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PT-Magazin 06 2019

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Offizielles Magazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung.

Preisträger

Preisträger 2019 aus Sachsen-Anhalt Blech- und Technologiezentrum Linda GmbH (blectec) 06917 Jessen GLACONCHEMIE GmbH 06217 Merseburg PT-MAGAZIN 6/2019 Oskar-Patzelt-Stiftung 32 Blech- und Technologiezentrum Linda GmbH, Roma Harnapp, Geschäftsführerin (Foto: Boris Löffert) Wo die Idee zum Produkt wird Der Metallverarbeitungsspezialist blectec ist in der Lage, sich auf jeden Kunden und jede neue Idee einzustellen. Was mit dem spezifischen Werkstoff realisiert werden kann - bei blectec bekommt der Kunde immer, was er erwartet. Während der Musterfertigung werden selbstverständlich Verbesserungsvorschläge für das Produkt des Kunden gemacht, um es später erfolgreich zur Serienreife zu bringen. So wird bei jedem Auftrag das Knowhow der Fachkräfte des Unternehmens zum temporären Know-how des Auftraggebers. Viele Kundenprojekte werden dadurch qualitativ so gut, dass daraus Produkte entstehen, die patentrechtlich geschützt werden können. Bei blectec können Bleche bis zu einer Größe von acht mal zwei Meter geschnitten und Material auf einer Länge von sechs Metern gebogen werden. Diese Dimensionen und der Einsatz der vier Laseranlagen sowie der fünf Abkantbänke sind in der Region eher selten. Außerdem werden Sonderbehälter für Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einem Fassungsvolumen von bis zu 60.000 Litern gefertigt. Komplettiert wird das Angebot durch die Vielzahl der Schweißzulassungen bis hin zur Bahnzulassung für das Aluminiumschweißen. In dieser Komplexität ist das Unternehmen in der Region absolut konkurrenzlos. Anfang 2018 erfolgte eine Zäsur durch die Übernahme des Wittenberger Unternehmens MMW Technologie im Bereich des Sondermaschinenbaus. Dadurch kann nun ein vollständiges Leistungsspektrum der Metallbe- und Verarbeitung angeboten werden. Mit dem Zusammenschluss beider Firmen entstehen leistungsfähige Synergien durch innovative und effiziente Lösungen, gepaart mit einem hoch modernen Maschinenpark. Vom Anlagen- Engineering über die Maschinenfertigung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme bis hin zum Service nach dem Verkauf bieten beide Unternehmen alle Leistungen aus einer Hand. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung, sinnvolle Zukäufe und Erweiterungen ist es gelungen, seit 2005 die Anzahl der Mitarbeiter zu vervierfachen und zu einem der gefragtesten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe in der Region zu werden. Aktuell arbeiten 125 Mitarbeiter und drei Werkstudenten im Unternehmen. Zehn Auszubildende beenden gerade ihre Ausbildung und werden unbefristet übernommen. Die Zertifizierung zum familienfreundlichen Unternehmen hat die bisher praktizierbare Vereinbarkeit von Beruf und Familie öffentlich gemacht. Es gibt Kooperationen mit Kindereinrichtungen und Begrüßungsgeld für jeden neuen Erdenbürger. Elternzeit und danach Rückkehr ins Berufsleben werden individuell unterstützt. Auch bei Behördengängen ist das Unternehmen behilflich. Im Umkehrschluss wird es dann möglich, dass sich die Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren. Viele sind in der Freiwilligen Feuerwehr und im Katastrophenschutz tätig. Andere engagieren sich als Trainer und Übungsleiter. Das Unternehmen ist Hauptsponsor des örtlichen Sportvereins Grün-Weiß Linda e. V. Für den Verein Kinderland Sorglos e. V. wird seit elf Jahren ein jährliches Feriencamp für mittlerweile 150 sozial benachteiligte Kinder aus dem gesamten Landkreis Wittenberg organisiert. In den Oktoberferien erleben die Kinder schöne Tage und lernen dabei auch etwas über gesunde Ernährung, Fitness, Erste Hilfe und den Umgang miteinander. Etwa 900 sozial benachteiligte Kinder aus dem gesamten Landkreis Wittenberg haben so bereits eine wunderschöne, erlebnisreiche Ferienwoche erlebt. Das Unternehmen wurde zum 9. Mal seit 2011 zum „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert, in diesem Jahr von der IHK Halle-Dessau. 2011 erfolgte die Auszeichnung als „Finalist“. ó Hochrein, koscher und halal – Multitalent Glycerin GLACONCHEMIE stellt Glycerin für Geschäftskunden aus der Lebensmittel-, Pharma-, Kosmetik- sowie Chemischen Industrie her. Mit der Koscher- und Halal- Zertifizierung ist das Unternehmen im Premiumsegment der Branche tätig. Glycerin braucht man u. a. zur Herstellung von Zahnpasta, Farb- und Kunststoffen sowie Frostschutzmitteln. Mehr als ein Drittel der Produkte werden exportiert. Das Unternehmen arbeitet konsequent daran, hochwertige chemische Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen zu produzieren und dabei so wenig wie möglich Energie zu verbrauchen. Damit werden Kunden unterstützt, die ganz besonders auf Nachhaltigkeit und eine angemessen niedrige CO2-Bilanz achten. Dieses Engagement kommt bei den Kunden gut an. Sie schätzen darüber hinaus auch die Transparenz des Unternehmens. Denn aktuelle Laborergebnisse aus der Glycerin-Herstellung werden den Kunden für das eigene Qualitätsmanagement zur Verfügung gestellt. So bleibt stets nachvollziehbar, welche Grundstoffe in welcher Qualität weiterverarbeitet wurden. Durch das betriebseigene Labor wird darüber hinaus eine vollumfängliche Produktionskontrolle und für die Kunden eine Erzeugnisanalyse gesichert, die alle aufeinanderfolgenden Schritte des Prozesses dokumentiert. Vertrauen und Zuverlässigkeit sind wichtige Tugenden in diesem Geschäft. Deshalb sind neben höchster Qualität auch Liefer- und Termintreue gewährleistet. Die Stammkunden wissen das zu schätzen. Bis zum Lieferantenstatus für Glycerin vergehen durchaus bis zu zwei Jahre. Das ist eine lange Zeit der Prüfung für die Arbeitsergebnisse der knapp 60 Mitarbeiter und vier Azubis. Wie hoch die GLACONCHEMIE-Expertise auch international eingeschätzt wird, zeigt sich an der Teilnahme am jährlichen SEPAWA-Kongress, einem der wichtigsten Branchentreffpunkte, sehr deutlich. Fachleute des Unternehmens sind in den Fachgruppen Professionelle Reinigung, Legislative-Umwelt-Verbraucher und Angewandte Kosmetik tätig und bringen ihr Wissen ein.

Den Herausforderungen des Rohstoffmarktes setzt das Unternehmen strategische Entscheidungen entgegen. Es betreibt eine eigene Abteilung Forschung und Entwicklung, die ständig die Anlagen und damit die Ergebnisse sowie die Qualität verbessert. Auf Veränderungen des Marktes bei der Rohstoffbeschaffung wurde mit langfristigen Verträgen reagiert. So konnten bedeutende wirtschaftliche Erfolge verzeichnet werden. Dazu gehört die Entwicklung neuer Glycerin- Produkte wie Glycerinformal und Glycasol als biogene Lösungsmittel für die Veterinärmedizin und Pharmaindustrie, der Bau einer Pilotanlage zur Produktion und Markteinführung dieser beiden Produkte, die Weiterentwicklung von Glycasol zu einem Antioxidanz für die Biodieselproduktion, die Inbetriebnahme einer Energieverwertungsanlage zur Reduzierung des Strom- und Gasverbrauchs und zur Verringerung des CO2-Ausstoßes. Mit dieser Kraft-Wärme-Kopplungsanlage ist die GLACONCHEMIE in der Lage, ein Drittel der benötigten Gasmenge selbst zu erzeugen. Das Unternehmen unterstützt mit einer Tierpatenschaft seit vielen Jahren den städtischen Tierpark von Merseburg. Gemeinsam mit anderen Unternehmen trägt das dazu bei, dass dieser Tierpark ohne Eintrittsgeld betrieben werden kann. Der Park hebt damit nicht nur den Freizeit- und Erholungswert. Er ist auch ein wichtiger Baustein für die Teilhabe finanzschwacher Bevölkerungsgruppen am sozialen Leben der Stadt. GLACONCHEMIE GmbH, Holger Arndt, Leiter Finanzen & Prokurist (Foto: Boris Löffert) GLACONCHEMIE wurde zum 4. Mal seit 2015 zum Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ nominiert, in diesem Jahr durch den Saalekreis und die WEIT Führung GmbH. Im Jahr 2016 erfolgte die Auszeichnung als „Finalist“. ó Cybertrading GmbH 39179 Barleben Digital, nachhaltig und fair Hardware zu verkaufen, ist keine neue Idee. Gebrauchte Hardware hingegen so aufzubereiten, dass sie zuverlässig funktioniert und Ressourcen spart, den Kunden einen fairen Preis machen und obendrein noch eine Garantie geben, das fällt aus dem Rahmen. Mit diesem Geschäftsmodell ist Cybertrading sehr erfolgreich unterwegs. In den vergangen drei Jahren konnte der Umsatz mehr als verdoppelt werden. Das nachhaltige Konzept kommt bei den Kunden an. Die Qualität spricht sich rum. Die so bestückten Netzwerke funktionieren technisch zuverlässig und der ökologische Nutzen ist enorm. Aussortierte, aber voll funktionsfähige Netzwerkgeräte müssen nicht kostenintensiv entsorgt werden. Hochwertige Ressourcen wie Kupfer, Edelstahl, Aluminium und seltene Erden werden durch die Wiederverwendung der Netzwerk- und Computertechnik geschont - für umweltbewusste Techniker ein Traumjob. Die Anzahl der Mitarbeiter ist im vergangenen Jahr um 25 Prozent gestiegen. Das liegt an der anspruchsvollen Aufgabe, an der wachsenden Nachfrage und an den guten Arbeitsbedingungen im Team. Aktuell arbeiten 46 Mitarbeiter und zwei Werkstudenten im Unternehmen. Gesundheitsfürsorge und eine ausgewogene Balance zwischen Job und Erholung sind wesentliche Faktoren, die die Mitarbeiter begeistern. Die Techniker arbeiten an angepasster Büroausstattung, Curvebildschirmen und höhenverstellbaren Bürotischen. Cybertrading bezuschusst Fitnessstudioverträge, bietet flexible Arbeitszeitmodelle sowie die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten. Dafür werden die benötigten Arbeitsgeräte wie Bildschirm, Rechner oder Laptop zur Verfügung gestellt. Wer mit moderner Technik arbeitet, will auch selbst modern unterwegs sein. Im Unternehmen ist nicht nur ein Onlineshop entwickelt worden, um noch leichter neue Kunden ansprechen zu können, sondern auch intern ein Produktin- ˘ 33 PT-MAGAZIN 6/2019 Oskar-Patzelt-Stiftung

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