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E-Paper 04_2021 Der grosse Aufbruch

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Offizielles Magazin der Oskar-Patzelt-Stiftung.

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10 E-Paper 4/2021 Modernes Headhunting – Zwischen Battle for Talents und Softskills Bild: Marion Plocher von Plocher Executive Find, Bildquelle: Plocher Executive Find Die Voraussetzungen für die erfolgreiche Besetzung vakanter Stellen haben sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Nach einer wissenschaftlichen Arbeit der Universität Cambridge sind weibliche und männliche Gehirne von Natur aus unterschiedlich programmiert. Darin heißt es, dass Männer von Geburt an überdurchschnittlich gut systematisch denken und Frauen in höherem Maße empathisch und einfühlsam handeln. Diese Softskills werden heutzutage auch im Headhunting immer wichtiger. Einfühlsamkeit und Empathie – also eher weibliche Faktoren – werden heute von 70% der deutschen Manager in ihren Unternehmen vermisst, weil ein Großteil der Führungspositionen mit Männern besetzt ist. Neben der fachlichen Qualifikation ist also auch der sozialpsychologische Faktor nicht zu unterschätzen. Auch beim Headhunting entscheidet diese Komponente häufig über Erfolg und Misserfolg. Marion Plocher von Plocher Executive Find weiß beide Seiten der Medaille gekonnt miteinander zu verknüpfen. Im Experteninterview erfahren wir von ihr, was modernes Headhunting bedeutet und worauf aktuell bei der Besetzung vakanter Stellen zu achten ist. E-Paper 4/2021

11 Der Markt des Headhuntings ist hart umkämpft. Was macht für Sie modernes Headhunting aus? Marion Plocher: Modernes Headhunting bedeutet immer mehr den Menschen, ob Kandidat oder Kunde auf Augenhöhe zu begegnen. Die fachlichen Qualifikationen sind nicht immer das Maß aller Dinge, wenn es um modernes Headhunting geht. Die individuelle Betreuung der Kandidaten und Kunden muss immer das oberste Gebot sein. Es ist sehr wichtig, den „Stallgeruch der Unternehmen“ eingeatmet zu haben. Nur so können Visionen und Strategien der Unternehmen zu 100 % verstanden und mitgelebt werden. Hierbei ist die wertschätzende und ganzheitliche Betreuung der Kandidaten sehr wichtig. Feedback zu geben und zu bekommen, sowohl von Kunden als auch Kandidaten, hilft sich als Headhunter stetig weiterzuentwickeln. Schlussendlich ist es unabdingbar Megatrends zu erkennen und konstruktiv umzusetzen. Welche Skills müssen moderne Headhunter heute mitbringen? Marion Plocher: - Empathie - Resilienz - Emotionale Intelligenz - Fingerspitzengefühl - Bereitschaft die Extrameile zu gehen - Maximale Kundenorientierung, ohne den Fokus zu verlieren Diese Fähigkeiten erachten wir als besonders bedeutsam, denn im Rahmen des ganzheitlichen Prozesses der Personalbeschaffung prasseln viele Herausforderungen auf den Headhunter ein, die gekonnt gemeistert werden müssen. Diese genannten Skills vereinfachen die Umsetzung unseres umfangreichen, fachlichen Know-Hows. Art so gesucht sind wie unentdeckte Goldadern, muss man als Personalberater schon besonderes Know-how und eine individuelle Betreuung aller Beteiligten vorweisen, um erfolgreich arbeiten zu können. Und trotz des harten Wettbewerbs um die besten Mitarbeiter, haben wir bislang noch immer die Richtige oder den Richtigen für unsere Auftraggeber gefunden. Und auch für die Kandidaten haben wir immer einen attraktiven Arbeitsplatz mit besten Chancen finden können. Vermutlich liegt es an unserem sprichwörtlichen Kampfgeist und der außergewöhnlichen Motivation des gesamten Plocher Executive Find Teams. Daran, dass wir uns immer in die jeweilige Aufgabe hineinversetzen und uns als Partner von Kunden und Kandidaten sehen. Sie wurden kürzlich als TOP Consultant 2021 ausgezeichnet. Was bedeutet dieser Titel für Sie? Marion Plocher: Dieser Titel ist für uns ein Qualitätssiegel und eine Wertschätzung, die rein durch Kundenbefragungen verliehen wird. Wir wurden bereits zum zweiten Jahr in Folge mit diesem Award ausgezeichnet und sind sehr stolz darauf zu den besten Beratungen in Deutschland zu gehören. Wir sind immer authentisch, verbindlich und maximal flexibel, bieten unseren Kunden und Kandidaten also die besten Voraussetzungen, um das Ziel „100% Besetzungsquote“ sicher zu erreichen. Deshalb nennen wir uns nicht wie die anderen Marktteilnehmer „Executive Search“ sondern Plocher Executive Find. Denn das und nichts anderes ist es, wofür wir uns voll und ganz engagieren. Die Auszeichnung ist eine Bestätigung unserer konstanten Leistungen. Worauf kommt es jetzt in der Coronakrise ganz besonders an, wenn Unternehmen an die Besetzung wichtiger Positionen denken? Marion Plocher: Pandemiebedingt müssen die Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle anbieten, Anreize schaffen für Mitarbeiter im operativen Umfeld, sowie langfristige Perspektiven schaffen können. Das Thema Work-Life-Balance hat einen noch größeren Stellenwert eingenommen. Die Gesundheit der Mitarbeiter ist nach wie vor das höchste gut und muss auch in Zukunft im Fokus stehen. Was denken Sie: Was werden künftig die größten Herausforderungen im Headhunting? Marion Plocher: Das Thema „Battle for Talents“ wird immer weiter an Bedeutung gewinnen. Der Anspruch an Softskills wird immer weiterwachsen. Ebenso ist eine individuelle und Vor-Ort Betreuung entscheidend, denn nur so können wir die verlängerte Werkbank der Unternehmen darstellen. Es obliegt auch uns als Headhunter die Unternehmen dahingehend zu sensibilisieren, die Stellen im internationalen Kontext zu besetzen. ó Bild: Das Team von Plocher Executive Find, Bildquelle: Plocher Executive Find Sie haben eine beeindruckende Besetzungsquote. Was machen Sie anders als Ihre Mitbewerber? E-Paper 4/2021 Marion Plocher: Wir sehen uns als Boutique Beratung, die über die letzten 3,5 Jahre ihre Position am Markt ganz klar festgelegt hat und besonders durch Dynamik und Flexibilität punkten kann. Unsere USP ist „One Face to the Customer“ und die tiefe Branchenkenntnis. Hinzu kommt der weibliche Faktor, denn 70 % aller Manager vermissen genau diesen. In Zeiten, in denen Fachkräfte aller

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