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P.T. MAGAZIN 06/2013

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

A Statt Frust mit

A Statt Frust mit Politikwahl - Lust mit Autowahl B C D E F (Fotos: Pressefotos der Hersteller) Wir hatten dieses Jahr die Wahl und genau das, was wir nicht wollten, passiert. Wir wollten keinen Gabriel, Steinbrück und Nahles sehen. Wir werden uns an den Anblick gewöhnen müssen, auch wenn gerade die drei die Bedingungen stellen. Die wirkliche Wahl haben wir, Gott sei Dank, wenigstens noch beim Automobil. Ob Design, Gebrauchseigenschaften, Preis, Image oder Verbrauch – wir dürfen wählen und müssen nicht auf faule Kompromisse schielen oder uns mit Koalitionen abplagen. Wenn uns etwas nicht passt am Auto, dann können wir nach der Probefahrt neu wählen. Wir haben zur Wahl geladen. Nicht unter den scheinheiligen Aspekten Ökoauto oder langweilige Alltagstauglichkeit, sondern nur unter 2 Wahlsprüchen: „Welches Automobil macht Lust und Spaß ? Welches Automobil ist uns emotional nah und vom Design her göttlich?“ Die Daten wurden aus Umfragen, Sozialen-Netzwerk-Aktionen und Mailabstimmungen gewonnen und im Institut für Marken- und Kommunikations-Psychologie Berlin von fleißigen Studenten ausgewertet. Wir stellen hier die Spitzenreiter vor in den Kategorien: A: Schönheit abseits jeglicher Straße B: Muscle-Car heutzutage definiert C: Cabriolet mit Unterstatement D: Kämpfer zeitlos und klassenlos E: Liebling zum Knutschen F: Herzensbrecher mit Charme A: Schönheit abseits jeglicher Straße Der Schönste, mit dem wir auch abseits der Straße fahren können, ist der Range Rover Evoque. Er ist ein gelungener Wurf aus Coupè und Offroader. Der Versuch, beides miteinander zu verbinden, erschuf den klobig-häßlichen BMW X6. Dass es doch funktioniert und auch ein den Atem raubendes Ergebnis haben kann, zeigt der Range Rover. Sein Design ist inspiriert durch das Leben und die Energie, in der sich Landschaft, Leben und Technik vereint. Verwegen und kompromisslos. Seine bullige Front mit den schmalen Scheinwerfer-Augen, den muskulösen Kotflügeln über großen Radhäusern, das sich verjüngende Fensterband und das wie geduckt aufsitzende Dach machen das Raubtier perfekt. Schnell wie ein Jaguar, sportlich wie ein Puma und gewaltig wie ein Nashorn. Er hat gewonnen, weil er ein Siegertyp ist. Er ist der schönste Off-Roader, den man heutzutage zu kaufen bekommt. B: Muscle-Car heutzutage definiert Auf Platz 2 war der Chevrolet Camaro, aber das wirklich einzig gute Muscle-Car baut Audi. Der Audi A5 (Platz 1 Muscel-Car) könnte Ahnen haben wie den Camaro oder den Challenger. Mit seiner ansteigenden Schulterlinie, den bulligen Überhängen und der dicken C-Säule zeigt er im Design heute alle markanten Merkmale dieser legendären Ära, allerdings mit zuverlässiger, solider, deutscher Technik und vielen Details, die im schnelllebigen amerikanischen Autobau nie angekommen sind, zum Beispiel die Effizienz von Motoren, die gerade Audi im Vergleich von Leistung und Verbrauch zum Meister erklären. Ein Gewinnertyp, der A5, wie sein Designer Walter de Silva. Der A5 erhielt den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland. C: Cabriolet mit Unterstatement Ausgerechnet Opel lässt die Herzen höher schlagen. Er ist ein sehr auffällig gestyltes Cabrio in einer wunderbaren Verarbeitung. Der Opel Cascada sollte eigenständig sein, deshalb heißt er nicht „Astra“ und hat damit keine gefühlten Marken-Ahnen. Der Opel Cascada mit seiner ansteigenden Seitenline und seinem Chrombügelheck hat die Liebe der Cabrioletfahrer erobert. Er ist Unterstatement pur bei Fahrspaß und gediegenem Handling. Gratulation nach Rüsselsheim an Andrew Dyson, der sein Design schuf. D: Kämpfer zeitlos und klassenlos Er begründete eine eigene Klasse. Er steht für eine Generation und von Golf zu Golf ist er ein Klassiker. Der 7. Golf ist ein gelungenes Designwunder und lebt von der Harmonie der Parallelverschiebung. Die fette C-Säule, parallel in ihren Achsen verschoben, macht dieses Auto so harmonisch. Die hintere Tür nimmt den Winkel der Rückleuchten auf – ein wohlgefälliger Anblick von ausgereifter Schönheit. Wen wundert es, dass er auf der ganzen Welt geschätzt wird als klassenloses Automobil. Er ist der einzige seiner Klasse mit Charakter! E: Liebling zum Knutschen Wir lieben ihn, die süße Knutschkugel, die heute fast wie ein Urporsche anmutet – der neue VW Käfer. Ein so ausgereiftes Retrodesign stellt den Vorgänger völlig in den Schatten und nähert sich seinem Ahnen von Ferry Porsche. Die schmalere Dachlinie macht ihn fast zum Sportwagen. Sein Innendesign ist einen Extra-Designpreis wert. Der Käfer nimmt die typischen Elemente des Erfolgskäfers innen und außen auf und definiert sie neu. Einzig der Preis hindert ihn, ein totaler Renner zu werden, denn automobilseitig hat er das Zeug dazu. Dass man beispielsweise für den „Käfer“-Schriftzug am Heck extra zur Kasse gebeten wird, ist nicht nachzuvollziehen. F: Herzensbrecher mit Charme Das kann nur ein Italiener sein. Maserati Ghibli. Das Luxusautomobil mit viel sportlicher Raffinesse, umworben, bestaunt und geliebt. Der Ghibli wirkt scharf gezeichnet und ist der einzige Maserati, den man im Segment von E-Klasse, BMW 5 und Audi A6 angesiedelt hat. Er nimmt die Tradition der Ghibli-Ära der 60er wieder auf. Marco Tencone hat als Designer des Ghibli den Herzschlag von Maserati in sich. Der Ghibli ist auf dem Weg, der Herzensbrecher bei den autoaffinen Menschen hierzulande zu werden. Ikonografie hat wieder einen Namen. Auto macht Spaß. Es ist Herzblut und Lebensfreude. Das Auto ist Schönheit und spiegelt wie kein anderes Designprodukt kraftvolle Kreativität wider. Wir hoffen, dass das Automobil trotz allen negativen Diskussionen, der schleichenden Verdrängung aus den Städten, der Verteufelung durch Ökostalinisten, der Verfolgung per Radarfalle bei wachsenden Geschwindigkeitsbegrenzungen und explodierenden Benzinpreisen ein Motor für unsere Wirtschaft bleibt. n Prof. Arnd Joachim Garth 6/2013 P.T. MAGAZIN 73

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