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P.T. MAGAZIN 05/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Die wertvollsten Städte

Die wertvollsten Städte Deutschlands Die Börsenliga der deutschen Städte zeigt, wo die stärksten Unternehmen sitzen Wirtschaft (Foto: ragingwire/Flickr.com) Demonstration der Stärke: auch durch Allianz steht München in der Champions League der wertvollsten Städte ganz oben Die mit Abstand „wertvollste“ Stadt Deutschlands – bezogen auf die Bewertung der dort ansässigen börsennotierten Unternehmen – ist München, wie schon in den Vorjahren. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen Düsseldorf, Walldorf und Wolfsburg. Das hat die globale Strategieberatung Simon-Kucher & Partners in der alljährlichen „Börsenliga“ ermittelt. München: der ewige Meister Hierbei werden die Börsenwerte von 110 börsennotierten Unternehmen erhoben und den jeweiligen Standorten zugeordnet. Schon seit Jahren führt München das Feld an. In der bayerischen Metropole sind mit insgesamt zwölf Firmen nicht nur die meisten börsennotierten Unternehmen angesiedelt, sondern der Börsenwert ist mehr als dreimal so hoch wie beim zweitplatzierten Düsseldorf. „Dass es so viele große Unternehmen in München gibt, ist sicher auch auf die konsequente Industriepolitik der letzten Jahrzehnte zurückzuführen. Außerdem beeinflussen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer wechselseitig: Wenn eine Region für Mitarbeiter attraktiv ist, ist sie es auch für große Unternehmen. Auf München trifft das zu“, erklärt Dr. Georg Tacke, CEO von Simon-Kucher. Frankfurt leidet unter der Finanzkrise Unter anderem tragen Schwergewichte wie Allianz, BMW und Siemens zum Ligaerfolg Münchens bei. In Düsseldorf sind es E.ON und Klöckner. Walldorf schaffte es von Rang acht im Jahr 2011 auf aktuell Rang drei und verdankt dies einem einzigen Unternehmen: SAP. Walldorf hat damit Frankfurt aus den Top drei verdrängt; die Finanzstadt rutscht auf Rang sieben. Auch Bonn musste einen Platz einbüßen und muss sich nun mit Rang fünf begnügen. Erstmals seit 2005 gibt es somit Verschiebungen unter den Top vier. „Die Frankfurter Finanzunternehmen leiden mächtig unter der Finanzkrise. Wenn eine Stadt sich primär auf eine Branche fokussiert, kann sie schnell aufsteigen – aber auch schnell zurückfallen“, so Tacke. Eine langfristige Industriepolitik und Branchenvielfalt fördern eine positive strukturelle Entwicklung. Berlin landet als Hauptstadt nur knapp in den Top 20, hat aber seit 2011 mit drei börsennotierten Unternehmen immerhin zwei dazugewonnen. Die Millionenstadt Köln liegt sogar abgeschlagen auf Rang 21. „Größe allein reicht offensichtlich nicht aus, um bedeutende Börsenunternehmen anzuziehen“, sagt Tacke. Die Analyse bestätigt die dezentrale Wirtschaftsstruktur Deutschlands. Zwischen Rang zwei und acht liegen die Börsenwerte alle recht dicht beieinander. Dadurch profitieren auch zahlreiche ländliche Regionen in Deutschland von der gesamten Wirtschaftskraft“, sagt Tacke. Ein passendes Beispiel dafür sind Puma und Adidas in Herzogenaurach. Im Börsenranking schafft es der Ort mit nur 23.000 Einwohnern auf Rang 14. ■ INNOVATIV FLEXIBEL INDIVIDUELL ZUVERLÄSSIG SANGERHAUSEN 5/2012 P.T. MAGAZIN 35

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