Aufrufe
vor 6 Jahren

P.T. MAGAZIN 03/2011

  • Text
  • Unternehmen
  • Magazin
  • Wirtschaft
  • Berlin
  • Deutschland
  • Deutschen
  • Deutsche
  • Verbraucher
  • Mittelstand
  • Ideen
  • Mittelstandspreis
  • Frauenquote
  • Innovationsmanagement
  • Spitzenleister
Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Wirtschaft Doktor- und

Wirtschaft Doktor- und Professorentitel Eine wiedererwachte Titelgier in Deutschland Besonders beliebt ist der Doktorgrad. Der Titel wird i. d. R. einer wissenschaftlichen Arbeit, Begutachtung, Prüfung/Verteidigung und i. d. R. nach Veröffentlichung verliehen. Für das Verfahren (Promotion) gibt es formale „Promotionsordnungen“, deren Einhaltung von Promotionskommissionen überwacht wird. Dieser Weg zum Doktortitel ist mühsam. Aber es geht auch anders: Doktorgrade werden auch ehrenhalber verliehen (Dr. h. c.), eine Gunst, die z. B. Persönlichkeiten für ihre wissenschaftlich herausragende Leistungen erfahren, auch wenn sie vorher nicht promoviert hatten. Viele Ehrendoktoren werden z. B. auch für Aufbauleistungen an einer Universität verliehen, und mitunter erhalten Prominente diesen Titel auch ohne spezifische Voraussetzungen, so Politiker, Wirtschaftskapitäne und z. T. auch Schauspieler. Und dann gibt es noch die – primär im Ausland ansässigen – Hochschulen, die den Titel faktisch für Geld verleihen, ja sogar über Ebay anbieten, z. T. durch „Promotionsberater“ vermittelt. Was bringt der Doktor? In manchen Berufsgruppen ist der Doktor sogar Voraussetzung, ein Einstellungskriterium. In anderen Disziplinen stellt er eine Art „guten Ton“ da, wie etwa bei Ärzten. Chemikern wird nachgesagt, sie hätten ohne Titel nur wenige Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Unternehmensberater hoffen auf höhere Reputation und Kompetenz anmutung. Zudem soll der Doktorgrad je nach Schätzung 200.000 bis 700.000 Euro über das Arbeitsleben hinweg einbringen. Professor als Beruf Für den Beruf ist formal qualifiziert, wer an Fachhochschulen (FH) und ähnlich auch Berufsakademien (BA) i. d. R. ein Universitätsstudium, eine gute Promotion und fünf Jahre Berufserfahrung (davon mind. drei nicht an der Hochschule) sowie Lehrerfahrung und Publikationen nachweist. An Universitäten sind die Anforderungen – besonders an die wissenschaftliche Qualifikation – höher. Denn an Universitäten wird gleichwertig Lehre und Forschung verlangt. An Universitäten wurde bislang – zumindest in den Geisteswissen- Für B2B Marketing Landbäckerei – Konditorei – Café Kirstein Landbäckerei – Konditorei – Café Kirstein: Bäckerweg 3, 14797 Kloster Lehnin OT Rädel Tel. 03382/263 Die richtige Adresse Der unterschätzte Erfolgsfaktor für hochwertige Neukundengewinnung Filialen in Werder: Berliner Straße 126, Café Di - So geöffnet Torstraße 8 auf der Insel Beratung: 06151/380-555 www.hoppenstedt-adressen.de 52 P.T. MAGAZIN 3/2011 Filiale in Lehnin: Friedensstraße 9, Café Di - So geöffnet Filiale in Groß Kreutz: Potsdamer Straße 2, Café Di-Sa geöffnet

Wirtschaft schaften – auch die Habilitation und eine größere Zahl anerkannter wissenschaftlicher Publikationen vorausgesetzt. Heute wird die Habilitation weitgehend durch eine sechs-jährige Zeit als Juniorprofessor ersetzt. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können sich so geeignete Personen um Professuren oder Lehrstühle bewerben. Die Auswahl erfolgt über ein „Berufungsverfahren“, an dessen Ende der/die Auserwählte dann „berufen“ wird. Professor als Titel Man muss nicht Hochschullehrer sein, um den Professorentitel zu führen: Gastprofessoren sind Hochschulexterne, die semesterweise nebenberuflich lehren. Den Titel dürfen diese aber nur in einigen Bundesländern führen. Honorarprofessoren sind von einer Hochschule oder von Landesministerien zum Professor ernannt worden. Sie sind lediglich verpflichtet, regelmäßig eine Lehrveranstaltung anzubieten und in seltenen Fällen noch nicht einmal dies. Der mehr oder minder direkte Kauf von Professorentiteln ist auch möglich. Dazu muss man noch nicht einmal in die Ferne schweifen. Besonders beliebt ist Osteuropa, wo gerne Doktoren- und Professorentitel verliehen werden, wenn nur der so Geehrte „die Kosten der Verleihung übernimmt“. Mittlerweile ist auch China „ein Markt“; und das – wer hätte es anders vermutet – mit Discountangeboten. Dieser Weg zum Doktortitel ist mühsam. Die Motive für Titel oder Beruf Obwohl mit dem Honorarprofessor auch in Wissenschaft und Lehre verdiente Persönlichkeiten geehrt werden, sind es häufig auch „nur“ Einflussreiche und Prominente. Die Hochschulen erhoffen sich von ihnen Vorteile und Gelder aus Wirtschaft und Politik und bedienen dafür die Eitelkeit der Honorierten. So sinkt der Anreiz, den – gerade für die habilitierten Hochschullehrer – steinigen Weg zum Professor als Beruf zu wählen. Auch steht die Vergütung der „echten Professoren“ in keinem Verhältnis zur Qualifikation, und der mit (Foto: © www.JenaFoto24.de/PIXELIO) der Dienstrechtsreform eingeführte – eigentlich sinnvolle – Leistungsaufschlag wird dann unsinnig, wenn die Leistung kaum objektiv zu beurteilen ist, er leicht umgangen werden kann und bei der nächsten globalen Budgetkürzung wieder wegfällt. Geld kann für den Beruf also nicht motivieren, es sei denn, man nutzt die Zeit für Forschung für kommerzielle Tätigkeiten. Das wird allerdings immer schwieriger. Für den Beruf des Hochschullehrers benötigt man heute viel und in Zukunft noch mehr Idealismus. Da nützt auch der schöne Titel nichts – den kann man, wie gesagt, auch anders „erwerben“. ■ Prof. Jörn-Axel Meyer Seit 20 Jahren Partner des Handels Wenn Qualität und Flexibilität aufeinander treffen, können Sie nur profitieren! UMBAUSERVICE ... heute noch Chaos! Morgen schon Neueröffnung? Mit unseren Umbauteams sind Sie auf der sicheren Seite. FLEXIBLE EINSÄTZE … oft fehlen die Mitarbeiter zum passenden Zeitpunkt, für die richtige Serviceleistung. Gut wenn Sie auf den richtigen Partner setzen. Mit unseren Serviceleistungen können Sie bundesweit den höchsten Kostenfaktor, die Personalkosten, messerscharf kalkulieren, sind extrem flexibel und bleiben vor Kostenüberraschungen verschont. REGALSERVICE … mit unserem Regalservice gehen Ihre Kunden nie leer aus. ARBEITNEHMERÜBERLASSUNG … wir „überlassen“ Ihnen unsere TEAMWORKER bundesweit, wann immer und wo immer Sie Mitarbeiter benötigen. KASSENSERVICE … ist für Ihr Image unbezahlbar. Unsere Mitarbeiter für Sie just in time. Damit es nicht mal wieder länger dauert. HAUPTVERWALTUNG: AUELSWEG 18 · 53797 LOHMAR PHONE: 0 22 46-91 52-0 · FAX: 0 22 46-91 52-99 INTERNET: www.teamwork-germany.com E-MAIL: teamwork@buettgen.net Hotline: *0800-100 28 40 *kostenlos

Jahrgänge