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PT-Magazin 06-2017

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Unternehmensanleihen –

Unternehmensanleihen – die letzten Zinsoasen Investments mit dem Charme des Besonderen Wirtschaft PT-MAGAZIN 6/2017 44 © Romolo Tavani Die Zinsen sind faktisch abgeschafft. Aber es gibt noch Zinsoasen, in denen man attraktive Renditen findet. Anleihen von inhabergeführten, mittelständischen Unternehmen mit dem Potenzial einer Bonitätsverbesserung stehen hierbei im Fokus. Sie sind Investments mit dem Charme des Besonderen. Institutionelle Anleger und Vermögensmanager hatten bereits Anfang 2016 damit begonnen die Wertpapieranlagen umzuschichten. Sie zogen sich seit letztem Jahr aus niedrig verzinsten Staatsanleihen und Unternehmensanleihen im Investmentgrade zurück und schichten auch in hochverzinsliche Unternehmensanleihen um. Allerdings werden nur die Anleihen von Emittenten ausgewählt, die ein erfolgreiches Geschäftsmodell betreiben und bei denen die Wahrscheinlich sehr hoch ist, dass sich die Bonität der Unternehmen verbessert. Der Grund dafür: Die Investoren sind auf der Suche nach stabilen, nachhaltigen Erträgen. Auch hier ist die Auswahlmöglichkeit von Papieren überschaubar geworden. Unternehmensanleihen des Mittelstandes werden verstärkt als Investment geprüft Die Rahmenbedingungen für eine weitere erfolgreiche Entwicklung deutscher Unternehmen sind besser, als die Berichte es vermuten lassen. Solide Finanzstrukturen und gute geschäftliche Entwicklungen sorgten auch in 2017 dafür, dass Unternehmensanleihen des Mittelstandes als attraktive Anlage galten. Viele Experten sehen in diesem Anlagesegment weiterhin eine Marktchance. Dafür sprechen insbesondere zwei Gründe: 1. Viele Unternehmen sind solide aufgestellt und profitieren von der Niedrigbzw. Negativzinspolitik der EZB. Seitdem die EZB auch dazu übergegangen ist, Unternehmensanleihen aufzukaufen, ist die Nachfrage nach hochverzinslichen Unternehmensanleihen gestiegen und die Kurse im Aufwärtstrend. 2. Die aktuelle Ausfallrate in diesem Anleihesegment ist auf 2,0 % gefallen und eine Ausweitung dieser Ausfallrate ist aufgrund des erwarteten konjunkturellen Umfeldes sowie der soliden finanziellen Aufstellung der Unternehmen eher unwahrscheinlich.

Emissionen von Unternehmensanleihen gelten seit langem als Finanzierungsinstrument … Unternehmensanleihen des Mittelstandes werden schon seit 1950 als alternative Finanzierungsform genutzt. Der Spiegel berichtete in seiner Ausgabe am 12.09.1956 über die erfolgreiche Platzierung von Anleihen. Hier werden bekannte Adressen wie Bosch, Feldmühle oder die Hamburgischen Elektrizitätswerke genannt. Die Emissionsvolumen lagen in der Größe zwischen 25 Mio. und 40 Mio. DM. Die Zinskupons mit 8 % waren damals doppelt so hoch wie die auf den Sparkonten. Die Emissionen wurden damals in wenigen Stunden vollständig bei vielen privaten Anlegern platziert. Banken meldeten damals, dass tausende Anleger vom „Schalterbeamten“ abgewiesen werden mussten und leer ausgingen. … und werden seit Einführung von BASEL III verstärkt genutzt! Auch heute nutzen viele mittelständische Unternehmen den Kapitalmarkt, um sich Finanzierungsmittel zu beschaffen, Tendenz steigend. Die BASEL III – Regeln (mittlerweile wird die Einführung von BASEL IV geplant) zwingen die Unternehmen weitere Finanzierungsquellen zu nutzen. Strenge Eigenkapitalund Liquiditätsvorschriften sowie harte Bewertungsrichtlinien bei der Beurteilung von Sicherheiten haben dazu geführt, dass die Banken nicht mehr in dem Maße Unternehmen mit Krediten versorgen können wie in der Vergangenheit. Die Ratingagentur Standard & Poor’s veröffentlichte im August 2013 die Ergebnisse einer Studie. Es wurde festgestellt, dass bis Ende 2018 in Europa ein Gesamtvolumen von 3,5 Billionen Euro nicht mehr über Kredite finanziert werden kann und deshalb andere Finanzierungsalternativen genutzt werden müssen. Die Politik hat hierauf bereits reagiert. Mit der Richtlinie „Bildung der Kapitalmarktunion“ sollen die Zugangsbedingungen auf den Kapitalmärkten für mittelständische Unternehmen verbessert werden. Unternehmensanleihen sind wichtige Finanzierungsmöglichkeit und attraktive Anlageform… Nach wie vor stellt der Anleihenmarkt das größte Marktsegment an den Börsen dar, auf dem sich die Unternehmen finanzieren. In der Öffentlichkeit wird über die Industrieanleihen, wie z. B. von VW, Siemens oder Lufthansa laufend berichtet. Unternehmensanleihen von mittelständischen Unternehmen, bei denen es sich vielfach um „Hidden Champions“ handelt, sind eher unbekannt. Diese Unternehmensanleihen werden, wie auch die Aktien des Mittelstandes, in unterschiedlichen Marktsegmenten angeboten, gelistet und anschließend gehandelt. Die Mehrzahl dieser Emissionen ist und bleibt eine wichtige Finanzierungsmöglichkeit für Unternehmen und auch eine attraktive Anlageform für Investoren. … aber auf eine gewissenhafte Auswahl und Überwachung kommt es an. Bei allen Anlageklassen, ob Immobilien, Oldtimer, Aktien oder Anleihen, kommt es vor dem Investment auf eine sorgfältige Prüfung an. Und anschließend muss die Wertanlage auch gepflegt werden. Die KFM Deutsche Mittelstand AG hat sich auf die Auswahl von Unternehmensanleihen des Mittelstandes spezialisiert. Per 30.09.2017 befinden sich 257 Adressen mit einem Gesamtemissionsvolumen von rund 75 Mrd. Euro auf dem Monitor. Mit Hilfe des Analyseverfahrens ‚KFM-Scoring‘ werden die Bonität des Unternehmens und die Qualität der Anleihe geprüft und gewissenhaft überwacht. Nur die Anleihen, die den strengen Prüfungen standhalten und über ein attraktives Chancen-/Soliditätsprofil verfügen, kommen als Investment in Frage. Verändern sich die Bonität des Unternehmens und/oder die Qualität der Anleihe, liefert das KFM-Scoring eine Handlungsempfehlung. Spezialisierte Investmentfonds mit dem Charme des Besonderen Für Anleger, die an den attraktiven Renditen von Unternehmensanleihen des Mittelstandes partizipieren möchten und den zeitintensiven Aufwand der Prüfung und Überwachung von Einzelinvestments nicht eingehen wollen, eignet sich beispielsweise der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS (WKN A1W5T2). Mit einem Fondsvolumen von 56,8 Mio. Euro und einer Wertentwicklung seit Jahresbeginn in Höhe von +9,75 % (Stand per 19.10.2017) erhält der Fonds die Spitzenbewertung mit 5 Sternen vom Finanzinformations- und Analyseunternehmen Morningstar. In der Citywire Fondsbewertung belegt der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS in der Kategorie Anleihen Euro (mittlere Laufzeit) sowohl auf Sicht von einem Jahr als auch von drei Jahren jeweils Platz 1. Die hohe Ertragskraft und Nachhaltigkeit der Erträge sowie die kontinuierlichen jährlichen Ausschüttungen an die Anleger drücken sich auch in der Bewertung von Lipper Leaders Rating Germany, dem Bewertungsportal von Thomson Reuters, aus. Hier wird der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS als Leader bei „Gesamtertrag“ und „Konsistenter Ertrag“ geführt. In den vergangenen Jahren wurde eine stabile Ausschüttungsrendite in Höhe über 4 % p. a. erzielt. Der Fonds knüpft auch in diesem Jahr nahtlos an die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre an. Auch für 2017 wird die geplante Ausschüttungsrendite oberhalb der 4 % erreicht. Die Anleger profitieren darüber hinaus von einer breiten Streuung in verschiedene Titel und einer umfangreichen Transparenz bei allen Investments. Professionelle Investoren und Stiftungen nutzen verstärkt solche Investmentfonds als Beimischung. ó Hans-Jürgen Friedrich Vorstand Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds Rathausufer 10 / 40213 Düsseldorf Fon: 0211 210 737 40 info@kfmag.de / www.kfmag.de 45 PT-MAGAZIN 6/2017 Wirtschaft

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