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P.T. MAGAZIN 01/2015

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Darauf können Sie stolz

Darauf können Sie stolz sein! Niemand sollte sich der Zugehörigkeit zum Mittelstand schämen. Im Gegenteil! Es gibt Millionen Gründe, stolz zu sein, zum MITTELSTAND zu gehören. „Je mehr Verbote und Beschränkungen das Reich hat, desto mehr verarmt das Volk“. Laotse ( 4. - 3. Jh. v. Chr.), chinesischer Philosoph Gesellschaft 6 Auf dem Titelbild dieser Ausgabe streckt sich dem Leser eine Hand zum „High Five“ entgegen. Bei dieser Geste heben zwei Personen jeweils eine Hand, um sie in die erhobene Hand des Gegenübers zu schlagen – als Ausdruck tiefer gemeinsamer Zufriedenheit über einen Erfolg oder als Gratulation. „High“ bedeutet dabei die in die Luft erhobenen Arme. Und die Finger jeder Hand bilden die „five“. Wir vom P.T. Magazin wollen mit diesem Titelbild dem Mittelstand gratulieren. Denn: Was der Mittelstand in Deutschland geleistet hat, das ist weltweit einmalig! Und darauf sollten Sie stolz sein! Der unternehmerische Mittelstand ist der produktive Kern unserer Gesellschaft. Hier sind die Macher, die tatsächlich Werte schaffen. Hier werden moderne und innovative Arbeitsplätze erfunden. Hier werden junge Menschen für die Zukunft ausgebildet. Hier werden Steuern und Abgaben in Milliardenhöhe erarbeitet. Der Mittelstand sollte im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Im Ausland wird der „German Mittelstand“ geachtet. Dort wird seit Jahrzehnten versucht, dieses Erfolgsmodell zu kopieren. Edelstahl statt altem Eisen Dabei klingt der Begriff „Mittelstand“ in der Zeit von Silicon Valley und Wikipedia irgendwie abgestanden und altmodisch. Den gewöhnlichen Journalisten interessiert der DAX. Er rümpft die Nase: Mittelstand ist einfach „zu klein, um wirklich bedeutend zu sein“. Und häufig zu alt, um jung und innovativ genug denken können. Nichts könnte falscher sein. Denn Erfahrung braucht Zeit. „Für mich sind ältere Mitarbeiter Edelstähle und kein altes Eisen“ sagt daher Wolfgang Oehm. Der inzwischen 75jährige gründete die ONI-Wärmetrafo GmbH vor 31 Jahren. Heute beschäftigt er 346 Mitarbeiter und 36 Auszubildende und exportiert in 60 Länder. Im Jahr 2014 wurde ONI als „Premier“ beim Großen Preis des Mittelstandes ausgezeichnet. Oft fungiert der Mittelstand als „Durchlauferhitzer“ für den Fachkräftenachwuchs der Konzerne, weiß Prof. Ulrich Blum. Die besten Azubis werden von Konzernen mit Spitzenlöhnen abgeworben, die im Mittelstand nicht verdient werden können. Denn dort ist der Kapitalstock niedriger, die Lohnquote je Euro Umsatz ist höher, und die Absatzmasse mit der Konzerne spielen können, ist unerreichbar. Im Mittelstand herrscht die Einheit von Eigentum, Leitung, Haftung und Bildmaterial: Marcus Oertgen Montage: J. Schulz / OPS Netzwerk GmbH Risiko. Die Einheit von wirtschaftlicher Existenz und Führung sowie die verantwortliche Mitwirkung der Unternehmensführung an allen unternehmenspolitisch relevanten Entscheidungen sichert den Erfolg. Schillernde Managerfiguren à la Thomas Middelhoff findet man im Mittelstand nur selten. Auch deshalb denkt mancher beim Mittelstand eher an Mittelmaß und Durchschnitt. Denn geht ein Großunternehmen Pleite, dann „retten“ Kanzler oder Kanzlerin die Arbeitsplätze. Geht ein Mittelständler Pleite, kommt nur der Gerichtsvollzieher, sagte schon 1996 die damalige Regierungspräsidentin von Halle/S., Ingrid Häußler. Notfalls retten deutsche Steuergelder sogar US-Unternehmen wie Opel. Margarine auf Rezept Junge Leute wollen oft Künstler werden, Erfinder, Politiker, Manager. Aber wer will schon Mittelständler werden Dabei könnte nichts falscher sein als diese abwertende Sicht. Der German Mittelstand hat Deutschland in den letzten 150 Jahren zu einer Wirtschaftsmacht aufblühen lassen. Ohne ihn wäre das (west) deutsche Wirtschaftswunder nach dem 2. Weltkrieg gescheitert. Um den Mittelstand beneiden uns Amis und Engländer, Franzosen und Spanier, Skandinavier P.T. MAGAZIN 1/2015 P.T. MAGAZIN 1/2015 und Osteuropäer, Asiaten und Afrikaner. Nicht umsonst gibt es im Englischen keine Übersetzung für „Mittelstand“. Ebenso wenig wie für „Kindergarten“. Der Begriff hat als Lehnwort „mittelstand“ sogar in die spanische Sprache Eingang gefunden. Schauen wir ein wenig umher: Neuseeland war bis 1984 ein sozialistischer Wohlfahrtsstaat. Zum Schutz der heimischen Butterindustrie gab es Margarine nur auf Krankenschein! Am Wochenende war Arbeiten verboten, sogar in Restaurants. Zehn Jahre in Folge ging das Lebensniveau schnurstracks den Bach runter. Dann geschah das Wunder, das ZDF-Fernsehkorrespondent Günter Ederer eindringlich beschreibt: Neuseeland setzte auf Ludwig Erhard und den Mittelstand und gewann seine Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität tatsächlich zurück. Auch in Rot-China brach in den 80er Jahren Deng Xiaoping die verkrustete Staatswirtschaft auf. Plötzlich erhielten unternehmerische Persönlichkeiten die Chance, auf eigenes Risiko wirtschaftliche Probleme des Landes zu lösen. In nur 30 Jahren machten sie aus einem der rückständigsten Länder der Welt eines der dynamischsten Länder der Welt und retteten hunderte Millionen Menschen aus bitterer Armut und Hunger. 100 Stunden wöchentlich Gerade das Beispiel China zeigt, dass in jeder Bevölkerung unternehmerische Elemente vorhanden sind. Sogar nach Jahrzehnten sozialistischer Diktatur. Und gerade das Beispiel China zeigt auch, dass es Millionen von Menschen dann deutlich besser geht, wenn man die Tausenden Menschen unterstützt und motiviert, die bereit zum Risiko und zum Engagement sind. Menschen, die 60, 80, 100 Wochenstunden ohne Sicherheit für ihre Idee ackern. Die alles für diese Idee einsetzen und im Ernstfall auch eine Pleite überwinden können statt sich (oder andere) zu erschießen. Jedes rückständige Land kann aufblühen, wenn es unternehmerische Talente weckt. Und jedes moderne Land kann erstarren, wenn es diese Kräfte behindert und blockiert. Niemand sollte sich des Wortes „Mittelstand“ schämen. Im Gegenteil! Es gibt Millionen Gründe, stolz zu sein, zum MITTELSTAND zu gehören. Das sind die Pfeiler der Gesellschaft. Die Erfinder. Die Macher. Die Arbeitsplatzmaschinen. Die Staatsfinanzierer. Denn die wirklich Armen kann der Staat nicht besteuern, sondern muss sie ernähren. Und die wirklich Reichen können sich dem Staat immer entziehen. Nur der Mittelstand, der ist Lastesel und Milchkuh gleichermaßen. Und ganz nebenbei ist er mit seiner Beschäftigungswirkung, mit der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen, der Hüter des sozialen Friedens. Ab und an brüstet sich ein genervter Politiker in Talkshops bei Maybritt Illner oder Günther Jauch, dass er zwar selber keine Arbeitsplätze schaffen kann, aber die Rahmenbedingungen dafür setzt. Wenn es damit nur so gut bestellt wäre! Peymanns Praktikanten Deutschland hat leider jede Menge Arbeit, die wirtschaftlich gesehen unproduktiv ist, die von der Allgemeinheit bezahlt werden muss. Dazu gehören die subventionierten Arbeitsplätze im Berliner Ensemble. Nur mit Eintrittsgeldern ließen sich die teuren Produktionskosten nicht stemmen. Erinnern Sie sich an das Jahr 2007 Damals unterstützte Intendant Claus Peymann den ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar und bot ihm ein Praktikum als Bühnentechniker an. Fast wäre Peymann dafür gelyncht worden. So was schlägt er künftig nicht mehr vor. Das neue Mindestlohngesetz macht seine 25 Praktikantenplätze ab 1.1.2015 unfinanzierbar. Jede staatlich subventionierte Arbeit muss letztlich immer aus Steuern und Abgaben bezahlt werden. Der Staat muss sich dazu bei Dritten bedienen und erfand Einkommens- und Ertragssteuern, Verkehrssteuern und vielfältige andere Steuer- und Abgabenarten. Er sollte sich schon aus Egoismus vor Überbesteuerung hüten. Sonst könnten seine Steuerquellen versiegen. In den 50er Jahren hatte Walter Ulbricht in Ostdeutschland so lange übertrieben, bis ihm die Menschen in Scharen davonliefen. 1961 ließ er Erich Honecker die „Mauer“ bauen und sperrte sein Volk ein, bis sich 1989 eine friedliche Revolution Bahn brach. Doch auch im wiedervereinigten Deutschland steht nicht alles zum Besten. Wer nur dem Gezänk und Geplauder im „Hohen Haus“ in Berlin oder in den Fernsehstudios in München oder Hamburg folgt, erkennt nicht, dass die konkrete Situation bei weitem nicht so „mittelstandsfreundlich“ ist wie vermutet. Der Mittelstand ächzt. Überregulierung, globaler Wettbewerb, gesättigte Märkte fordern ihren Tribut. Als in den 20er Jahren in Amerika der Alkohol verboten wurde, weckte die verordnete Verknappung erst richtig die Begierden. Der Alkoholverbrauch stieg während der Prohibition von 530 auf 757 Millionen Liter. Italienische Bewunderung „Verbietet Tapeten!“ fordert daher nicht ganz ernst gemeint in seinem diesjährigen Weihnachtsrundbrief Ullrich Eitel, Geschäftsführer der Marburger Tapetenfabrik J. B. Schaefer GmbH & Co. KG. Er möchte den Tapetenabsatz ankurbeln. Schließlich steht die älteste Tapetenfabrik Deutschlands in hartem globalem Wettbewerb auch mit asiatischen Plagiaten. Weltweite Überkapazitäten verursachen Preisverfall und machen kostendeckendes Arbeiten immer schwerer. Nur mit enormer Kreativität und bemerkenswerten Innovationen können sich die deutschen Hersteller behaupten. Im Fall der Marburger Tapetenfabrik übrigens seit 1845. Nicht umsonst wurden „die Marburger“ 2009 als Preisträger und 2012 mit der Ehrenmedaille im Wettbewerb Großer Preis des Mittelstandes ausgezeichnet. Wegen solcher Firmen „wird Deutschland von den allermeisten Italienern nach wie vor eher bewundert als beneidet“, verriet der italienische Geox- Gründer Mario Polegator dem Manager- Magazin. Genau! Niemand sollte sich des Wortes Mittelstand schämen. Im Gegenteil! Es gibt Millionen Gründe, stolz zu sein, zum MITTELSTAND zu gehören. ■ Dr. Helfried Schmidt

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