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P.T. MAGAZIN 02/2015

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Wirtschaft 44

Wirtschaft 44 Arbeitgebermarkenidentität (Selbstbild der Marke) Mitarbeiter (intern) Die Markenidentität umfasst diejenigen raum- und zeitlich gleichartigen, wesensprägenden Merkmale der Marke, die aus Sicht der internen Mitarbeiter in nachhaltiger Weise den Charakter der Marke prägen Differenzierung Durch das Employer Branding werden aus Sicht der Ökonomik Informationsasymmetrien überwunden, weshalb das Unternehmen glaubhafte Signale aussenden muss. Darunter versteht man eine Kommunikation, die das Ziel hat, das Umfeld im eigenen Sinne zu beeinflussen und sich von anderen abzusetzen. Die Glaubhaftigkeit ist in erheblichem Maße davon abhängig, dass das bessere Signal billiger zu erstellen ist. Typisch ist das bei einer Durchrostungsgarantie, bei der eine Aluminiumkarosserie grundsätzlich besser abschneidet als ein, in einem Land mit schlechten Stahlqualitäten, produziertes Produkt, was man im Zweifelsfall in den Garantierückstellungen der Unternehmensbilanzen verifizieren kann. Arbeitgebermarke (Employer Brand) als Nutzenbündel mit differenzierenden arbeitgeberbezogenen Merkmalen Eine Employer Brand ist ein Nutzenbündel mit spezifischen arbeitgeberbezogenen Merkmalen, die dafür sorgen, dass sich dieses Nutzenbündel gegenüber anderen Nutzenbündeln, welche dieselben Basisbedürfnisse erfüllen, aus Sicht relevanter arbeitgeberspezifischen Zielgruppen nachhaltig differenziert. Arbeitgebermarkenimage (Fremdbild der Marke) z. B. Bewerber (extern) Das Markenimage ist ein in der Psyche relevanter externer Zielgruppen (z. B. Bewerber) fest verankertes, verdichtetes, wertendes Vorstellungsbild zukünftiger und ehemaliger MA hinsichtlich der Attraktivität eines UN's als AG Transfer des identitätsorientierten Markenverständnisses auf den Personalbereich Quellen: Böttger (2012, S. 27); Petkovic (2008, S. 68-69); Stritzke (2010, S. 53); Weinreich (2014, S. 104) Die Bedeutung der Zielgruppenidentifikation Ein wesentliches Augenmerk gilt damit der Generation Y, die die große Frage Warum (Y = englisch why) und damit die Sinnfrage des Lebens nicht nur außerhalb der Unternehmen stellt, sondern auch innerhalb der Unternehmen beantwortet wissen will. Sie steht im krassen Gegensatz zum DDR-Ingenieur Anfang der 90er Jahre, der belastungsfähig, heimatverbunden und gering bezahlt war, trotzdem aber nicht von seiner Maschine wich. In einer Untersuchung von mittelständischen Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (Blum, Leibbrand 2003) wurde sein In-Rente-Gehen als das größte Risiko für die mittelständischen Unternehmen identifiziert. Es gibt allerdings keine Patentrezepte, denn die Zielorientierung ist wichtig. Ist sie zu eng, werden zu wenige angesprochen, ist sie zu breit, wird das Signal diffus. Aber auch dann, wenn keine Signale gesetzt werden, ist das ein Signal: allerdings ein schlechtes. P.T. MAGAZIN 2/2015 Foto: © Francesco De Paoli/fotolia.com Firmenportrait Stellen Sie die Einzigartigkeit Ihres Unternehmens heraus und positionieren Sie sich klar und authentisch. Potenzielle Arbeitnehmer wird es anziehen. Fazit Nur wachsende Unternehmen können vorhandenem Personal – ohne interne Verdrängungsprozesse und damit Konflikte auszulösen – nachhaltige Entwicklungschancen geben. Neben dem Produktionsfaktor „Kapital“ spielt der Faktor „Personal“ eine zunehmend bedeutende Rolle. Will ein Unternehmen im Kampf Geschäftsführer Dipl.-Ing. Gerald Rynkowski um die Talente eine strategische Dominanz erzielen – egal ob als internationales Unternehmen im globalen Markt oder als lokales Unternehmen im regionalen Markt – dann sollte es sich im Hinblick auf seine Personaleigenschaften positionieren und unverwechselbar machen. Diese Strategie wird in den neuen Ländern noch zu wenig genutzt und besitzt – wie alle nationale und internationale Erfahrung lehrt – erhebliches Potential für die qualitative und quantitative Expansion. • Ulrich Blum Katharina Kubitzki VEINLAND One source, multiple solutions Innovationen anstreben, Kundenwünsche umsetzen und Arbeitsplätze schaffen – das waren die Gründungsideen des geschäftsführenden Gesellschafters Dipl. Ing. Gerald Rynkowski, der im Jahr 2006 die Veinland GmbH aufbaute. Das mittelständische Unternehmen mit heute 22 Beschäftigten und 3 Azubis entwickelt Soft- und Hardware für Schiffselektronik, unter anderem DVI-Baugruppen zur Übertragung von digitalen Bildinformationen auf Schiffen oder Datenerfassungsmodule und Wandler, um digitale/analoge Informationen in die Ethernet-Welt zu übertragen. Auf der Softwareschiene wird derzeit die Integration von neuen Controllern in die hauseigene Plattform sowie die Erfassung von Schiffs- Systemdaten zur Weiterleitung an Land vorangetrieben. So können die Betriebsparameter schnell und ohne Umweg analysiert werden, was sowohl dem Umweltgedanken Rechnung trägt als auch tatsächlich zu einer Reduzierung der Betriebskosten beiträgt. Ebenfalls setzt sich VEINLAND aktuell stark mit dem Thema Performance – sowohl von Schiffen als auch ganzer Flotten – auseinander. Hier werden komplexe Software und speziell entwickelte Hardwaresysteme harmonisch abgestimmt und zusammengebracht – eine Herausforderung für die Entwickler, die die komplexen Zusammenhänge der Schiffsbetriebstechnik in entsprechende Softwaresysteme überführen. Da sich internationale Schutzreche als extrem kosten- und zeitintensive herausgestellt haben, setzt man bei VEINLAND umso mehr auf Innovation. Das bedeutet: Schneller sein, termingerechte Fertigstellung der Entwicklung, hohe Qualität, starke Kundenbindung, enge Entwicklungsbeziehung zum Kunden, eine sensible Veröffentlichungsstrategie im Internet und in Fachzeitschriften sowie das gezielte Ansprechen der jeweiligen Kunden. 2011 wurde die klassische Unternehmensstruktur zugunsten einer Projektstruktur aufgeweicht und flexibilisiert: Alle Personen und Tätigkeiten sind nach laufenden Projekten Über den Autor Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Blum ist Experte für Industrie- und Regionalökonomik. Er ist Mitglied in verschiedenen Wirtschaftsausschüssen und –vereinigungen tätig und hält neben dem Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung der Universität Halle-Wittenberg eine Exzellenzprofessur der Volksrepublik China inne. Über die Autorin Katharina Kubitzki ist studierte Wirtschaftswissenschaftlerin (Universitäten Erlangen-Nürnberg und Halle-Wittenberg) und auf die Bereiche Recruitment, Personalund Führungskräfteentwicklung spezialisiert. Daneben hat sie für mehrere hochrangige Wirtschaftsunternehmen im In- und Ausland gearbeitet. unterteilt. Das hat den Vorteil, dass die Projektführung nach dem Gewicht der Entwicklung (Hard- oder Software) und der speziellen Eignung der Person besetzt werden kann. Somit erhalten auch Jüngere Chancen und Möglichkeiten, ihre Ideen und Fähigkeiten einzubringen. Ein hohes Vertrauen sowie positive Kommunikation sind Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung dieser zeitgemäßen Struktur. 2014 wurden am Standort Seddiner See in den Neubau eines Sozialtraktes mit einer Grundfläche von 300 qm investiert. Dort werden nicht nur neue Umkleiden, Duschen und Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter entstehen, sondern auch ein Meetingraum, ein Präsentationsraum und eine Küche. Auch wird das Bestandsgebäude energetisch saniert, eine installierte Photovoltaikanlage soll den täglichen Strombedarf massiv senken. Denn VEINLAND steht zu seinem Standort und ist stolz darauf. Das Unternehmen wurde als zertifizierter Lieferant für zahlreiche namhafte Unternehmen (Bosch Rexroth, IMTECH, Konsberg u.v.m.) zugelassen. Darüber hinaus sind nahezu alle Produkte nach der IEC 60945 und 61162 etc. zertifiziert und dürfen so international auf Schiffen im Nav./Com. Bereich eingesetzt werden. Viele Lösungen, aus einer Hand – das ist VEINLAND. VEINLAND GmbH, Pappelallee 19, Seddiner See • Tel.: +49 33205 26 97 – 0 • www.veinland.net

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