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P.T. MAGAZIN 05/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Emerging Economies

Emerging Economies Banken in Südamerika, Asien und Afrika sind 2050 weltweit führend und koppeln sich vom Westen ab Wirtschaft (Foto: Fabian Voswinkel/pixelio.de ) Um Zugang zu den neuen Märkten zu bekommen, müssen sich die Banken den lokalen Bedingungen anpassen Die Wirtschaftsverflechtungen zwischen den asiatischen, südamerikanischen und afrikanischen Emerging Economies werden immer enger. Vom rasanten Wachstum der Schwellenländer in den so genannten SAAAME-Regionen (Südamerika, Asien, Afrika, Mittlerer Osten) profitieren die Unternehmen der westlichen Industriestaaten längst nicht mehr so stark wie in der Vergangenheit – und das spüren auch die bislang dominierenden westlichen Bankund Versicherungskonzerne. Gewinner dieser Entwicklung sind vor allem Institute aus den Schwellenländern selbst, wie die Studie „Project Blue: Capitalising on the rise and interconnectivity of the emerging markets“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC aufzeigt. Die Untersuchung zeigt, dass bereits heute fünf der zehn weltweit größten Banken Institute aus den SAAAME-Regionen sind. Im Jahr 2050 dürften Institute aus den E7-Staaten (China, Brasilien, Russ land, Indien, Mexiko, Indonesien und Türkei) rund 50 Prozent der Aktiva der globalen Bankenbranche halten - im Jahr 2009 lag der Anteil der E7-Banken erst bei rund einem Zehntel der weltweiten Aktiva. Wenngleich die neuen Marktführer nach Marktkapitalisierung bislang noch einen eher regionalen Fußabdruck aufweisen, ist doch zu erwarten, dass sie in den kommenden Jahren – ihren Kunden folgend - expandieren werden. „Die Wettbewerbsbedingungen und Marktverhältnisse in der globalen Finanzbranche werden sich in den kommenden Jahren radikal verändern. Die SAAAME-Staaten rücken wirtschaftlich enger zusammen und wickeln einen immer größeren Teil ihres Warenhandels und ihrer Finanztransaktionen untereinander ab. Banken und anderen Finanz- marktakteuren aus dem Westen droht eine Abkopplung von den Wachstumsmärkten“, kommentiert Rainer Wilken, Partner und Leiter der Banking & Capital Markets Consulting Practice bei PwC in Deutschland. Banken und Versicherungen aus den Industriestaaten stellt der Aufstieg der SAAAME-Staaten vor eine doppelte Herausforderung: Um vom Wachstum der Schwellenländer zu profitieren, müssen sie Zugang zu Kunden und Kapital vor Ort bekommen. Dies ist vor dem Hintergrund lokaler Besonderheiten in Nachfrageverhalten, Regulierung und Gesellschaft keine einfache Aufgabe. Gleichzeitig stellt die zunehmende Bedeutung der SAAAME-Region für Weltwirtschaft und Welthandel die bestehenden Geschäftsmodelle und – orientierungen in Frage: So dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis der chinesische Renminbi (RMB) den US-Dollar als Leitwährung zumindest in Asien und Teilen Afrikas verdrängt – der RMB ist bereits heute die Währung für grenzüberschreitenden Handel Chinas mit seinen Nachbarstaaten sowie Grundlage mehrere bilateraler Währungstauschabkommen mit internationalen Handelspartnern. Derzeit stehen westliche Institute vor dem Problem, dass sie ihre hochspezialisierten Geschäftsmodelle und Prozesse nur schwer auf die Märkte in den Schwellenländern übertragen können und ihre Organisationen nicht vorbereitet sind auf die Verschiebung des Gravitationszentrums ihrer Geschäfte. Dabei sind die Geschäftschancen allein durch die sogenannte „demographische Dividende“ in Ländern wie Indien und China enorm. Die Finanzinfrastruktur ist allerdings in vielen SAAAME-Staaten unterentwickelt, herkömmliche Daten zur Beurteilung von Kreditrisiken sind oft nicht verfügbar. „Westliche Institute werden in der SAAAME-Region nur erfolgreich sein, wenn sie ihre Geschäftsmodelle den lokalen Bedürfnissen anpassen. Kooperationen mit Finanzdienstleistern vor Ort dürften daher zum Beispiel weitaus erfolgversprechender sein als der Versuch, westliche Geschäftsmodelle auf die Schwellenländer zu übertragen“, betont Wilken. n Wir befreien Sie vom Ausgabeaufschlag. Fondskauf geht geht auch auch fair. fair. Als Als moderne, unabhängige Privatbank bieten bieten wir wir Ihnen Ihnen ab sofort ab sofort den den Fondskauf über über die die Börse Börse zu absolut zu absolut fairen fairen Konditionen. Filiale Filiale Auerbach Auerbach ∙ ∙ Nicolaistraße 10 ∙ 10 (0 37 ∙ (044) 3735 44) 10-0 35 10-0 Filiale Filiale Markneukirchen ∙ Oberer ∙ Oberer Markt Markt 5 ∙ (03 5 ∙ 74 (0322) 74722) 49703-0 03-0 Filiale Filiale Plauen Plauen ∙ Postplatz ∙ Postplatz 14 ∙ 14 (0 37 ∙ (041) 37241) 89215-0 15-0 Filiale Filiale Treuen Treuen ∙ Kirchgasse ∙ Kirchgasse 1 ∙ (03 1 ∙ 74 (0368) 7467 68) 80-7 67 80-7 5/2012 P.T. MAGAZIN 37 www.merkur-bank.de

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