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P.T. MAGAZIN 01/2015

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Die Mär von der

Die Mär von der (bösen) Sharing Economy Foto: © Uber Wirtschaft 48 P R E I S T R Ä GER Großer Preis des MITTELSTANDES 2013 D D Partner für maßgeschneiderte Komplexleistungen und individuelle Lösungsansätze. Unser tägliches Handeln ist geprägt durch einen hohen Qualitätsanspruch und eine nachhaltige, zukunftsorienterte Wirtschaftsweise. www.oppitz-dienstleistungen.de Ich habe mir in den vergangenen Wochen einige Male verwundert die Augen gerieben, als kluge Köpfe zum allumfassenden Bashing gegen die „Sharing Economy“ ausholten. Sascha Lobo sah uns auf Spiegel online „Auf dem Weg in die Dumpinghölle“, der Kapitalismuskritiker Byung-Chul Han beklagte sich in der Süddeutschen über das Teilen als „Totalkommerzialisierung des Lebens“, die Welt fuhr reihenweise Gewerkschafter und Verbraucherschützer gegen UBER auf und Spiegel-Westküstenkorrespondent Stefan Schultz sieht uns auf dem Weg in Nietzsches Welt der „UBERmenschen.“ „Endlich!“ ... bin ich geneigt zu sagen. Nicht dass ich das Bashing teile. Im Gegenteil. Ich halte es für weitgehend unsinnig. Aber endlich erkennen die bisherigen Eliten der Gesellschaft, auf welche Weise ihre aufgeteilten Pfründe durch die Digitalisierung bedroht sind. Das versuchen wir Zukunftsforscher ihnen ja schon seit über zehn Jahren zu erklären. Deshalb möchte ich gerne versuchen, die vielen Interpretationsvorschläge etwas gerade zu rücken. Ich möchte Ihnen zeigen warum es gar keine „Sharing Economy“ gibt, wohl aber eine rasante Machtverschiebung in der Wirtschaft. Eine „Sharing Economy“ gibt es nicht! Als vor einigen Jahren die deutschen Automobilkonzerne feststellten, dass junge Menschen in Berlin weniger Autos kauften sondern stattdessen gern Carsharing-Dienste nutzten, sprach sich die Mär von der angeblichen „Sharing Economy“ schnell herum. Die Wirklichkeit sieht wohl anders aus: Das grundlegende Missverständnis ist die Behauptung, dass Menschen in Berlin kein eigenes Auto mehr besitzen, weil sie plötzlich ganz öko und nachhaltig geworden wären. Das ist Unsinn. Der wirkliche Grund dafür ist ein Wertewandel im Freiheitsempfinden der Menschen. Kurz gesagt: In Berlin und den urbanen Metropolen erhöht es die individuellen Freiheitsgrade erheblich, kein Auto zu besitzen. Glauben Sie also bitte nicht, dass die Masse der Menschen plötzlich zu altruistischen Nachhaltigkeits-Fans des Teilens geworden wäre. Diese gibt es: Eine Minderheit im einstelligen Prozentbereich. Die Allermeisten teilen aber nur, weil es ihre Freiheit erhöht und Kosten spart. Was im Übrigen kein Grund zur Besorgnis ist, sondern durch und durch menschlich. Das Neue an der sogenannten „Sharing Economy“ ist also nicht das Teilen, sondern die Fähigkeit durch Datenanalyse die Produkte für jeden Kunden individuell und situativ passend zu machen. Ist die „Sharing Economy“ böse Die Machtfrage! Es waren die lizenzierten Taxifahrer und ihre Taxizentralen, die das Thema mit ihrem Protest gegen UBER vor die Gerichte und in die Medien gebracht haben. Das Hauptargument war, dass plötzlich unkontrolliert Amateure ohne Taxilizenz und ohne Standardpreise in den Markt dringen. Bitte halten Sie aber in Ihrem Zorn auf die angebliche „Dumpinghölle“ noch einen Moment inne. B B C C Unser Brauhaus steht für Die Oppitz-Catering GmbH achtet auf höchste Qualität und Bier, Genuss und Kultur in der abwechslungsreiche Vielfalt bei der Auswahl der Lebensmit- Sängerstadt. Unfiltrierte und tel. Wir beziehen frische Produkte bei qualitätsgeprüften hochqualitative Biere sind Lieferanten aus der Region. unser Markenzeichen. www.finsterwalder-brauhaus.de www.oppitz-catering.de P.T. MAGAZIN 1/2015 Denn es geht hier nicht nur um Taxis. Wir reden über die öffentliche Mobilität in den Städten. Und bei diesem Fokus ist es einen Gedanken wert, sich zu fragen, wer eigentlich nicht protestiert hat. Es waren nicht die Taxikunden, es waren nicht die Automobilhersteller, es war nicht der ÖPNV, nicht die Autovermieter, es waren auch nicht jene potenziellen Taxifahrer, die gern eine Taxilizenz hätten, aber im bisherigen System keine bekommen. Warum Nun, die erste Antwort ist einfach: Es protestieren jene, die bisher die Macht über das Geschäft haben und nun von einem neuen Konkurrenten angegriffen werden. Es erscheint nachvollziehbar, dass sie sich wehren und versuchen jene Regeln zu verteidigen, die ihnen ihre Macht über das Geschäft sichern. Doch auch diese naheliegende Antwort ist nur die halbe Wahrheit. Es fehlt ihr der Blick darauf, wie die Taxizentralen bislang mit der nun schon mehr als zehn Jahre dauernden Digitalisierung unserer Welt umgehen. Seien wir ehrlich: Gar nicht! Alle anderen Mobi- Die Angst vor neuem sitzt vor allem denen im Nacken, die das Alte beherrschen. litätsunternehmen experimentieren zumindest in Pilotprojekten mit ihrer Zukunft als digitaler Mobilitätsdienstleister, sei es bei„Daimler moovel“, bei „Sixt my Driver“ oder bei „Bahn flinkster“... nicht zu sprechen von den vielen Mitfahrer/Carsharing-StartUps von flinc bis Nachbarschaftsauto. All diese Unternehmen versuchen das Credo des modernen Innovationsmanagements zu beherzigen: Sie versuchen, ihr eigenes Geschäftsmodell anzugreifen. Und was tun die Taxis Sie laufen zu Gerichten und pochen auf ihre Lizenzen. Sie haben ihr Geschäftsmodell, das auf einem Kartell basiert, nie hinterfragt, geschweige denn angegriffen. Nun wird es von außen angegriffen, und der Jammer ist groß. Das Rulebreaker-Manifest besagt: „Wenn jemand anderes mein Geschäftsmodell angreift, dann wird dies radikaler und schädlicher sein, als wenn ich es selbst angreife.“ Genau das wird derzeit von UBER gut sichtbar demonstriert. Bild: hansdorsch / flickr.com / CC BY-SA 2.0 Wir brauchen Rulebreaker! Nicht das wir uns falsch verstehen: Dies ist eine normale Verteidigungsstrategie der alten Machthaber für Zeiten des technologischen Wandels. Auch wenn sie nicht langfristig erfolgreich sein wird. In meinen Keynotes erzähle ich gern die Geschichte von der Einführung des Automobils in UK. Damals hat die bedrohte Droschkenlobby tatsächlich im Parlament den sogenannten „Red Flag Act“ durchgesetzt: Jedem Auto musste ein Mann mit einer roten Flagge voranlaufen. Weil die Autos ansonsten angeblich zu gefährlich wären. In den Geschichtsbüchern ist nachzulesen, dass die Droschkenindustrie tatsächlich für ein paar Jahre ihre Macht sicherte. Etwa 13 Jahre dauerte es, bis die Allgemeinheit das Gesetz einfach ignorierte. Ähnliches passierte in Deutschland nach der Erfindung des Tonfilms. Wütende Proteste der Berufsmusiker (die bislang jeden Stummfilm im Kino live auf ihren Instrumenten begleitet hatten) behaupteten, der Tonfilm sei „geistiger Mord“ und „ruiniere die Existenzen der Musiker!“ Bitte vergleichen Sie dies einmal mit den Argumenten der Taxizentralen, Gewerkschaften und Verbraucherschützer von heute. Sie werden verblüffende Ähnlichkeiten feststellen. Sogar Lobos „Dumpinghölle“ ist da nicht weit. Doch seien wir ehrlich: Wie viele Stummfilme haben Sie in Ihrem Leben gesehen Und finden Sie das schlimm ➤ WIR MACHEN IHRE VISION LEBENDIG Markenkommunikation Klassische Werbung vom CD bis zum Produktmarketing. Film & Video Produktion Von der Idee bis zur Realisierung. Vom Dreh bis zur 3D Animation. Übersetzungen Markenbotschaften in allen Sprachen. Von Finnisch bis Kantonesisch. Print Design Von der Anzeigengestaltung bis zum Hochglanzdruck im Magazin. Online Services Vom Web-Auftritt bis zur Online-Werbung. Markenkommunikation Film & Video Produktion Übersetzungen Print Design Online Services Meavision Media GmbH Godesberger Allee 73 53175 Bonn www.meavision.de Kontaktieren Sie uns T (0228) 94 905 - 0 E info@meavision.de

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