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PT-Magazin_02_2017

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Auf nach Indien!

Auf nach Indien! PT-MAGAZIN 2/2017 Gesellschaft 6 Deutsch-Indische Wirtschaftsdialog sollte besser „Der Deutsch-Indische Aktivitäten heißen. Wir haben genug geredet, jetzt sollten wir handeln“, erklärte Seine Exellenz der Botschafter Indiens in Deutschland, Gurjit Singh. Wenn Deutschland Großprojekte als Investor finanziert, kann der deutsche Mittelstand im Windschatten nach Indien kommen und dort gute Geschäfte machen. Der Botschafter versicherte, dass Indien ein stabiler Partner ist und die demokratischen Werte Deutschlands teilt. „Wir würden uns wünschen, dass mehr Deutsche nach Indien kommen“, warb Botschafter Gurjit Singh. Dazu hat die indische Regierung u.a. das Makeit-in-India Mittelstand!-Programm aufgelegt, das deutschen Mittelständlern und Familienunternehmen den Weg in das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt ebnen soll. Die Kampagne bietet potentiellen Investoren ein großes Serviceangebot unter einem Dach an. Eine starke Partnerschaft bringt Deutschland Wachstumschancen durch Technologie, Know-How und Investments für das Schwellenland Indien Erneuerbare Energie, IT oder Biotechnologie Mit einer Handelgeschichte von rund 500 Jahren teilen Indien und Deutschland eine strategische Partnerschaft, die ihre Basis in starken Netzwerken und wirtschaftlichen Verbindungen hat. Über die Jahre hat nicht nur der bilaterale Handel stark zugenommen, sondern deutsche Unternehmen haben die neuen Investmentchancen in Indien entdeckt wie auch indische Unternehmen Betriebe in Deutschland gekauft. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern haben sich deutlich intensiviert. Deutschland ist Indiens zehntgrößter Handelspartner insgesamt und der größte in Europa. Die OECD prognostizierte zuletzt für Indien ein jährliches Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent für die Jahre 2017 und 2018. Damit bleibt Indien auch weiterhin die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft unter den G20-Staaten. Während Indien als Handelspartner weiter an Bedeutung für Deutschland gewinnt, sollte das große Potential von den deutschen Unternehmern und politischen Entscheidungsträgern wahrgenommen werden. „Abgesehen von den traditionsreichen Sparten, sind wissensbasierte Sektoren wie IT, Biotechnologie, Automotive, Erneuerbare Energien, Grüne Technologie, Mobilität und Entwicklung in und von Städten sowie die Unterhaltungsindustrie aussichtsreiche Bereiche für Kooperationen“, ist Jürgen Geißinger, Vorsitzender der Bundesfachkommission Internationaler Kreis des Wirtschaftsrates der CDU e.V. und CEO der Senvion GmbH überzeugt. Schon heute gibt es mehr als 1.600 Projekte, in denen Deutsche und Inder zusammenarbeiten und mehr als 600 indischdeutsche Joint Ventures. Freier Handel bringt Wachstum und Wohlstand Shobana Kamineni, designierte Präsidentin der Confederation of Indian Industry (CII) und Stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Apollo Hospitals Enterprise Ltd., kam mit einer großen Delegation nach Deutschland, die unter anderem die Chemie-, Pharma-, IT- und Renewables-Branche repräsentierte. Indische Unternehmen haben sehr großen Respekt vor dem deutschen Mittelstand, zu dem viele Unternehmen zählen, die viel größer sind als viele Betriebe in Indien. In Indien als am schnellsten wachsenden Land der Erde gibt es viele Herausforderungen, aber auch große Chancen für deutsche Investments. Wir nehmen mit, dass sich deutsche Unternehmen neuen Schutz für ihre Investitionen wünschen. Das jährliche Handelsvolumen zwischen Deutschland und Indien beträgt 19,2 Milliarden Euro, wenn es in den letzten zwei Jahren auch etwas stagnierte und Deutschland ist der größte Handelspartner Indiens in der EU. Deutschland ist der siebtgrößte Investor in Indien und für die indische Industrie die größte Quelle für Technologie. © fotolia.com Mumbai bei Nacht

© edwardderule/Fotolia Deutsche Unternehmen können ihren Vorteil nutzen und Indien beim Thema Saubere Energie unterstützen, insbesondere in der Solarenergie. Mehndi, die traditionelle kunstvolle ornamentale Körperbemalung mit Henna Smart Cities als Chance Smart Cities, Erneuerbare Energien und Müllentsorgung und Recycling bieten große Chancen Indien hat Lücken in der Infrastruktur, der Produktion und hat institutionelle Kampagnen zu Smart Cities und zum Wohnen ausgerufen. Dazu braucht Indien deutsche Technologien und Know-How in den Bereichen Müll Management und Recycling. Die Kampagne „Sauberes Indien“ und „Saubere Energien“ bieten weitere Möglichkeiten der deutsch-indischen Zusammenarbeit. Es gibt tatsächlich viele Chancen etwa in der fortgeschrittenen Produktion. In der Industrie, bei Robotern, im Automobilbereich und im Pharmabedarf bieten sich deutschen Investoren gute Investmentmöglichkeiten. Deutsche Technologie-Start-ups können die neue entstehende Gründerszene in Indien nutzen. Der CII wird ein Startup-Center einrichten, in dem deutsche Start-ups sich und ihre Inkubationen vorstellen können. Wir brauchen eine breitere und tiefere Kooperation zwischen Deutschland und Indien in den Bereichen Naturwissenschaften, bei Technologien, Ingenieurwissenschaften und Innovationen sowie Forschung und Entwicklung. Deutsche Unternehmen können ihren Vorteil nutzen und Indien beim Thema Saubere Energie unterstützen, insbesondere in der Solarenergie. Das gleiche gilt für Smart Cities. So hat bereits ein deutsches Konsortium um Siemens hat eine Absichtserklärung unterzeichnet, zwei Pilotprojekte zu Smart Cities zu entwickeln. © Thomas Rafalzyk Shobana Kamineni, designierte Präsidentin der Confederation of Indian Industry (CII) und Stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Apollo Hospitals Enterprise Ltd. 13.000 indische Studenten „Wir leben in einer Zeit von Protektionismus und Nationalismus, aber wir treten für offene Märkte ein. Indien ist wichtig für Deutschland. In der Politik haben wir lange und fruchtbare Partnerschaften über 70 Jahre in unseren Demokratien aufgebaut. Leider konzentriert sich die EU in Asien auf China. Das entspricht nicht den Fakten: Indien ist das am schnellsten wachsende Land“, betonte Ralph Brinkhaus MdB, Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie Vorsitzender der Deutsch- Indischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages. Mehr als 13.000 indische Studenten studieren in Deutschland und stellen damit die viertgrößte Studentengruppe aus dem Ausland. In 600 deutsch-indische Projekten arbeiten Inder und Deutsche zusammen. Indien hat eine große Finanzierungslücke, was Investitionen in Infrastrukturen angeht, obwohl der indische Staat fünf bis sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Investitionen in Infrastruktur ausgibt, vor allem für Eisenbahnprojekte und Energieinfrastrukturen. In diesem Bereich muss sehr viel investiert werden. Allein 100 Milliarden für Hochgeschwindigkeitszüge und U-Bahnen und andere Transportsysteme. Hier bestehen sehr viele Möglichkeiten zu einer engen Zusammenarbeit mit Deutschland. Welchen Weg kann Deutschland hier einschlagen? Vielleicht hat Deutschland nicht so viel Geld zu bieten, dafür aber mehr Fähigkeiten? Der deutsche Mittelstand investiert rund eine Milliarde US-Dollar in Indien. Könnten wir mehr tun? Ja, könnten wir, sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied der Geschäftsleitung der KfW. Der größte Mitwettbewerber in Indien sind für Deutschland die Japaner - und neu beginnen die Koreaner massiv zu investieren. Indien möchte 100 Smart Cities realisieren. Wo ist hier der Weg für Deutschland, den wir mitgehen könnten? Deutschland hat Fähigkeiten anzubieten und in Indien sind die Chancen riesig. Die Kreditfinanzierung von Smart Cities ist nicht leicht. Wer bezahlt was? Woher kommt der Return? Für die Konstruktion heißt es, hochinnovativ zu sein. Die KfW selbst hat 1,2 Milliarden Euro unterzeichnet, mit denen sie die Planungen in Sachen Elektrizität von Unternehmen unterstützen und eine Solarpartnerschaft in Höhe von einer Milliarde US-Dollar ermöglicht. ó Über die Autorin Katja Sandscheper Katja Sandscheper ist Redakteurin beim Wirtschaftsrat der CDU. 7 PT-MAGAZIN 2/2017 Gesellschaft

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