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Offizielles Magazin der Oskar-Patzelt-Stiftung. Speziallabor IHP Berlin: treibt personalisierte Medizin voran. Lieferkette „on“: Kollaboration und Transparenz entscheiden. Für Akademiker und Gründer: Gesundheitsvorsorge durch richtige Ernährung. System-Check: Personal- und Workforce-Management.

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04 E-Paper 7/2020 Quelle: IHP Modernste Technik: Speziallabor IHP Berlin treibt personalisierte Medizin voran Berlin - Wer am „Institut für Hämostaseologie und Pharmakologie MVZ GmbH“ (IHP) in Berlin-Steglitz erstmals vorbeischlendert, ahnt kaum, was sich hinter der grauen Waschbeton-Fassade des schlichten Baus verbirgt. Hier, im Berliner Südwesten, steht ein Technologiepark mit Laboreinrichtungen auf neuestem Stand. „Wie im wahren Leben kommt es auf die inneren Werte an“, sagt Dr. med. Frank-Peter Schmidt mit einem Lächeln auf den Lippen – der Facharzt für Laboratoriumsmedizin leitet das Speziallabor. „Wir sind ein hochspezialisiertes Labor für Blutgerinnung, Pharmakologie und Missbrauchsanalytik.“ Etwa 2500 Analysen bearbeitet das IHP am Tag. Sobald in der Arztpraxis eine Patientin oder ein Patient mit einer fraglichen Gerinnungsstörung eine Blutprobe abgibt, läuft ein Countdown. „Das Zeitfenster, in dem die entscheidenden Blutwerte zuverlässig analysiert werden können, beträgt maximal vier Stunden“, erklärt Dr. med. Frank-Peter Schmidt. Und die Uhr tickt unerbittlich. Viele Patienten reisen aufgrund der hochspezialisierten Diagnostik von weit außerhalb Berlins nur für die Blutabnahme an. „Auch wenn eine Blutprobe in der Spätsprechstunde abgenommen wird, muss die Analyse nach vier Stunden abgeschlossen sein“, betont der Mediziner. Deshalb arbeitet das IHP, das sich vor allem als regionaler Partner für Ärztinnen und Ärzte in Berlin und im Berliner Umland versteht, im Schichtsystem – und dreimal in der Woche bis 22 Uhr. Einen entscheidenden Faktor stellt dabei die Logistik dar: Deshalb ist das Kurier-System so getaktet, dass ein Fahrer bis zu fünfmal täglich die gleiche Arztpraxis anfährt, um Proben abzuholen. „Nur so können wir höchste Qualität unserer Analysen gewährleisten.“ Dr. med. Frank-Peter Schmidt geht zu seinem Schreibtisch und greift nach einem Bogen Papier. Ein schwarzer Punkt in einem rot markierten Bereich ist darauf deutlich zu erkennen. „Neben dem schriftlichen Befund in Textform liefern wir unseren einsendenden Ärzten zusätzlich grafische Darstellungen der Testergebnisse – diese Visualisierung hilft dem Patienten, die Werte besser einordnen zu können. Sprich: Der Patient sieht, wenn ein Wert aus der Reihe tanzt.“ Die grafische Darstellung der Testergebnisse verdeutlicht bestens die IHP-Philosophie: Sämtliche Labordienstleistungen werden immer aus der Perspektive des behandelnden Arztes „mitgedacht“. „Für uns steht eine Frage immer an oberster Stelle: Wie können wir unsere Einsender am besten unterstützen?“, sagt Dr. med. Frank-Peter Schmidt. Nicht selten ist ein klärendes Telefonat zwischen Arzt und IHP bei ungewöhnlichen oder komplexen Fällen ein entscheidender Wendepunkt für eine sichere Diagnose oder eine wirksame Therapie. Annett Jainz nickt bei diesen Worten zustimmend. Die Laborleiterin erlebt oft, dass Bewerberinnen und Bewerber beim ersten Rundgang durch das Speziallabor und beim Anblick der hochkomplexen Geräte große Augen bekommen: „Ihnen ist sofort klar, dass sie bei uns kein Fließbandjob erwartet, bei dem die Proben vorn in die Maschinen eingelegt werden und am Ende die Werte herauspurzeln.“ Das Arbeiten an den Analyseeinrichtungen ist im höchsten Maße anspruchsvoll. „Es braucht extrem viel chemisches und technisches Verständnis“, betont Annett Jainz. Deshalb beschäftigt das IHP Fachkräfte mit einem besonderen „Händchen“ für die empfindlichen Geräte, darunter mehrere wartungsintensive Massenspektrometer – jedes mit einem Wert im sechsstelligen Euro-Bereich. Übrigens: Das IHP-Gebäude wurde 2015 aufwändig kernsaniert, die anliegende Infrastruktur aufgerüstet. Starkstromanschlüsse, Klimatechnik und Druckluftleitungen – wie sie die modernen Arbeitsplätze in dem hochspezialisierten, akkreditierten Labor für Humanmedizin fordern – wurden installiert. E-Paper 7/2020

05 1 E-Paper 7/2020 Quelle: IHP 2 1 Ärztlicher Leiter Dr. med. Frank-Peter Schmidt 2 Laborleiterin Annett Jainz 3 Leiter der Toxikologie-Abteilung, Dr. rer. nat. Steffen Bauer „Wir tüfteln und experimentieren auch schon einmal bis tief in die Nacht, bis eine neue Analysemethode eingerichtet ist, ein neuer Parameter auch wirklich zuverlässig bestimmt werden kann“, erklärt Annett Jainz. „Mit nur etwa fünfzehn Beschäftigten aus unterschiedlichen Berufsgruppen bedeutet Teamarbeit, dass sich jeder auf den anderen und seine Spezialkenntnisse verlassen kann.“ Stichwort Spezialkenntnisse und Spezialwissen: Waren es in der Vergangenheit Hausarzt oder Apotheker, die den Patienten mit all seinen gesundheitlichen Problemen und Lebensgewohnheiten kannten, so werden heute gern mehrere Spezialisten gleichzeitig konsultiert. Diese behandeln parallel – ohne die Vorgehensweise des Kollegen zu kennen. Zudem werden Medikamente in wechselnden Apotheken gekauft oder online bestellt. „Das ist die Realität – darauf müssen wir uns einstellen“, meint Dr. med. Frank-Peter Schmidt. Für den behandelnden Arzt ist es oft unmöglich, alle Wechselwirkungen von Medikamenten untereinander, sowie mit Nahrungs- und Genussmitteln zu berücksichtigen. Und genau hier liegt eine weitere Stärke des IHP. „Die Bestimmung von Medikamentenspiegeln im Blut des Patienten kann zu einer deutlich besseren Therapieeinstellung führen“, betont der Facharzt für Laboratoriumsmedizin. „Weniger Nebenwirkungen bestärken den Patienten, seinen Medikamentenplan konsequent einzuhalten, um zum Beispiel im Fall von Immunsuppressiva nach Transplantationen eine Abstoßung des neuen Organs zu verhindern.“ Beim „Drug-Monitoring“ geht es dagegen um die Verlaufskontrolle einer Arzneimitteltherapie, klärt der Leiter der Toxikologie-Abteilung, Dr. rer. nat. Steffen Bauer, auf. Der Pharmakologe und Apotheker weist in diesem Zusammenhang 3 auf einen entscheidenden Punkt hin: Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf ein und dasselbe Medikament. Die Tablette, die dem einen schnell und effektiv hilft, will beim anderen trotz richtiger Diagnosestellung durch den behandelnden Haus- oder Facharzt einfach nicht anschlagen. Und genau da setzt das IHP an. „So kann eine genetisch bedingte Veränderung die Ursache für eine Störung oder den Misserfolg einer Pharmakotherapie sein – das finden wir heraus“, verdeutlicht Dr. rer. nat. Steffen Bauer. „Jeder Mensch hat außerdem einen individuellen‚ optimalen therapeutischen Bereich für die Dosierung eines Medikaments“. Oder anders formuliert: Kennt der Laborarzt die individuell passenden Konzentrationen von Wirkstoffen und deren Abbauprodukte im Blut, kann schädliches „Herumprobieren“ mit verschiedenen Substanzen und Dosierungen vermieden werden. „Eine Standard-Dosis kann bei Therapieversagen und überschießenden Nebenwirkungen tödliche Folgen haben“, erklärt der Pharmakologe. Individualisierte oder personalisierte Medizin ist also die Reise in die Zukunft, zu der das IHP längst aufgebrochen ist. Die Verfeinerung von humangenetischen Analyseverfahren erlaubt es, immer besser individuelle Vorgänge zu verstehen, die bei der Verstoffwechselung von Substanzen im Körper des Patienten eine Rolle spielen und entscheidend zum Erfolg einer medikamentösen Behandlung beitragen. Dr. med. Frank-Peter Schmidt, der sich während seiner Laufbahn immer für die Weiterbildung von Laborfachärzten und in wissenschaftlichen Fachgesellschaften engagiert hat, stellt klar, dass ein Labor mit neuen medizinischen Entwicklungen Schritt halten muss: „Die vielversprechenden Ansätze der personalisierten Medizin in Verbindung mit genetischen Analysen sind wichtige Themen für die zukünftige Entwicklung des IHP.“ Zudem würden im Bereich der Gerinnung immer weitere Faktoren entdeckt, für die Nachweisverfahren gefunden werden müssten. Bei der Bestimmung von Hormonprofilen arbeitet des IHP außerdem daran, das für Patienten und Arzt komfortable Verfahren der Speichelprobe zu etablieren. „In der Pharmakologie wird das IHP auch in Zukunft dazu beitragen, für neue Medikamente präzise Dosierungsempfehlungen zu erarbeiten.“ Ein Groß- oder Routinelabor kann viele dieser sehr speziellen Fragestellungen bei der Diagnostik nicht klären. Zum Beispiel, was wirklich die Ursache für eine Thromboseneigung ist. „Dafür ist eine Vielzahl von Parametern mit Spezialgeräten zu erheben, die im Normalbetrieb einfach nicht vorgehalten werden können“, meint Dr. med. Frank-Peter Schmidt. Die Kompetenz der IHP-Mediziner und Wissenschaftler versetzt das Speziallabor in die Lage, Ärztinnen und Ärzte über die bloßen Werte hinaus immer mit Befunden und Therapieempfehlungen zu unterstützen. „Und das zu medizinischen Themen, die so selten vorkommen, dass das Wissen über deren komplexe Zusammenhänge nicht vorausgesetzt werden kann. Wir sind die Spezialisten und teilen unser Wissen gern – immer zum Wohle der Patienten.“ ó Kurzporträt IHP Das IHP Institut für Hämostaseologie und Pharmakologie MVZ GmbH ist ein hochspezialisiertes Labor für Humanmedizin. In Berlin und Umland bietet es betreuenden Ärztinnen und Ärzten ein Analysespektrum für die Diagnostik und Therapie ihrer Patientinnen und Patienten zu Fragestellungen der Blutgerinnung, bei der Überwachung medikamentöser Therapien, bei fraglichem Drogen-Missbrauch sowie für die Analyse von Vitaminen, Intermediaten und Hormonen. Daten und Fakten IHP Institut für Hämostaseologie und Pharmakologie MVZ GmbH Siemensstraße 27 • 12247 Berlin-Steglitz Tel: +49 (0)30 560 408 70 Fax: +49 (0)30 560 408 749 info@ihp-labor.de Akkreditiert: nach DIN EN ISO 15189 Gegründet: 2016 • Beschäftigte: 15 Dr. med. Frank-Peter Schmidt Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer des IHP Geb. 1958 • Facharzt für Laboratoriumsmedizin Zusatzbezeichnung „Bluttransfusionswesen“

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