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P.T. MAGAZIN 01/2014

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Von Silber zu Silizium

Von Silber zu Silizium Ein wirtschaftlicher Streifzug durch die Geschichte der Metropolregion Mitteldeutschland Spezial | Regional 60 Der Wirtschaftsraum zwischen Magdeburg, Erfurt und Dresden gehört zu den dynamischsten Wirtschaftsregionen Europas. Er ist – neben der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg – die einzige Metropolregion in Ostdeutschland und umfasst den wirtschaftlich kraftvollsten Teil der neuen Bundesländer. Die Wachstumsraten beim Bruttoinlandprodukt und der Arbeitsproduktivität liegen seit Jahren weit über dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Neben der starken Stellung traditioneller Industriezweige wie dem Fahrzeug- und Maschinenbau, der Chemie und Kunststoffverarbeitung profiliert sich Mitteldeutschland seit einigen Jahren zunehmend als ein wichtiger Standort für Hochtechnologie und den Bereich der Erneuerbaren Energien. Im internationalen Wettbewerb kann die Region mit einer ganzen Reihe von Vorteilen als wettbewerbsfähiger Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort punkten: • Zentrale Lage und Nähe zu den Wachstumsmärkten Mittel- und Osteuropas • Exzellente Einbindung in das europäische Verkehrswegenetz • Modernste Produktionsanlagen und Infrastruktur • Dichtes Netz an industrienahen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen • Großes Potenzial an hoch qualifizierten und motivierten Fachkräften • Flexiblere Arbeitszeiten und niedrige Lohnstückkosten Das alles kommt nicht von ungefähr. Denn was heute unter der Marke „Metropolregion Mitteldeutschland“ firmiert, gehört zu den ältesten Industrieregionen der Welt. Mit Wurzeln, die bis ins Mittelalter zurückgehen. Und Persönlichkeiten, die von hier aus die Welt veränderten. Die Wiege des wirtschaftlichen Aufschwungs steht im 12. Jahrhundert. Zwei prägende Ereignisse lassen sich dort verorten: Zum einen das Berggeschrey von Freiberg 1168, zum anderen die Entwicklung des Messestandorts Leipzig ab 1165. Bergbau und Handel, die Geburtshelfer des mitteldeutschen Wirtschaftsraums, ziehen sich bis heute wie ein roter Faden durch die Region. Berggeschrey Kleinere Erzfunde waren zwar schon seit der Besiedlung im 6.Jahrhundert bekannt, das „Erste Berggeschrey“ lösten aber die reichen Silberfunde im Jahr 1168 im Raum Freiberg aus. Der Silberreichtum zog daraufhin Bergleute, Händler und Köhler in das Gebiet. Im Laufe der Jahrhunderte dehnte sich der Bergbau bis in die Kammlagen des Erzgebirges aus. Dreihundert Jahre nach den Freiberger Silberfunden wurden ergiebige Silbererzvorkommen im heutigen Annaberg-Buchholz entdeckt. Diese zweite, „Große Bergeschrey“ führte zur reger Bergbautätigkeit – und zu einem Zuzug von Menschen aus anderen Regionen, der sich auf das ganze Erzgebirge ausdehnte. Schon Ende des 15. Jahrhunderts war es wesentlich dichter besiedelt als vorher. Diese dichte Besiedelung ist die Keimzelle für das aufblühende Gewerbe und die Ausprägung zahlreicher Handwerksbetriebe. Fast achthundert Jahre nach dem ersten Berggeschrey brach in den Nachkriegsjahren noch einmal Goldgräberstimmung im Erzgebirge aus: Die SDAG Wismut machte die DDR zwischen 1946 und 1990 zum weltweit viertgrößten Produzenten von Uran. Gefördert und aufbereitet wurde der elementare P.T. MAGAZIN 1/2014

„Was nützt es gut zu sein, wenn keiner es weiß!“ Caleg – 70 Jahre Erfahrung in Metall P.T. MAGAZIN 1/2014 Rohstoff der sowjetischen Atomindustrie in Sachsen und Thüringen. Auch in Sachsen-Anhalt hat der Bergbau Tradition: Die Anfänge des Stein- und Braunkohlenbergbaus sowie die bergmännische Gewinnung von Stein- und Kalisalz gehen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Heutzutage prägt vor allem der Braunkohletagebau die Montanregion Mitteldeutschland – und beschäftigt nicht nur mehrere tausend Bergleute, sondern auch viele weitere ansässige Unternehmen aus der Energiebranche. Der Bergbau hat ebenso weitreichende Spuren in Teilen des Wissenschaftsstandorts Mitteldeutschland hinterlassen. So zählt die Bergakademie Freiberg als „Ressourcenuniversität“ zu weltweit führenden Institutionen auf den Feldern Geo, Material, Energie und Umwelt. Marktgeschrei Der zweite wichtige Eckpfeiler liegt sich über Tage: Nach Verleihung des Stadtrechts und der Marktprivilegien um das Jahr 1165 entwickelte sich Leipzig bereits während der Deutschen Ostsiedlung zu einem wichtigen Handelszentrum. Leipzig lag an der Kreuzung der Via Regia (die vom Rheinland nach Osteuropa führte) und der Via Imperii (von Italien zur Ostsee) – ein strategisch günstiger Ort, vor allem für den Fernhandel. Ein Geleitschutzprivileg und nicht zuletzt das Reichsmesseprivileg (1497), das anderen Städten im Umkreis von 115 km verbot, ebenfalls Messen abzuhalten, begünstigen den Aufschwung Leipzig zu einem der bedeutendsten Handelsplätze Europas. So war zwischen 1950 und 1990 die Leipziger Messe ein wichtiges Zentrum für den Ost-West-Handel. Mit der Leipziger Buchmesse und der Auto Mobil International präsentieren sich heute zwei weitere ur-mitteldeutsche Branchen erfolgreich einem internationalen Publikum: Der Buchdruck und die Automobilbranche. Der Erfinder des modernen Buchdrucks, Johannes Gutenberg, ist zwar Mainzer, die Geschichte seiner Erfindung aber eng mit einer der bedeutendsten Personen Mitteldeutschlands verknüpft: Martin Luther. Ohne das in Leipzig ansässige Druckgewerbe hätten sich sowohl die Ablassbriefe als auch Luthers 95 Thesen, seine Streitschriften, seine Bibelübersetzung – kurz: die Reformation selbst – nicht so schnell ausbreiten können. Leipzigs Stellung als bürgerlich-kulturelles Zentrum in Sachsen, die Blütezeit der Messe als Marktplatz Europas und der enorme Aufschwung des Buchwesens im 18. Jahrhundert bedingten einander. Neben den Manufakturen und der Kaufmannschaft trugen Verleger und Buchhändler dazu bei, dass sich Leipzig zu einem hervorragenden Kulturzentrum entwickelte. Manchester in Mitteldeutschland Keine Industrielle Revolution ohne Mitteldeutschland, kein Werkzeugmaschinenbau ohne Chemnitz. Die Stadt bildete im 19. Jahrhundert das Zentrum der sächsischen Industrie und war das Musterbeispiel einer durch die Industrielle Revolution geprägten Fabrikstadt. Hier entwickelte sich vor allem der Maschinenbau. Zuerst für Dampf-, Spinn-, Web- und Wirkmaschinen, die mit Sachsens zahlreichen Textilbetrieben ein besonders günstiges Absatzgebiet gefunden hatten. Später legte Johann Zimmermann mit seinem Unternehmen den Grundstein für den deutschen Werkzeugmaschinenbau. Die Erfolge, die Zimmermann im Bau von Bohrmaschinen und Drehbänken nach englischem Vorbild errang, zog die Gründung zahlreicher weiterer Fabriken für Werkzeugmaschinenbau nach sich. Mit der Londoner Weltausstellung 1862 wurde der Ruf des Chemnitzer Maschinenbaus endgültig gefestigt, die englischen Werkzeugmaschinen wurden nunmehr zunehmend vom deutschen Markt verdrängt. Der Auf- und Ausbau nationaler Eisenbahnnetze tat sein übriges: Die erste deutsche Fernbahn verkehrte 1839 zwischen Dresden und Leipzig. Ein Jahr darauf rückte mit der ersten länderübergreifenden Fernbahn zwischen Magdeburg und Leipzig der mitteldeutsche Raum wirtschaftlich erneut (Foto: Davis Schrapel/pixelio.de) Mehr als 300 Mitarbeiter in 2 europäischen Produktionsstandorten freuen sich darauf, Ihre Wünsche in Produkte und Leistungen umzuwandeln. Was Sie von uns erwarten können: Engineering: • Bearbeitung und Unterstützung von der Idee über den Entwurf, die Projektierung, den Prototypen bis hin zur industriellen Serienreife • Proaktive und selbstständige Mitarbeit an Kostensenkungsthemen Blechbearbeitung: • Laser-, Stanz-, Biege- und Schweißtechnik in Stahl, Edelstahl und Aluminium auf hohem Niveau • Spanende Bearbeitung hochwertiger Baugruppen aus Edelstahl und Aluminum • Pulverbeschichtung für den Innenbereich bis zur Außenaufstellung • Oberfl ächenfi nish durch Eloxal bzw. Nanobeschichtung • Siebdruck Montage: • Komponenten und Baugruppen für den Maschinenbau, den Schienenfahrzeugbau, den Bereich der regenerativen Energien, der Tele kommunikation und der Aufzugsbranche sowie von Kühlgeräten für den industriellen Einsatz Steuerungsbau: • Von der einfachen Verdrahtung bis zur Komplettanlage incl. Prüfung nach Ihren Vorgaben und Dokumentationen Logistik: • Beschaffung, Lagerung, Lieferung „Just in Time“ Neugierig geworden? Vereinbaren Sie einen Termin mit unserem Vertriebsteam oder informieren Sie sich unter: www.caleg.de PREISTRÄGER Großer Preis des MITTELSTANDES caleg GmbH | Gahlener Weg 15 | D-03205 Calau Phone: (0049) 3541 840 | Fax: (0049) 3541 84167 Internet: www.caleg.de | E-Mail: info@caleg.de

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