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E-Paper 03_2021 Es gibt immer einen Weg!

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Offizielles Magazin der Oskar-Patzelt-Stiftung. 667 Unternehmen auf Juryliste 2021: Mittelstand setzt trotz Corona-Krise Meilensteine. Effizient & unerlässlich: Mit ERP-Systemen die Zukunft jetzt beginnen. Liquidität trotz Corona:Weltweit Payment-Dienstleistungen aus einer Hand. Unicorn: „Egal, wie weit man uns zurückdrängt, wir gehen voran.“

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08 E-Paper 3/2021 Interview mit Pavlos Tsulfaidis, CEO der SmartStore AG © SmartStore AG Pavlos Tsulfaidis ist CEO und Gründer der SmartStore AG. Seit 1999 managt er komplexe eCommerce- und Digitalisierungsprojekte über ihren gesamten Lebenszyklus. Welche Form von Vernetzung bieten Sie an und welche neuen Erkenntnisse ergeben sich dadurch für den E-Commerce? In der aktuellen Corona-Situation sind vor allem Lösungen für Händler und deren Partner notwendig, die die Qualität der Daten im Rahmen der Digitalisierung verbessern. Der Austausch von produktbezogenen Daten ist dabei keine Einbahnstraße, sondern erfolgt idealer Weise in enger Abstimmung zwischen den Beteiligten. Das Ziel von Händlern und Herstellern sollte sein, ihre Produktdatenflüsse langfristig und nachhaltig, effektiv und produktiv so miteinander zu vernetzen, dass beide Seiten die volle Kontrolle über ihre Daten und deren Verwendung haben. Das beinhaltet auch die Option, Datenqualitäten auf der Strecke zu verbessern und zu überwachen. Welcher Mehrwert entsteht durch Vernetzung für z.B. kleinere Unternehmen, wo es gelegentlich auch an finanziellen und personellen Ressourcen für Innovationen fehlt? Der Datenaustausch zwischen Herstellern, Partnern und Händlern eröffnet auch kleineren Unternehmen spannende Perspektiven. Das ist eine große Chance, auf einen immer komplexeren Absatzmarkt zu reagieren. So können KMUs ihren Kunden einen höheren Nutzen bieten, und so flexibel mit den Kundenanforderungen, den technischen Entwicklungen und nicht zuletzt mit der Konkurrenz mithalten. Wie reagieren Sie auf Kunden, die aus Kostengründen auf Plattformen wie SmartStore verzichten wollen? Ein wesentliches Element von Smartstore, der Shop Connector, ist Open Source und somit kostenlos. Somit haben Kunden eine sehr kostengünstige Möglichkeit, die Vorteile von Vernetzung zu evaluieren und auch später produktiv zu nutzen. Der Smartstore Shop Connector stellt ein sehr detailliertes und ausgeklügeltes Datendesign zur Verfügung, das individuell adaptiert werden kann. Dabei sind sowohl die Produktklassifikationen als auch die Attribute sowie die Attributwertdefinitionen einstellbar und lassen sich zudem flexibel erweitern. Was ist Ihrer Meinung nach den Unternehmen aus dem E-Commerce am wichtigsten, wenn Sie auf Shoplösungen wie Ihre zurückgreifen? Mit Smartstore und dem Shop Connector ist es kinderleicht, sich mit Partnern zu vernetzen, Produktinformationen auszutauschen und diese letztendlich den Händlern zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig verringern alle Beteiligten den Aufwand für ihre Datenpflege und behalten dabei dennoch die volle Datenkontrolle – für eine durchgängige Wertschöpfungskette und ein sicheres Wachstum im digitalen Zeitalter. Nach der Pandemielage werden viele Menschen verständlicherweise zurück in die analogen Verhältnisse – glauben Sie, dass sich diese Dynamik negativ auf das Standing des E-Commerce auswirken wird? Wir denken, dass im Zuge des Corona-Lockdowns noch mehr Menschen die Vorteile des digitalisierten Einkaufens kennen und schätzen gelernt haben. So konnten zahlreiche E-Commerce-Unternehmen ihre Umsätze verdoppeln. Diese neuen Einkaufsgewohnheiten werden bleiben. Das sieht man auch an zahlreichen neuen Geschäftsmodellen im B2C und B2B, die wir bei der SmartStore begleiten. Die Ansätze für das Restjahr sind weitaus optimistischer als noch zu Beginn des Jahres 2021. Und es ist noch nicht zu spät, die Weichen zu stellen. Gerade im Bereich B2B und Plattformen sind noch viele Möglichkeiten für innovative Unternehmer. ó info@smartstore.com www.smartstore.com E-Paper 3/2021

09 Unternehmensporträt Auto1 FT E-Paper 3/2021 Das innovative Fintech Auto1 FT wurde im Jahr 2017 gegründet und verfolgt mit seinem Geschäftsmodell ambitionierte Pläne. Unter Leitung des branchenerfahrenen Managing Directors Taimur Rashid möchte es sein Know-how aus der Gebrauchtwagenfinanzierung nutzen, um Fahrzeughändlern weltweit schnelle, flexible und individuell passende Finanzierungen & digitale Services für ihr laufendes Geschäft bereitzustellen. Der Ansatz: Automatisierte Bereitstellung bedarfsgerechter Finanzierungen für Fahrzeughändler Zwischen dem An- und Verkauf von Fahrzeugen vergeht stets eine gewisse Zeitspanne. Gebrauchtwagenhändler nutzen häufig Kredite, um diese zu überbrücken. Die Bereitstellung dieser Finanzmittel ist bei klassischen Bankenlösungen bisweilen jedoch ein zeitintensiver, bürokratischer und aufwendiger Prozess. Zudem werden Händlern zahlreiche Pflichten auferlegt. Auch werden sie häufig zum Abschluss von Rahmenverträgen verpflichtet. Auto1 FT ist angetreten, um diese Probleme zu beheben und der Branche flexible, schnelle und individuelle Möglichkeiten der Zwischenfinanzierung und dazu passende digitale Services anzubieten. Hierfür setzt das Fintech auf voll automatische digitale Abläufe, künstliche Intelligenz und bald sogar Blockchain-Technologie. Digitales Risikomanagement in Echtzeit Technologisches Herzstück des Auto1 FT-Geschäftsmodells ist das „My Fintech Portal“. Es handelt sich hierbei um eine Web-App, die Kreditnehmer (die Gebrauchtwagenhändler) und Kreditgeber (Auto1 FT) digital miteinander verbindet und die Prozesse der Finanzierung in hohem Maße automatisiert. Nach einem initialen Online-Anmeldevorgang können Händler innerhalb überraschend kurzer Zeit einen bedarfsgerechten, dynamischen Finanzierungsrahmen nutzen, um ihre Liquidität zu sichern und Finanzierungslücken zu schließen. Hierfür ist kein Rahmenvertrag erforderlich. Die Schnelligkeit der Prozesse erreicht Auto1 FT unter anderem durch digitales, analytisches Scoring. Dieses „Realtime- Risikomanagement“ realisiert das Fintech durch eine Partnerschaft mit der führenden Wirtschaftsauskunftei CRIFBÜRGEL. Das innovative Scoring-Modell ermöglicht es, Bewertungen und Finanzierungsangebote deutlich fairer und schneller bereitzustellen, als dies bei klassischen Finanzdienstleistungen möglich ist. Zudem stellt das „My Fintech Portal“ einen wichtigen Schritt in Richtung der Digitalisierung in der - bisweilen noch analog geprägten - Mobility-Branche dar. So müssen Autohändler lediglich ihre Fahrzeugrechnungen hochladen, der darauffolgenden Finanzierungsprozess läuft dann vollständig automatisiert ab. Zudem bietet die Web-Plattform eine vollständigen Echtzeit-Überblick auf die aktuelle Finanzierungslage des Händlers. Ausweitung des Geschäfts auf weitere internationale Zielgruppen geplant Aktuell bietet Auto1 FT seine Finanzierungslösungen bereits Gebrauchtwagenhändlern in mehreren europäischen Ländern an. Das erklärte Ziel ist es jedoch, die gesamte Mobility-Branche weltweit zu finanzieren. Über die B2B-Geschäftsbeziehungen möchte das Fintech darüber Fintech Auto1 FT unter Leitung des branchenerfahrenen Managing Directors Taimur Rashid. hinaus auch den B2C-Markt ansprechen. Es ist also ein B2B2C-Prozess geplant, über den dann auch Endkunden wie Freelancern oder Kleingewerbetreibenden risikogerechte Finanzierungen digital angeboten werden können. Bei der Branchenausrichtung zeigt sich Auto1 FT ebenfalls offen. So kann sich der Finanzierungsdienstleister etwa vorstellen, mit seinen schnellen, digitalen End-to-End-Prozessen weitere Nischen zu bedienen. Zielgruppen sind insbesondere Bereiche, die Banken nur ungern bedienen oder nicht bedienen können - beispielsweise die Baumaschinenbranche. ó

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