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Buch 25 Jahre Großer Preis des Mittelstandes

Großer Preis des Mittelstandes, 25 Jahre

2010 – 2014

2010 – 2014 20-jähriges Jubiläum Goldenen Ehrennadel an Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Kurt Biedenkopf. Wie auch alle anderen Ausgezeichneten wussten weder Kurt Biedenkopf noch seine Gattin Ingrid, dass er auf die Bühne geholt werden würde. Die Überraschung, zugleich Freude und auch Stolz, waren ihm anzusehen. 80 Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Schirmherr der ersten Preisverleihung 1995, erhält im Jahr 2012 die Goldene Ehrennadel der Oskar-Patzelt-Stiftung Bundesbank, insbesondere der Unabhängigkeit der Notenbanken von der Fiskal- und Haushaltspolitik verdient höchste Anerkennung. Geldwertstabilität sorgt dafür, dass die Marktwirtschaft besser funktioniert. Sie ist die Grundlage verlässlicher Kalkulationen und nachhaltiger Investitionen. Sie schützt die Geldvermögen der Sparer. Stabilitätspolitik ist Sozialpolitik im besten Sinne. Leider kommt diesen bewährten Grundsätzen in der mitunter aufgeregten öffentlichen Diskussion nicht immer der Stellenwert zu, den sie verdienen. Die Auszeichnung des Präsidenten der Deutschen Bundesbank setzte bewusst ein Zeichen in dieser Debatte: Als richtig erkannte und bewährte Prinzipien dürfen nie der Lösung politischer Tagesprobleme geopfert werden. Gerade aus der Perspektive des unternehmerischen Mittelstandes als Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist Prinzipienund Wertetreue in der aktuellen Zeit unverzichtbar. Biedenkopf wird geehrt Zur Regionalgala in Dresden waren Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg und Mitglied des Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung und Sven Morlok, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats Sachsen die Festredner. Höhepunkt war die Verleihung der Auch die Initiative „Großer Preis des Mittelstandes“ selbst wurde im Jahr 2012 ausgezeichnet. Sie erreichte die TOP 10 des nationalen Vorentscheids beim „Europäischen Unternehmensförderpreis“. Die EU-Kommission prämierte damit europaweit herausragende Leistungen von öffentlichen Institutionen und öffentlich-privaten Partnerschaften. Die Oskar-Patzelt-Stiftung nahm in der Hauptkategorie „Förderung des Unternehmergeistes“ teil. Headquarterstrategie gesucht Die Stiftung erhielt personelle Verstärkung. Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Blum wurde in den Wissenschaftlichen Beirat der Oskar-Patzelt-Stiftung aufgenommen. Ulrich Blum war 2004 bis 2011 Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle und leitet seit 2004 den Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung an der Universität Halle-Wittenberg. Im PT-Magazin und auf Stiftungstagungen forderte er eine „Headquarterstrategie für Mitteldeutschland“, um eine Wachstumsbarriere struktureller Art zu überwinden, die als Folge der sozialistischen Wirtschaftsform und der Art der Transformation zu einer Marktwirtschaft den Aufholprozess der neuen Bundesländer behindert. Das Projekt Headquarterlücke verfolgt das ambitionierte Ziel, der kleinteiligen, mittelständischen Wirtschaft eine Zentrale einzurichten, um ihr mehr Durchsetzungskraft und politisches Gewicht zu verleihen. Erfolg für Alle Als die erste Etappe des Wettbewerbes 2013, die Nominierungsphase, abgeschlossen wurde, stand es fest: Am 31. Januar 2013 waren 4.035 Nominierungen registriert worden - Rekord! Das Motto im Jahr 2013 ist ein typisch mittelständischer Wahlspruch: „Erfolg für Alle“. Ganz bewusst lehnt sich das Motto an den Ludwig-Erhard-Spruch „Wohlstand für alle“ an. „Für alle“ bedeutet: Tatsächlich alle. Nicht nur die Kapitaleigner und Banker und Politiker, nicht nur die abgehängten Prekarier, nicht nur die Wahlkampfadressaten. „Alle“ meint, dass man auch immer die im Blick haben muss, die gerade nicht im Fokus einer Auseinandersetzung stehen aber am Ende über Steuern und Abgaben bezahlen sollen. Landesregierungen mit dabei Wie bereits im Vorjahr, fanden auch die Galaveranstaltungen zur Preisverleihung 2013 in den Maritim-Hotels in Dresden, Düsseldorf, Würzburg und Berlin statt. Prominente Schirmherren aller demokratischen Parteien konnten wieder gewonnen werden: Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und sein Wirtschaftsminister Florian Rentsch, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts Dr. Reiner Haseloff und sein Minister für Wirtschaft und Wissenschaft, Hartmut Möllring, der Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Sachsens, Sven Morlok, der brandenburgische Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers, der Minister für Finanzen und Wirtschaft sowie Stellvertretender Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Dr. Nils Schmid, der saarländische Wirtschaftsminister Heiko Maas, der Minister für Wirt- Hermann Simon, der Hidden-Champions- Professor (o.l.), Eveline Lemke, stellvertretende Ministerpräsidentin aus Rheinland- Pfalz (o.r.), Sven Morlok, stellvertretender Ministerpräsident aus Sachsen (unten) 81

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