwaltungssoftware „Elefant“ für Psychotherapeuten und Ärzte sein. Es ist Marktführer auf diesem Gebiet mit wachsender Verbreitung. Auch die Software RehaCom ist sehr erfolgreich. Sie führt als Software für kognitive Therapie sogar den gesamten europäischen Markt anführt. Das Messgerät RehaIngest ermöglicht innovativ eine Langzeitmessung von Schluckphasen und ist das erste seiner Art.

v.r.: MTU Reman Technologies GmbH, Wilfried Probian, Geschäftsführer; FEV Dauerlaufprüfzentrum GmbH, Hans-Dieter Sonntag, Geschäftsführer; WK Hydraulik Walter + Kieler GmbH, Norbert Walter, Geschäftsführer, Ingolf Kieler, Geschäftsführer; HASOMED GmbH, Matthias Weber, Geschäftsführer HASOMED kooperiert im In- und Ausland mit Universitäten, Therapeuten sowie dem Deutschen Roten Kreuz und hat ein stabiles Netzwerk aus Vertriebspartnern aufgebaut. Außerdem engagiert sich Prokurist Dr. Peter Weber im Cluster Medizin- und Gesundheitstechnik sowie im Netzwerk Medizintechnik InnoMed e. V. Beide sind in Sachsen- Anhalt verortet. Für den Bereich Robotik arbeitet HASOMED im internationalen Netzwerk IISART mit, der International Industry Society in Advanced Rehabilitation Technology. Das Unternehmen ist darüber hinaus in der Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft vertreten. Ein verlässliches Risikomanagement und ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 13485 sichern die wirtschaftliche Stabilität und die Zufriedenheit der Kunden. Da es für den Forschungs- und Entwicklungsaufwand jährlich etwa eine Mio. Euro ausgibt und 30 Mitarbeiter in dem Bereich beschäftigt, ist das Unternehmen Innovationsführer. Es hält vier Patente und verschiedene Waren- und Dienstleistungsmarken. Mit der Plattform E-Commerce werden digitale Dienstleistungen angeboten. Durch die Cloud-Telefonanlage wird den Kunden Service auf höchstem Niveau geboten. Intern sorgt die Intranetlösung „Collaboration-Suite“ für eine schnelle Kommunikation, produktive Projektarbeit und damit effiziente Kundenbetreuung. HASOMED wurde zum 4. Mal seit 2015 zum „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert, in diesem Jahr von Abgeordneten des Deutschen Bundestages und von der Landeshauptstadt Magdeburg. ó (Foto: Boris Löffert) MTU Reman Technologies GmbH 39122 Magdeburg Verjüngungskur für alte Motoren Die MTU Reman Technologies GmbH in Magdeburg fertigt und erforscht leistungsstarke Motoren mit langer Lebensdauer, die auf Bewährtem aufbauen und den Antrieb für noch effizientere, umweltfreundliche Technologien bilden. Das Technologiezentrum ist ein Unternehmen der Rolls-Royce Powersystems GmbH. Es werden MTU-Originalteile, Motoren, Systeme und Powerpacks grunderneuert und für ein zweites oder drittes Motorleben fit gemacht. Außerdem werden Verfahren und Prozesse zur Aufarbeitung der Motoren entwickelt, die weltweit für das serienmäßige Remanufactoring eingesetzt werden. Das Werk verfügt über ein hochmodernes Großmotoren-Entwicklungsprüffeld. Hier forschen und entwickeln Mitarbeiter an den Diesel- und Gasmotoren von morgen und übermorgen. Schon längst beschränken sich mögliche Kraftstoffe nicht mehr nur auf Diesel und Gas. Bei MTU Reman forscht man schon längst an alternativen Antrieben und Kraftstoffen, etwa im Rahmen eines Projektes innerhalb der Green- und Hightech-Initiative der Bundesregierung. Die Aufbereitung und Wiederverwertung der Motoren führt zu enormer Kostenersparnis für die Kunden und schont die Umweltressourcen erheblich. Mit der eingesparten Energie könnte man eine Kleinstadt mit 20.000 Einwohnern ein Jahr lang mit Elektroenergie versorgen. Die Prüf-, Reinigungs- und Aufarbeitungsprozesse für Reman-Produkte werden stetig weiterentwickelt. So spart das im Unternehmen entwickelte Hot-Tank- System zur Reinigung von Komponenten im Schnitt 30 Prozent Zeit, Energie und Kosten gegenüber herkömmlichen Reinigungsmethoden. Für den Erfolg des Unternehmens ist eine enge Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen in der Region, wie mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal sehr wichtig. Mit dem Fraunhofer-Institut Magdeburg wurden bereits einige Forschungsprojekte, insbesondere im Bereich Logistik und im Energiemanagement, umgesetzt. Das Technologiezentrum ist im Produktbereich ständig auf der Suche nach langfristigen Partnerschaften, um den neuen Herausforderungen in einer sich ständig wandelnden Welt zu begegnen. Mit einem regionalen Ingenieurdienstleister gibt es beispielsweise eine Zusammenarbeit bei der Betreuung der Serienprüfstände und Weiterentwicklung von Montagetechnologien. Die MTU Reman Technologies GmbH begann 2008 in Magdeburg mit 75 Mitarbeitern und hat aktuell mehr als 200 Arbeitsplätze geschaffen. Das Unternehmen setzte von Anfang an auf eigene Ausbildung und hat kontinuierlich zwischen zehn bis 15 Auszubildende. Insgesamt wurden seit 2008 mehr als 60 junge Menschen ausgebildet und anschließend übernommen. In den letzten Jahren wurden rund 40 Abschlussarbeiten von Studenten betreut. Die MTU Reman Technologies GmbH hat insgesamt sechs Patente erfolgreich angemeldet. Das Unternehmen arbeitet mit den Pfeifferschen Stiftungen zusammen, die Menschen mit Handicap eine Beschäftigung ermöglichen. Bei MTU Reman kontrollieren und sortieren durch die Stiftung vermittelte Frauen und Männer einfache Bauteile. Jedes Jahr erfüllen Mitarbeiter als Weihnachtsengel für die Kinder der Arche in Magdeburg Festtagswünsche. Das Technikmuseum der Stadt wird bei der Montage alter Maschinenmotoren und mit Know-how ebenso unterstützt wie die Nachwuchs-Handballer des SC Magdeburg. Themen wie Gesundheitsmanagement, Work-Life-Balance, Familienfreundlichkeit und mobiles Arbeiten spielen ˘ 37 PT-MAGAZIN 6/2019 Oskar-Patzelt-Stiftung

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