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Buch 25 Jahre Großer Preis des Mittelstandes

Großer Preis des Mittelstandes, 25 Jahre

2001 – 2004

2001 – 2004 Bundesweite Resonanz 36 Ein ganz besonderes „Überraschungs-Ei“ erwartete die Gäste zum zehnjährigen Jubiläum Am Tisch der Wirtschaftsminister sprach Emmerlich in Mainz Bauckhage an: „Sie sind ja Minister für Landwirtschaft, Weinbau, Wirtschaft und Verkehr. Das finde ich sparsam. Dafür braucht man woanders mindestens vier Minister.“ Und er setzte fort: „Wenn Sie Weinbauminister sind, dann haben Sie doch sicher einen Trinkspruch für unsere Gäste heute Abend mitgebracht?“ Bauckhage nahm den Ball auf und antwortete: „Nein, nein, ich bin doch kein Sprücheklopfer!“ Darauf Emmerlich: „Wie sind Sie denn da Minister geworden?“ – und beide hatten die Lacher im Publikum auf ihrer Seite. Nach Helmut Schmidt und Roman Herzog wurde 2004 Wolfgang Clement, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Schirmherr des Wettbewerbs auf Bundesebene: „Private Initiativen wie der „Große Preis des Mittelstandes“ ergänzen unsere Offensive ‚pro mittelstand‘. Die nominierten und ausgezeichneten Unternehmen zeigen beispielhaft, wie wichtig kleine und mittlere Unternehmen für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland sind. Deshalb habe ich die Schirmherrschaft über die 10. Oskar-Patzelt-Stiftungstage gerne übernommen.“ Regional verwurzelt Auch innerhalb der Wettbewerbsregionen, auf der Ebene der Bundesländer, nahm die Resonanz weiter zu. Die Ministerpräsidenten von Hessen, Roland Koch, Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Harald Ringstorff und Sachsen, Prof. Dr. Georg Milbradt sowie die Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz, Hans-Artur Bauckhage, dem Saarland, Dr. Hanspeter Georgi und Niedersachsen, Walter Hirche, übernahmen regionale Schirmherrschaften für die Arbeit während der 10. Oskar-Patzelt- Stiftungstage in ihren Ländern. Es war schließlich das erste – das zehnjährige – Jubiläum. Natürlich sind die Preisverleihungen Kern und jährlicher Höhepunkt der Aktivitäten der Oskar-Patzelt-Stiftung. Doch die Arbeit beschränkt sich keineswegs allein darauf. Ein wesentliches Ziel ist die Verknüpfung der Mittelständler untereinander. Netzwerkbildung heißt das seit ein paar Jahren. Auch auf diesem Gebiet hat die Stiftung einiges bewegt. Sie arbeitet mit vielen Vereinen, Verbänden und Institutionen zusammen. Alle sind aktiv. Viele Veranstaltungen laufen parallel, gründen sich auf die gleichen Ideen. Mit etwas gutem Willen kann man aus vielen Gelegenheiten, die sich nebenbei ergeben, immer etwas mehr gegenseitigen Nutzen herausholen. 2003 hatte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement die Initiative „Team- Arbeit für Deutschland“ ins Leben gerufen Denn ein Entwicklungsschub für Deutschland braucht viele Mitstreiter, eben TeamArbeit. Die Unternehmer, „die Belegschaften in den Betrieben, die Arbeitssuchenden, die jungen Leute, die das Erwerbsleben beginnen, und die Politik, die Zukunftsvorsorge zu betreiben hat – keiner kann auf Dauer ohne den anderen erfolgreich sein. Wir alle müssen uns gemeinsam ins Zeug legen, um voran zu kommen. Die Priorität steht uns klar vor Augen: Wir müssen mehr Menschen in Ausbildung und Beschäftigung bringen.“ sagte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck zu einer Veranstaltung der TeamArbeit in Eisenhüttenstadt. TeamArbeit mit dem BMWi Und an dieser mindestens monatlich in unterschiedlichen Städten Deutschlands stattfindenden Veranstaltungs- reihe sollte die Oskar-Patzelt-Stiftung als Kooperationspartner mitwirken, zusammen mit regionalen Akteuren von Kammern, Verbänden, Behörden, Kommunen, Unternehmen und Bürgern. Für vier dieser Veranstaltungen erklärte sich die Oskar-Patzelt-Stiftung bereit. Bereits als Wirtschaftsminister und später als Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen war Wolfgang Clement auch der Oskar-Patzelt-Stiftung aufgefallen. Ihm war stets klar, dass Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland am globalen Strukturwandel nicht vorbeikommen. Und er war einer der wenigen, die sich mit ganzer Kraft für die Durchsetzung einer Politik einsetzten, die nicht nur die jetzt lebenden Wähler begünstigt, sondern auch Verantwortung für deren Kinder und Kindeskinder wahrnimmt. Als Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit hat er seine Gestaltungsspielräume genutzt. Im Jahr 2004 wurde er als „Wirtschaftsförderer des Jahres“ im Rahmen des Wettbewerbs „Großer Preis des Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgezeichnet. Neue Kuratoriumsspitze Auch organisatorisch entwickelte sich die Oskar-Patzelt-Stiftung 2004 weiter. Bernd Schenke (Berlin) wurde Pressebeauftragter der Oskar-Patzelt- Stiftung. Die Unternehmerin Angelika Aschenbrenner aus Kirchhain (Hessen) wurde Vorsitzende des Stiftungskuratoriums und Prof. Dr. Margit Enke von der TU Bergakademie Freiberg (Sachsen) zweite Stellvertreterin neben dem langjährig tätigen Bodo Schwarz, Landesgeschäftsführer des BVMW Sachsen. Die „neue Spitze” im Kuratorium wurde nötig, da der langjährige Kuratoriumsvorsitzende, Konsul Helmut K. Holz, aus Altersgründen ausschied. Vor seiner Verabschiedung hatte sich Konsul Holz noch eine Überraschung einfallen lassen. Zum Bundesball in Berlin verlieh er gemeinsam mit Bodo Schwarz den Vorständen Petra Tröger und Helfried Schmidt auch einen „Großen Preis“ – ein Unikat, heimlich gefertigt von der Porzellanmanufaktur Freiberg, aus Porzellan mit einer edlen Kupferbeschichtung. Hingucker: Dem Zauber der Adagio-Akrobatik von LaMetta kann sich kein Zuschauer entziehen. 37

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