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P.T. MAGAZIN 01/2011

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Kultur I lifestyle Der

Kultur I lifestyle Der weiße Neger Wumbaba „Das kleine Handbuch des Verhörens“ auf der CARICATURA in Kassel „Der weiße Neger Wumbaba“ – mit über einer Million verkauften Exemplaren ist „das kleine Handbuch des Verhörens“ ein Bestseller und eines der erfolgreichsten Bücher Axel Hackes, dem mittlerweile zwei Fortsetzungen folgten. Kaum einer versteht Lied-Texte richtig Die Idee zu einem „Handbuch des Verhörens“ kam Axel Hacke, nachdem er in seiner Kolumne „Das Beste aus meinem Leben“ im Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ etwas zum Thema geschrieben hatte und sich in der Folge vor Zusendungen Gleichgesinnter nicht mehr retten konnte. Er kam zu dem Schluss, dass kaum ein Mensch je einen Liedtext richtig verstehe und diese wohl überhaupt nur dazu da seien, „den Menschen Material zu liefern, damit ihre Phantasie wirken kann“. Aus Erzbischof wird Erdbeerschorsch, aus Czardasfürstin ein Scharlachwürstchen und aus den Prostituierten werden die Brusttätowierten. Der weiße Neger Wumbaba erhob sich aus dem Abendlied von Matthias Claudius: „Der Wald steht schwarz und schweiget, Und aus den Wiesen steiget Der weiße Nebel wunderbar.“ Altmeisterlich komisch Die Bildwelten zu Hackes Texten schafft der Berliner Maler Michael Sowa. Er gehört zu den herausragenden Malern im Genre der Komischen Kunst. Bekanntheit erlangte Sowa aber auch durch den Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (2001), in dem einige seiner Werke zu sehen waren. Sowas beliebteste Motive sind Tiere, vor allem Schweine. Eine fliegende „Autobahnsau" etwa oder Zugschweine, die sich auf Telegraphendrähten sammeln. Der Reiz seiner Bilder liegt in der Verbindung von altmeisterlicher Maltechnik und komischem Inhalt. In der Wumbaba-Trilogie kulminiert die Zusammenarbeit zwischen Axel Hacke und Michael Sowa, die bereits 1993 mit „Der kleine König Dezember“ begann. Es folgten „Hackes kleines Tierleben“ (1995) sowie „Ein Bär namens Sonntag“ (2001), ehe eben im Jahr 2004 Wumbaba das Licht der Welt erblickte. Insgesamt entstanden elf gemeinsame Bücher. Noch ein Millionen-Seller Ein weiterer gemeinsamer Erfolg war die Neuauflage von Hackes Buch „Der kleine Erziehungsberater“ im Jahr 2006. In diesem finden sich Texte aus seiner ersten gleichnamigen Kolumne in der „Süddeutschen Zeitung“ aus dem Jahr 1990. Das Buch wurde seither über eine Million Mal verkauft und stand zwei Jahre lang auf der SPIEGEL- Bestsellerliste. Die CARICATURA – Galerie für Komische Kunst präsentiert seit dem 13. November 2010 im KulturBahnhof Kassel das kongeniale Bild-Text- Gespann Michael Sowa und Axel Hacke mit der Ausstellung unter dem Erfolgstitel: „Der weiße Neger Wumbaba“. ■ 64 P.T. MAGAZIN 1/2011

(Fotos: CARICATURA) Ausstellung Ausstellung Dauer: Bis 23. Januar 2011 Öffnungszeiten: Do, Fr 14-20 Uhr und Sa, So, feiertags 12-20 Uhr. Ort: CARICATURA – Galerie für Komische Kunst im KulturBahnhof, Rainer-Dierichs-Platz 1, Kassel Öffentliche Führung: Jeden Sonntag um 15 Uhr Eintritt: 3 Euro Kontakt: Tel. 0561/776499, presse@caricatura.de, www.caricatura.de 1/2011 P.T. MAGAZIN 65

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