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E-Paper 10 Es passt

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Offizielles Magazin der Oskar-Patzelt-Stiftung. Weltneues Flächenheizmodul: ersetzt Energiefresser Heizpilz. Digital Insights: Mit Kundenzentrierung neu durchstarten Silodenken überwinden. Berberin: Pflanzenstoffe als Geschäftsidee: Berberin. Erfolgsfaktor: Intercultural User Interface Design.

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16 E-Paper 10/2020 Clevere Lagerkonzepte zur Steigerung der Prozesseffizienz in der Logistik Im Experteninterview mit Christoph Withake, Bereichsleiter von Gebrüder Schulte GmbH & Co. KG Im Jahr 2019 wurde der MULTIplus Fachboden mit dem German Design Award ausgezeichnet und ist nach wie vor ein Highlight unseres Produktportfolios. © Gebrüder Schulte GmbH & Co. KG Innovative Lagerlösungen sind für die Logistikbranche unerlässlich. Wie haben Sie es geschafft sich als verlässlicher und kompetenter Partner in diesem Bereich zu etablieren? Der Kunde und seine Anforderungen stehen seit Gründung unseres Unternehmens bei uns immer im Fokus. Ausschlaggebend dabei sind dabei ein umfassender Service und Produktprogramm sowie beste Qualität. Im Endeffekt bekommt der Kunde eine von uns clevere ausgearbeitete Lagerlösung von der ersten Beratung bis hin zur Montage - mit hochwertigen Produkten und exzellentem Service. Und das alles aus einer Hand. Wie können individuelle Lagerkonzepte dabei helfen Logistikprozesse effizienter zu gestalten? Bei der Gestaltung eines Lagers sollten erst einmal die Wünsche und Anforderungen des Kunden Berücksichtigung finden. Wir als Lagerspezialisten wissen welche Informationen benötigt werden, um die Auswahl der verfügbaren Systeme zu erleichtern und eine maximale Effizienzsteigerung zu erreichen. Grundlage hierzu ist eine Ist-Analyse und die Definition der angestrebten Ergebnisse. Häufig steht hierbei eine Maximierung der Lagerkapazität und Optimierung des Materialflusses im Vordergrund aber auch Themen wie Optimierung der Kommissionierung, Steigerung der Prozesssicherheit und Nachhaltigkeit (Beispiel: papierlose Kommissionierung) gehören dazu. Je nach Lagergut muss das passende System unter Berücksichtigung von Lauf- und Fahrwegen ausgewählt werden. In Kombination mit Flurförderfahrzeugen, Kommissioniersystemen und einer großen Auswahl an digitalen Hilfssystemen entstehen leistungsfähige Logistikprozesse und clevere Lagerkonzepte. Die Möglichkeiten sind so, wie die unterschiedlichen Anforderungen an den Materialfluss, vielfältig. Sie feiern kommendes Jahr 100-jähriges Firmenjubiläum. Ein beeindruckender Meilenstein! Welche Highlights aus Ihrer erfolgreichen Unternehmensgeschichte blieben dabei besonders in Erinnerung? In den letzten 100 Jahren hat sich unser Unternehmen immer wieder entwickelt – sowohl aufgrund von Wirtschaftskrisen als auch durch neue Marktanforderungen. Zu den Highlights in der Vergangenheit gehören u.a. die Gründung unseres Unternehmens im Jahre 1921 und der Start der Produktion von Gardinenstangen hin zu Marktrollern in den 1950er Jahren. Wegweisendes Highlight in den 1960er war der Start der Produktion von Haushaltsregalen und später in den 80ern folgend mit Industrieregalen. Die Einführung des MULTIplus Fachbodens im Jahre 2003 hat uns bis heute einen entscheidenden Marktvorteil gebracht. Denn der MULTIplus Fachboden ist der erste Fachboden auf dem Markt, welcher eine Tragkraft von 150 kg bei einer Kantenhöhe von nur 25 mm aufweist. Das bringt ergonomische Vorteile, aber besonders Kosten- und Platzeinsparungen mit sich. Zwischen Digitalisierung und Covid-19: Wann ist für mich als Unternehmer der richtige Zeitpunkt das Thema Lageroptimierung in Angriff zu nehmen? Gerade in schwierigen Zeiten ist eine Effizienzsteigerung notwendig, um mittelfristig seine Marktposition zu sichern und zu behaupten. Ob es dabei den einen richtigen Zeitpunkt gibt, kann ich nicht sagen, aber in der Regel hilft es, wenn das Tagesgeschäft etwas ruhiger läuft und dann die Modernisierungen durchzuführen. In der Realität sieht es jedoch oftmals anders aus, unerwartetes starkes Wachstum und das Erreichen von Kapazitätsgrenzen zwingen Unternehmen, reagieren zu müssen. Gerade dann ist es wichtig, sich auf Spezialisten der Intralogistik mit Erfahrung bei der Erstellung von cleveren Lagerkonzepten verlassen zu können. Der Fokus sollte nicht nur auf eine anspruchsvolle Analyse und Planung gelegt werden, sondern mindestens genauso wichtig ist es, auf eine professionelle Umsetzung und Realisierung zu achten mit dem Ziel die optimale funktionale und wirtschaftliche Lösung zu finden. Wie schätzen Sie im Hinblick auf vollautomatisierte Logistikzentren und der Industrie 4.0 die Zukunft der Logistikbranche ein? Die Digitalisierung ist gerade im Hinblick auf das Zeitalter 4.0 in jeder Munde und bietet viele Möglichkeiten. Vollautomatisierte Läger sind dabei eine Variante, haben jedoch auch ihre Grenzen gerade im Hinblick auf Skalierbarkeit und Flexibilität. Darüber hinaus sind die Investitionskosten im Vergleich zur konventionellen Lagertechnik sehr hoch und nicht für alle Unternehmen stemmbar. Teilautomatisierungen, clevere Lagerkonzepte und der Einsatz von digitalen Hilfsmitteln in Kombination mit klassischen Lagersystemen erleichtern die Arbeit der Menschen und können sehr effektiv die Prozesse verbessern. Hier sehe ich die größten Potentiale für die Zukunft. ó E-Paper 10/2020

17 E-Paper 10/2020 Wasserstoff in der Logistik: Jetzt noch Fördermittel beantragen für Flurförderzeug-Flotten mit Brennstoffzellenantrieb • Für mehr Brennstoffzellenantriebe im Handel, in der Industrie oder der Logistik • Antragsfrist bis 20. November 2020 • 5 Millionen Euro Gesamtfördervolumen • Ziel: Weitere Aktivierung des Marktes für Flurförderzeuge mit Brennstoffzellen • Förderquote liegt bei 40 Prozent der Investitionsmehrkosten Berlin, 28. Oktober 2020 – Der von der Bundesregierung am 18. September gestartete Förderaufruf für die Brennstoffzellentechnologie in der Intralogistik endet bereits in drei Wochen. Darauf weist das Branchennetzwerk Clean Intralogistics Net (CIN) hin. Unternehmen, die ihre Logistik-Flotte nachhaltiger und effektiver aufstellen wollen – etwa im Lebensmitteleinzel- oder großhandel, oder in Industrie- und Produktionsbetrieben. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stellt hierfür insgesamt 5 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung, für die Anträge bis zum 20. November 2020 eingereicht werden können. Anwender aus der Logistik-Branche erhalten durch die Teilnahme an dem Förderaufruf einen Investitionskostenzuschuss von 40 Prozent der Investitionsmehrkosten. Gefördert werden Flurförderzeug-Flotten mit Brennstoffzellenantrieb und Wasserstoff- Betankungsinfrastruktur ab einem Mindestbedarf von 3 Kilogramm Wasserstoff pro Betriebsstunde der Gesamtflotte oder ab einer Mindestanzahl von 10 Flurförderzeugen. Der Aufruf soll wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit gegenüber konventioneller Technologie verbessern und einen Anreiz für Investitionen in nachhaltigere und innovative Logistik-Lösungen schaffen. Ein Rechenbeispiel des CIN zeigt den Kostenvorteil, der sich für Unternehmen im Zuge des Förderaufrufes ergeben kann: Wer statt eines konventionellen Flurförderzeugs für 40.000 Euro ein wasserstoffbetriebenes Flurförderzeug im Wert von 75.000 Euro anschafft, kann für die Investitionsmehrkosten in Höhe von 35.000 Euro mit einer Förderquote von 40 Prozent bezuschusst werden. Der Antragsteller kann demnach mit 14.000 Euro Zuschuss pro Flurförderzeug rechnen. Über den aktuellen Förderaufruf Ziel des neuesten Förderaufrufes ist vor allem die weitere Aktivierung des Marktes für Flurförderzeuge mit Brennstoffzellen für Industrie und Handel sowie Flughäfen, beispielsweise in Gabelstaplern und Schleppern. Damit kann die emissionsfreie Technologie sowohl für besseren Umweltschutz als auch für erhöhte Produktivität bei den Unternehmen sorgen. Interessenten am aktuellen Förderaufruf können ihren Antrag bis spätestens 20. November 2020 stellen. Antragssteller ist der Anwender der Technologie. Für kleinere und mittelständische Unternehmen stellt das BMVI einen Bonus von 10 bis 20 Prozent in Aussicht. „Mit Blick auf die emissionsfreie Mobilität und Logistik spielen innovative Netzwerke wie das CIN für die gesamte Branche und für Deutschland als nachhaltigen Logistikstandort eine Schlüsselrolle. Durch die Zusammenarbeit mit weltweit führenden Konzernen im CIN können wir Wissen und Know-how bündeln. Damit kann die Technologie potentiellen Anwendern und Interessierten herstellerneutral vorgestellt werden. Deutschland darf hier nicht den Anschluss verpassen“, so Wolfgang Axthammer, Geschäftsführer und Programmleiter Spezielle Märkte bei der NOW GmbH und Initiator des CIN. Im CIN sind aktuell 13 Unternehmen als Partner organisiert, um die Marktaktivierung und Marktentwicklung der Brennstoffzelle im Segment Intralogistik voranzutreiben. Die Partner bilden die ganze Wertschöpfungskette ab, von Herstellern von Flurförderzeugen und Brennstoffzellen über Zulieferer von Komponenten und Gase-Lieferanten bis hin zu den Anwendern der Technologie. Grünes Gesamtpaket für zukunftsorientierte Unternehmen Der Brennstoffzelle kommt als effiziente Technologie der Zukunft vor allem in der Intralogistik eine große Bedeutung zu. In den USA sind bereits rund 30.000 brennstoffzellenbetriebene Flurförderzeuge mit Wasserstoff unterwegs, mit denen ganze Produktionsstätten bewirtschaftet werden. In Deutschland beschränkt sich deren Anzahl bisher auf unter 300 Flurförderzeuge. „Technologisch sind wir in Deutschland und Europa bereits gut im globalen Wettbewerb positioniert“, ist sich Axthammer dennoch sicher. Dies soll sich nun auch in den entsprechenden Stückzahlen auf dem Heimatmarkt widerspiegeln. Die damit einhergehende Reduzierung von Systemkosten erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und sichert nachhaltig Arbeitsplätze am Standort Deutschland. Die Vorteile der Brennstoffzelle gegenüber Batteriebetrieb liegen in der kürzeren Betankungszeit von nur 3 Minuten, der höheren Verfügbarkeit und dem Wegfall von kostspieligen Stromspitzen am Standort. Eine höhere Leistungsverfügbarkeit garantiert besonders energiefordernde Einsätze, etwa in Warenverteilzentren. Auch in Sachen Schadstoffrückstände, sicheres Handling und Platzbedarf am Einsatzort liegt die Brennstoffzelle deutlich vorn und stellt für zukunftsorientierte Unternehmen das attraktivste grüne Gesamtpaket dar. Über Clean Intralogistics Net (CIN) Clean Intralogistics Net wurde 2016 von 8 Unternehmern gegründet, um den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie in der Logistik nachhaltig zu forcieren. Initiator des Netzwerks ist die NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Im CIN sind heute 13 Partner, am Weltmarkt operierende Konzerne, organisiert. Assoziierter Partner ist der VDMA Fachverband Fördertechnik und Intralogistik. ó Mehr Informationen: www.cleanintralogistics.net © FuelCell_Carrefour©STILL

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