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P.T. MAGAZIN 01/2015

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

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Foto: © Africa Studio/fotolia.com P.T. MAGAZIN 1/2015 Im November sprach sogar die Hochschule Pforzheim über böse Produzenten, die Konsumenten perfide abzocken: Angeblich würden sie Produkte absichtlich vorzeitig kaputt gehen lassen, damit die Kunden neue Produkte kaufen müssen. Wissenschaft und Literatur nennen das „geplante Obsoleszenz“. Mancher hält das für den geheimen Motor eines Wirtschaftssystems, in dem fast alle Konsumenten fast alles haben. Was sollen Hersteller da noch verkaufen können Sie müssen angeblich verdeckte Schwachstellen einbauen und vorzeitige Defekte provozieren, um den Nach-Verkauf ankurbeln. Google findet 90.000 Quellen zu diesem Thema. Liebe Leute! Wir leben in einer freien Gesellschaft. Hier wird niemand gezwungen, sich einen neuen Fernseher zu kaufen oder einen neuen Rasierapparat. Man kann sich dem Fernseher sogar ganz verweigern. Kein Mann muss sich rasieren. Auch keine Frau. Nur unfreie Gesellschaften zwingen ihre Bürger. Aber nicht zum Konsum, sondern zum Verzicht: Jeder vierte Deutsche kann sich noch gut an 20 Jahre Wartezeit auf einen Trabi und 65 Jahre Wartezeit auf eine Westreise erinnern. Frankreich hat „geplante Obsoleszenz“ sogar unter Strafe gestellt. Kein Wunder. Auf den Wogen des Volkszorns surfte François Hollande mit markigen Sprüchen wie „Ich mag die Reichen nicht!“ bis ins Präsidentenamt. Da wird struktureller Antisemitismus toleriert. Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn Hollande statt der Reichen eine andere Bevölkerungsgruppe diskriminiert: Politiker, oder Migranten, Behinderte, Lehrer, Analphabeten, Radfahrer, Katholiken, Juden … Leider boykottieren manche Medien die Argumente, die gegen die Thesen vom geplanten vorzeitigen Verschleiß sprechen. Dabei kam schon 1986 Jeremy Bulow in modelltheoretischen Analysen Feindbild Produzent zum Schluss: Obsoleszenz lohnt sich nur für Monopolisten. Wo Wettbewerb herrscht, macht er keinen Sinn. Das sagt auch der gesunde Menschenverstand: Wenn mein deutscher Blaupunkt-Fernseher vorzeitig ausfällt, bin ich sauer. Dann kaufe ich vielleicht einen Philips- Fernseher aus Holland, aber keinen Blaupunkt! Was sollte Blaupunkt davon haben, Kunden zu verärgern und zu verlieren Verschwörungstheoretiker haben „Beweise“ wie die angeblich unzerstörbaren, aber „von der Industrie verschwiegenen“ Nylonstümpfe. Tatsächlich Der Wiener Mathematiker Mario Sedlak fragt auf Telepolis: Warum produziert dann Greenpeace (oder eine ähnliche Organisation) heute nicht solche Strümpfe Die Antwort ist einfach: Weil der unzerstörbare Nylonstrumpf ein Mythos ist! Ebenso wie im 21. Jahrhundert die Mär vom bösen Produzenten, vor dem der gute Staat den überforderten Konsumenten schützen muss. Komisch, dass dieselben Verbraucherschützer nicht demonstrierten, als Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück mit einer aus Steuern finanzierten Abwrackprämie 1,7 Millionen fahrtüchtige Autos verschrotteten und als die mit Steuern finanzierten Energiewende-Gesetze hunderttausende Hausbesitzer zu Renovierungen und Verschuldungen zwangen, die sie sich oft gar nicht leisten konnten. Mittelständler sollten sich von medialen Meinungsmachern nicht verwirren lassen: Sie verfügen weder über die Zwangsinstrumente eines privaten noch über diejenigen eines staatlichen Monopols. Sie können den Markt nicht manipulieren. Sie sind die Guten. Dr. Helfried Schmidt SLF. DA BEWEGT SICH WAS. Kugellager und Rollenlager von 30 mm bis 1600 mm Außendurchmesser in verschiedenen Ausführungen Spindeleinheiten Bohr-, Fräs- und Drehspindeln Spindeln mit angeflanschtem bzw. integriertem Motor Spindeln für spezielle Einsatzgebiete NEU! Rekonditionierung von Wälzlagern Spindel- und Lagerungstechnik Fraureuth GmbH Fabrikgelände 5 08427 Fraureuth Tel.: +49 (0) 37 61 / 80 10 Fax: +49 (0) 37 61 / 80 11 50 E-Mail: slf@slf-fraureuth.de www.slf-fraureuth.de

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