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PT-MAGAZIN 02 2020

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Offizielles Magazin der Oskar-Patzelt-Stiftung. Titelthema: Keine Angst vor Krisen. Nominierungsliste 2020 des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes". Motto: Meilensteine setzen.

PT-MAGAZIN 2/2020 Wirtschaft 44 den Monitoringprozess für Kraftwerksstillegungen bereits 2023 zu beginnen. Neben der Forderung zum Ausbau von Windenergie und Photovoltaik hebt Kerstin Andreae (Vorsitzende der BDEW- Hauptgeschäftsführung und ehemals Mitglied der Bundestagsfraktion Die Grünen) hervor, dass wir den Zubau von erneuerbaren Energien brauchen, um die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden. Womit wir bei einem Thema wären, welches in der gesamten Diskussion weitgehend untergeht, nämlich die Versorgung mit Strom unterbrechungsfrei rund um die Uhr und dies 365 Tage im Jahr zu garantieren. Das hohe Gut Versorgungssicherheit Die Dringlichkeit des Klimaschutzes stellt heute kaum noch jemand in Frage. Doch wie oft findet das für unser aller Leben und die Volkswirtschaft existentielle und alle anderen Diskussionsfelder überspannende Thema Versorgungssicherheit Platz in den Medien oder in der öffentlichen gesellschaftspolitischen Diskussion? © LEAG, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ Demonstration des Betriebsrates und der Gewerkschaft IGBCE anlässlich des Eintritts von Blog E des Kraftwerks Jänschwalde in die Sicherheitsbereitschaft am 31.10.2019. Mit der politisch verordneten Sicherheitsbereitschaft will Deutschland insgesamt 12,5 Millionen Tonnen CO2 netto einsparen. Mobile Räume für Industrie, Verwaltung, Bau, Handwerk & Handel www.menzl.de Halleneinbauten Industriegebäude Dachaufstockungen Verkaufspavillons Bürocontainer Aggregatecontainer Sanitärmodule Container Vermietung und Verkauf Menzl GmbH Fon: 037208 / 600-0 Fax: 037208 / 600-11 Mail: info@menzl.de 09244 Lichtenau Gottfried-Schenker-Str. 15 Der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz hat 2019 eine Online-Befragung von der Quadriga-Hochschule durchführen lassen, wonach 40 Prozent der befragten Vertreter der Energiebranche die Versorgungssicherheit langfristig als nicht gesichert ansehen, wenn die Energiewende weiter wie bisher umgesetzt werde. Dies widerspiegelt, zum politisch vorgegebenen Weg in eine dekarbonisierte Energieversorgung zeigt ein Teil der Akteure aus der Energiewirtschaft Bedenken. Und ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, wir verfügen im internationalen Vergleich über ein hohes Maß an Versorgungsicherheit. Es ist ein wirklich hohes Gut, mit dem wir nicht spielen sollten. Um es ein wenig zu konkretisieren. Nach wie vor ist die Frage nicht geklärt, wie eine gesicherte Stromversorgung realisiert werden kann, die zum einen die deutsche Spitzenlast - derzeit 80 bis 85 Gigawatt und andererseits einen Anteil von 65 Prozent an stark schwankenden erneuerbaren Quellen aus Wind und Photovoltaik in das Stromnetz integriert. Das bereits im ingenieurtechnischen Grundstudium vermittelte Wissen um den Unterschied von installierter und gesicherter Leistung klammert man in der allgemeinen Diskussion einfach aus. Bisher wurde lediglich die durch erneuerbare Energiequellen während eines Jahres erzeugte Menge an Energie aufsummiert und mit der im selben Zeitraum für die Stromkunden benötigten Energie in Beziehung gesetzt. Eine solche Rechnung vernachlässigt aber sträflich, dass die Erzeugung aufgrund des Fehlens großer Energiespeicher im Stromnetz dem Bedarf minutengenau folgen muss. Denn Systemstabilität ist die Grundlage für eine sichere Stromversorgung und hier ist Deutschland weltweit das Land mit den geringsten Störungen. Chemnitz Dresden Leipzig Gera Hof

Größter Transformationsprozess deutscher Energieversorgung Bis 2017 lag die Kapazität der gesicherten Stromerzeugung in Deutschland mit 87,2 Gigawatt immer leicht über der Höchstlast. Nach den Empfehlungen der „Kohlekommission“ verringert sie sich allein bis 2023 auf 65,5 Prozent. Im Winter ließe sich dann Deutschland aus eigener Kraft nur noch zu 75 bis 80 Prozent versorgen. Damit ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zu kritischen Situationen kommt. Bleiben wir bei der Versorgungssicherheit. Es ist beschlossen, die verbliebenen Kernkraftwerke werden Ende 2022 abgeschaltet sein. Gleichzeitig soll der Kohleausstieg bis spätestens 2038 vollständig umgesetzt sein. Das heißt, wir begeben uns von einer Versorgungssituation mit ausreichend gesicherter Erzeugungskapazität in eine Phase, wo diese Sicherheit nicht mehr gegeben ist. Deutschland steht also unmittelbar vor dem größten Transformationsprozess seiner Energieversorgung. Und diese Herausforderung mit Importen von Atomstrom aus Frankreich oder Kohlestrom aus Tschechien oder Polen auszugleichen, ist eine Milchmädchenrechnung. Die Frage nach Versorgungs- und Systemsicherheit steht auf der Tagesordnung, die Antwort und den notwendigen Rahmen dafür muss die Politik geben. Fragen sind gestellt, z. B. nach komplementären Gas-Kraftwerken. In Deutschland gibt es hochmoderne Gaskraftwerke wie in Irsching, die stillgelegt sind. Ein volkswirtschaftliches Desaster. Ohne Frage muss hinsichtlich der Energieträger der Ausbau erneuerbarer Energien weiter betrieben werden. Aber bitte jene, die hohe Volllaststunden aufweisen und auch die gesellschaftliche Akzeptanz erfahren. Die von BEE-Präsidentin Dr. Peter (Die Grünen) Ende Januar in Berlin abgegebene Wortmeldung: „Wir haben in Deutschland noch ausreichend Flächen für den Ausbau von Windanlagen an Land und ausreichend Dächer für Solaranlagen“, ist wohl kaum der richtige Ansatz. Denn es kann nicht nur um ein politisches Ziel gehen, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch im Jahr 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen. Es geht vor allem darum, die Versorgungsicherheit zu gewährleisten. Im Fokus steht das Funktionieren des Gesamtsystems. ó Über den Autor Verleger und Publizist Dr.-Ing. Lothar Müller (www.themen-magazin.de) ist der Oskar-Patzelt-Stiftung seit ihrer Gründung als Partner verbunden und bringt seine langjährigen Erfahrungen als Unternehmer und in der Energiewirtschaft ein. Anmerkungen an den Autor unter: info@dynamik2000.de 45 PT-MAGAZIN 2/2020 Wirtschaft Premier-Finalist 2019 99974 MÜHLHAUSEN Langensalzaer Landstr. 39 Tel.: (03601) 433-3 Fax: (03601) 433-555 99091 ERFURT Alte Mittelhäuser Str. 15 Tel.: (0361) 7 30 31-0 Fax: (0361) 7 30 31-18 98544 ZELLA-MEHLIS Gewerbestr. 2 Tel.: (03682) 45 99-0 Fax: (03682) 45 99-22 07751 JENA Zöllnitz Stadtrodaer Landstr. 3 Tel.: (03641) 62 05 24 Fax: (03641) 62 05 26 34260 KASSEL-Kaufungen Industriestraße 14 Tel.: (05605) 30 51-0 Fax: (05605) 30 51-25 95030 HOF An der Hohensaas 3 Tel.: (09281) 7 69 15-0 Fax: (09281) 6 27 09 99819 EISENACH-Krauthausen Am Marktrasen 2 Tel.: (03691) 7 25 81-0 Fax: (03691) 7 25 81-26 99734 NORDHAUSEN Herforder Str. 96 Tel.: (03631) 61 56 10 Fax: (03631) 60 01 24

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