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P.T. MAGAZIN 01/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

(Foto: Yaroslav

(Foto: Yaroslav B/www.sxc.hu) Gesellschaft dem Abkommen zwischen Deutschland und der Schweiz zur 10 Jahre rückwirkenden Inanspruchnahme deutscher Bankkunden in der Schweiz wird dieses Prinzip ausgehebelt. Niemand konnte sich auf dieses Gesetz einstellen oder es befolgen, etwa durch das Aufbewahren von Nachweisen, dass das in der Schweiz aufbewahrte Vermögen rechtmäßig erworben und versteuert wurde. Auch dieses Verfahren, ebenso wie der Ankauf von gestohlenen oder unterschlagenen Datenträgern durch Finanzbehörden weisen den Weg zu einer Amerikanisierung des Rechts. Der Zweck heiligt die Mittel und das Gerechtigkeitsgefühl der sogenannten öffentlichen Meinung bestimmt je nach Moderator der Talkshow, was gut und böse ist. Seit Amtsantritt von Bundeskanzlerin Angela Merkels stieg die Staatsverschuldung um 500 Milliarden Euro Die Beseitigung der Demokratie Wie bereits ausgeführt, ist der geplante 12 P.T. MAGAZIN 1/2012

.de Perfect Seat Collection CRASH TEST BESTANDEN! nach ECE-R 17 und 74/408/EWG ESM ein weiterer Höhepunkt in der Entmündigung der Parlamente. Demokratie besteht auf der Ebene der Wahl der Abgeordneten, die jedoch weder befähigt noch ausgestattet sind, die Gesetzesvorlagen der Ministerien sachgerecht zu beurteilen. Comedysendungen haben sich inzwischen darauf spezialisiert, stotternde und ahnungslose Abgeordnete nach ihrem Wissensstand zu fragen. Die meisten wussten nicht einmal um wie viel Milliarden es bei der Abstimmung zum EFSF ging. Ähnlich sah es aus, als zu Beginn der Finanzkrise der eine oder andere schlaue Moderator Minister fragte, ob sie z.B. erklären könnten, was Derivate oder Investmentbanker sind, ahnungslose Gesichter waren die Folge. Die Behörden, die z.B. Banken oder Versicherungen kontrollieren sollen, geben kein besseres Bild ab. Als man sich bei der staatlich übernommenen Pleitebank HRE um 55,5 Milliarden Euro verrechnet hatte, entschuldigte dies Finanzminister Schäuble damit, dass das Ministerium nicht die Fachaufsicht habe. Man verlasse sich auf die Bankiers und die Wirtschaftsprüfer. Das zeigt das Prinzip: „Gebt mir alle Macht, ich werde von ihr verantwortungslos Gebrauch machen.“ In den Länderparlamenten müssten die Abgeordneten eigentlich für qualifizierte Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften sorgen, ebenso, Justiz ist Ländersache, um geeignetes Personal bei den Insolvenzgerichten. Davon kann keine Rede sein. Ein Insolvenzantrag der Deutschen Bank würde nach geltendem Recht mit Ausnahme der Entscheidung über den Eröffnungsantrag und die Ernennung des Insolvenzverwalters fachlich durch Rechtspfleger bearbeitet werden, das heißt Juristen der untersten Ausbildungsstufe. Gut ausgebildete und ausgestattete Sonderstaatsanwaltschaften wie in New York für die Wall Street sucht man am Bankenstandort Frankfurt vergebens. Die Lage der USA zeigt zwar, dass Staatanwälte kein Allheilmittel sind, aber hierzulange weiß man nicht mal, ob es einen Maddoff überhaupt gibt. Schlussfolgerungen Die Finanzkrise und vor allem die Reaktion der Märkte zeigen seit 2007 die Schwächen im System der Nationalstaaten und erst recht der Europäischen Union gnadenlos auf. Die sogenannte „Alternativlosigkeit“ staatlichen Handelns führen zugleich in viele Sackgassen. Man zerstört zugleich das Vermögen der Bürger, die Demokratie und den Rechtsstaat und gewinnt nichts. So führt der gehebelte Rettungsschirm nicht zu mehr Vertrauen, im Gegenteil: Ein Finanzhaus, MF Global, das sich darauf verließ, die Eurostaaten würden sich nicht wie ein afrikanisches Entwicklungsland um die Rückzahlung von Staatsschulden drücken, sondern zu 100 % zurück zahlen, ging mit seinem Vertrauen in die Solidität der Europäer pleite, 39 Milliarden Dollar Schaden. Es gibt nur noch einen Weg: Mit Notmaßnahmen vorläufiger Art (Wiedereinführung aller Regulierungen, die sich nach dem 2. Weltkrieg bewährt hatten, privatvertragliche Sanierungskredite, die den Anleihemärkten entzogen sind etc.) Ruhe schaffen und danach die EU mit Volksabstimmungen völlig neu zu bilden, als Vereinigte Staaten von Europa mit demokratisch legitimierter Legislative, einheitlichen Gesetzen, einer rechtsstaatlichen Judikative und Exekutive, anerkannter Währung und einer unabhängigen Zentralbank. Keynes wäre dafür. Er verließ bei den Verhandlungen von Versailles die englische Delegation und bezeichnete die ruinösen Reparationszahlungen, die die Mehrheit Deutschland auferlegte, als karthagische Vernichtung. ■ Über den Autor ■ Dr. Volker Gallandi ist Rechtsanwalt für Wirtschaftsstrafrecht ■ Seit 1988 führt er seine eigene Kanzlei mit heutigem Sitz in Gorxheimertal bei Mannheim (Foto: Volker Gallandi) 1/2012 P.T. MAGAZIN 13 Ihr Einstieg in ein erfolgreiches Zusatzgeschäft! Das bequeme Ein- und Aussteigen in das Fahrzeug bei gleichzeitig höchstem Fahrkomfort. Das Thema für die „Golden-Age“ Generation 50 plus im Automobilbereich! Die Lösung: Die neue und weltweit einzigartige Paravan Perfect Seat Collection! Jetzt informieren unter: www.paravan.de Sieger der großen Mittelstandsinitiative Preisträger „Großer Preis des Mittelstandes“ 2011 PARAVAN® GmbH Paravan-Str. 5-10 72539 Pfronstetten-Aichelau FON +49 (0)7388 9995 91 www.paravan.de

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