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P.T. MAGAZIN 05/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

• Steuerungs- und

• Steuerungs- und Kommunikationstechnik • Energieanlagen Berliner Technikrevolutionen Das Kommunikationszeitalter und DeTeWe. Jubiläum eines Branchenriesen. Gesellschaft Am 11. Mai jährte sich in Berlin ein Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte: Die DeTeWe Communications feierte ihr 125-jähriges Jubiläum. Gegründet im Jahr 1887 als Zulieferer in der Telefonapparateproduktion, war das Unternehmen Pionier bei der Konstruktion von Fernmeldeämtern, Co-Erbauer des ehemaligen Berliner Rohrpostsystems, millionenfacher Hersteller von Telefonen und ist heute einer der größten ITK-Systemintegratoren in Deutschland. „Die DeTeWe blickt auf Generationen von Ingenieursleistung zurück und hat die Kommunikationsbranche wie kaum ein anderes Unternehmen mitgeprägt. Die Informations- und Telekommunikationsbranche ist schnelllebig, die DeTeWe war und ist immer dabei“, sagt Christian Fron, Geschäftsführer der DeTeWe Communications. Diesen Tag müssen wir uns merken Der Architekt für die Technik-Revolutionen im Berlin des 19. Jahrhunderts war der Generalpostmeister Heinrich von Stephan. Er erkannte sofort die wirtschaftliche und gesellschaftliche Dimension der elektrischen Nachrichtenübertragung. Mitte Oktober 1877 wurde Stephan ein Bericht der Zeitschrift „Scientific American“ vom 6. Oktober 1877 über Bells Telefon vorgelegt. Schon am 24. Oktober hat er zwei Telefone in Händen. Es waren die ersten Apparate, die überhaupt nach Europa kamen. Am 26. Oktober erklärt Stephan: „Meine Herren! Diesen Tag müssen wir uns merken“. Es war die Geburtsstunde des Fernsprechers in Deutschland. Die Widerstände in Deutschland waren groß „Ende 1877 sind es 19 Orte, Ende 1880 bereits 1.000 geworden, die über den Fernsprecher Anschluss an das Telegrafennetz erhielten. In Amerika war der Fernsprecher zur Errichtung von Fernsprechnetzen in Städten und zur Herstellung von Privattelegrafenlinien benutzt worden. Dass man ihn zur Erweiterung des staatlichen Telegrafennetzes benutzte, war etwas ganz Neues“, erläutert Hermann Heiden in seinem Buch „Rund um den Fernsprecher“. Die Widerstände in Deutschland gegen die Einführung des Telefons waren so groß, dass Stephan sich mit der Bitte an die Ältesten der Kaufmannschaft wendet, ihm geeignete Persönlichkeiten zu nennen, die bereit wären, gegen Vergütung die Werbung für den Fernsprecher in die Hand zu nehmen. Die Wahl fällt auf Emil Rathenau, den späteren Gründer der AEG. 1897 werden in Berlin von neuen Fernsprechämtern 170 Millionen Gespräche vermittelt. Drei Jahre später schreibt die „Berliner Illustrirte“ stolz, dass Berlin mehr Fernsprechanschlüsse habe als ganz Frankreich mit Paris und dass es sogar London und New York übertreffe. „Die Beharrlichkeit, Weitsicht und Intuition des Generalpostmeisters Heinrich von Stephan könnten wir heute in Deutschland sehr gut gebrauchen, um für die (Foto: Wikimedia/CC-2.0/Rama) vernetzte Ökonomie die modernste Infrastruktur zu schaffen. Nur so ist wirtschaftliche Prosperität möglich – von der Logistik bis zur Energiewende“, sagte Systemingenieur Bernd Stahl vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies. Die Geschichte der DeTeWe begann 1882, als der mecklenburgische Schlosser Carl Christian Robert Stock nach Berlin zog und eine Anstellung bei einem Zulieferer der noch jungen Telefonindustrie fand. Stock war fasziniert von der Technik und witterte gleichzeitig schnell seine Chance, an dem Boom der Branche teilzuhaben. Er machte sich selbstständig, wickelte mit der Nähmaschine seiner Frau Spulen für die Telefonhersteller. Trotz der bescheidenen Produktionsmittel war er schneller und arbeitete präziser als seine Konkurrenten, so dass die Nachfrage nach seinen Produkten wuchs. Robert Stock stellte einen ersten Mitarbeiter ein und gründete am 11. Mai 1887 das Unternehmen „R. Stock, Telegraphenapparate“ – der Grundstein der heutigen DeTeWe Communications. In kurzer Zeit erweiterte sich das Produktportfolio des jungen Unternehmens. Auf der Gewerbeausstellung in Treptow 1896 stellte Stocks Firma ein „Telephon-Verbindungs-Amt“ (Fernmeldeamt) vor. Bis 1905 baute Stock europaweit 129 Fernsprechämter. Zahlreiche weitere Patente folgten, häufig wurden einzelne technische Bestandteile verbessert, bestehende Lösungen fortentwickelt. Bis zum zweiten Weltkrieg entwickelte DeTeWe Rohrpostanlagen, Schreibmaschinen, Rundfunkgeräte und Rechenmaschinen. In Zeiten des Wirtschaftswunders stieg der Bedarf an öffentlichen und privaten Telefonanlagen. Die DeTeWe konzentrierte die gesamte Produktion auf den Fernsprechsektor. Mit der Aufhebung des Postmonopols und dem Beginn der Globalisierung in den 1990er Jahren wurden die Unternehmen der Telekommunikationsbranche vor große Herausforderungen gestellt. Neue Technologien revolutionierten den Markt, Internet, E-Mail und Handys setzten sich durch. Neue Wettbewerber traten auf die Bildfläche, alte Branchengrößen verschwanden. Die DeTeWe dagegen blieb – und gestaltete mit. Der einstige Hersteller von Fernmeldeämtern entwickelte sich zu einem Am Puls der Energie der größten deutschen Systemintegratoren, der DeTeWe Communications. „Heute geht es dabei nicht mehr nur um klassische Telefonanlagen, sondern um deutlich komplexere Konzepte wie Unified Communications und standortübergreifende Zusammenarbeit. Telefonie wird zum Bestandteil der Informationstechnologie“, erläutert Fron. Die Arbeitswelt werde mobiler, neue Geräte wie Smartphones oder iPads erobern den Unternehmensalltag und müssen in die Infrastruktur integriert werden. DeTeWe Communications übernimmt als Systemintegrator die Organisationsund Prozessberatung, führt die neuen Technologien ein und schult Mitarbeiter. Seit 2005 gehört das Unternehmen zum kanadischen ITK-Hersteller Aastra • Steuerungs- und Kommunikationstechnik • Energieanlagen • • Elektroinstallation Elektroinstallation Technologies Limited. Auch nach der Übernahme bleibt die DeTeWe Berlin- Kreuzberg treu: 1887 wurde sie in diesem Bezirk gegründet und befindet sich seit 1895 am Standort in der Zeughofstraße. ■ Über den Autor Gunnar Sohn ■ Gunnar Sohn ist Wirtschaftspublizist und Medienberater und Chefredakteur des Onlinemagazins NeueNachricht (Foto: Gunnar Sohn) Zufriedene Kunden und repräsentative Objekte sind eine gute Empfehlung für Elektromontagen Leipzig. Wir sind leistungsfähig und kompetent für Ihre Vorhaben in Leipzig und Umgebung. Als Unternehmen der Elektrobranche blicken wir auf über 40 Jahre Erfahrung zurück. Durch Zuverlässigkeit, Qualität und Service haben wir uns einen Namen gemacht. 2008 Premier-Finalist, 2007 Ehrenplakette, 1995 Preisträger „Großer Preis des Mittelstandes“ www.elmo-leipzig.de Elektromontagen Leipzig GmbH | Heiterblickstraße 42 | 04347 Leipzig | kontakt@elmo-leipzig.de | www.elmo-leipzig.de 16 P.T. MAGAZIN 5/2012 5/2012 P.T. MAGAZIN 17

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