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P.T.MAGAZIN 03/2015

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

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Bild: © everythingpossible/fotolia.com Leadership – Quo vadis? Gesellschaft 16 Neuerdings wird der Mittelstand, die vielfältige Landschaft der KMU, von der Bundesregierung ermahnt, sich in den Megatrend von Industrie 4.0 einzuklinken, weil daran die Zukunftsfähigkeit gebunden sei. Die dringliche Aufforderung fokussiert das Versprechen, das in der Verkopplung von drei Teiltrends liegt: • der Individualisierung in Fertigung bis Service • der Hybridisierung von Produkten, also der Kopplung von Produktion und Dienstleistung, sowie • der Integration von Kunden, Lieferanten, Partnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozessen All dies dank Big Data, (teil-) autonomer Technologie (Programme, Roboter, Geräte) mit selbstständiger Entscheidungsmacht. Die vernetzte automatisch abgestimmte Kommunikation zwischen Maschinen sowie Mensch und Maschine gebiert ein Cyber-Physisches System, auch „Internet der Dinge“ genannt. Dies soll nicht nur die Fabrikation erobern, sondern alle gesellschaftlichen Bereiche, vom Wirtschaftssystem über Mobilität, Ökologie, Gesundheit, Wellness bis zu Smart Home und Quantified Self (etwa via Sensoren in der Kleidung). Der abgeschaffte Mensch Nicht nur das Thema Sicherheit von Betrieb und Daten wird in der Euphorie vernachlässigt. Auch der Faktor „Mensch“, hier in der Frage danach, wer Unternehmen 4.0 führt. Vage ist von Management 4.0 die Rede, das meist die Anpassung von Menschen an technische Vorlagen prononciert. Das ist konsequent, denn zunehmend beruhen Management-Entscheidungen auf Big Data und deren Auswertung durch Programme, so dass Entscheider mit Entscheidungen konfrontiert werden bzw. vertreten, deren Herleitung sie nicht mehr nachvollziehen, geschweige denn nachprüfen und zuweilen nur schwer einordnen können. Diese Entwicklungen provozieren Fragen: Graben sich Führungskräfte ihr eigenes Grab? Schaffen Unternehmen menschliche Führung ab? Degenerieren Führungspersonen zu Marionetten von Entscheidungen, die Systeme künstlicher Intelligenz fabriziert haben? Der erste Versuch, personale Führung überflüssig zu machen, kann dem ab der Jahrtausendwende protegierten Konzept postheroischen Führens zuerkannt werden. Vereinfacht gesagt, verlagert es den Blick weg von der Führungskraft hin auf die Beziehungen, in denen sie agiert, also fort von Person und Taten und hin zu interaktiver und sozialer Dynamik. Das klappte nicht so recht. Doch mit der rasanten Digitalisierung und Datengetriebenheit der Unternehmens- und Menschenführung könnte sich eine Chance ergeben, Führungskräfte abzuschaffen und gleichzeitig Führungsfunktion(en) beizubehalten. Ohne Führung keine Orientierung Führung wird weiterhin gebraucht, ob in Netzwerken oder in Hierarchien. Nur übernehmen Führungsfunktionen nun Programme, IT-Prozeduren, kognitive, selbstlernende Systeme, von Algorithmen und Daten getragene Kommunikation zwischen Maschinen, Mensch und Maschine, Maschine/Mensch und Produkt. Sie sind es, die menschliches Verhalten steuern und in naher Zukunft auch Manager in ausführende Organe maschinell berechneter Entscheidungen verwandeln. Führungskräfte am technischen Tropf – ist das die Zukunft von Führung? Wird menschliches Führen durch Verfahren ersetzt? Organisationen aller Art bedürfen Führung als Funktion, um koordiniertes und synchronisiertes Handeln zu ermöglichen und Ziele zu erreichen. Inwiefern dafür Menschen nötig bleiben, ist noch nicht ausgemacht. Allerdings gibt es Tendenzen. Neben der Delegation von Führungsfunktionen an IT treten Studien aus der (Akzeptanz-) Forschung um die Schnittstelle Mensch/ Maschine in sozialer und emotionaler Hinsicht: Nicht nur, dass Roboter und Programme menschenähnlicher werden und etwa einzelne Emotionen erkennen und ausdrücken können. Erste Experimente zeigen zudem, dass Menschen maschinellen Anweisungen lieber folgen als von Menschen geäußerten, weil sie jene als einfühlsamer, freundlicher und fairer empfinden. Führungskräfte konkurrieren mit Maschinen auf „zwischenmenschlichem“ Terrain! Quelle: Fraunhofer IAO/BITKOM P.T. MAGAZIN 3/2015

Über die Autorin Dr. Regina Mahlmann, promovierte Soziologin und Philosophin, arbeitet als Coach und Referentin in und für Unternehmen – als Sparringpartnerin für das Topmanagement und als Impulsgeberin und Begleiterin von Gruppen, insbesondere in veränderungsreichen und daher spannungsreichen Phasen eines Unternehmens. Weitere Information unter www.dr-mahlmann.de Momentan befinden wir uns im Übergang. Führungskräfte sollten Entwicklungen zu ihrer Ersetzbarkeit aufmerksam verfolgen. Sie sollten begründen können, warum sie unentbehrlich sind. Der Legitimationsdruck wächst. Zum einen, weil sich Millennials zunehmend zu technisch vermittelten Beziehungsangeboten emotional hingezogen fühlen. Zum anderen, weil Künstliche Intelligenz im weitesten Sinne Daten generiert, auswertet, Entscheidungen trifft und ausführt, etwa im Bereich CRM, Marketing, Business Development, Personalauswahl und -(be-)förderung. Die Verlagerung von Schwerpunkten in der Führungspraxis ist unvermeidlich – und sie ist weniger revolutionär, als es scheint. Das Ermutigende: Führende haben sich bereits auf den Weg gemacht. Es kommt darauf an, diesen Weg weiter zu beschreiten. Zwei Kernbereiche sollten sie im Blick haben: Komponenten innerhalb des cyber-physikalischen Systems und psychologische Aspekte im Verhalten. fordert und fördert, reflektiert um verantwortungsbewusst die Verschiedenheit im Geist des gemeinsamen Ziels im Arbeitsalltag produktiv zu machen. Zwei Komponenten in der personalen Führung gewinnen an Stellenwert: die perspektivisch-strategische und die sozialpsychologische. Beide dienen der Zukunftssicherung des Unternehmens und können bis dato ausschließlich von Menschen realisiert werden. Die Personalabteilung ist daher aufgerufen, auf sie das Hauptaugenmerk zu richten und in sämtliche Facetten von Weiterbildung, Beratung, Coaching, Training und andere Maßnahmen des Forderns und Förderns zu integrieren. Noch braucht Leadership Menschen. Sorgen Sie dafür, dass dies so bleibt! KMU haben hier einen Vorsprung – eben weil sie noch nicht durchdigitalisiert sind. ó Regina Mahlmann P.T. MAGAZIN 3/2015 Können Maschinen Visionen entwickeln? Das Ziel, menschliches Führen als Notwendigkeit in Unternehmen zu begründen, orientiert sich an Führungsfunktionen, die sowohl (noch) nötig sind als auch (noch) nicht maschinell realisiert werden. Einige Beispiele im Rahmen unternehmerischer Führung: Vision/ Zukunftsperspektive entwickeln, Mission formulieren, Strategie(n) definieren; ferner das Überwachen der Regeln, nach denen autonome Systeme Entscheidungen treffen sowie die Deutung von Daten, deren Auswahl, Bewertung und Schlussfolgerung sowie das Einbetten all dessen in größere Zusammenhänge. Ebenso können Beispiele im Bereich sozialer Führung genannt werden: eine empathische und gegenüber kultureller Diversität leistbare offene Zusammenarbeit, die alle Beteiligten Innovation, Hochwertigkeit und kundenorientierte Lösungen Das Ineinanderfließen dieser Komponenten gewährleistet den Wert unserer Produkte und Leistungen. Diese beginnen mit Detaillösungen, gehen über in Planung und Ausgestaltung kompletter Objekte im Bereich Hotel-, Gastronomie- und Objekteinrichtungen sowie im Innenausbau von hochwertigen Reisemobilen. Sie haben die Wahl, bestimmen den Umfang und wir realisieren Ihre Wünsche - innovativ, hochwertig und absolut bedarfsgerecht. Klaus Hünerkopf Neukirchen Weinbergstrasse 10, D-34626 Neukirchen (Schwalm-Eder-Kreis) Tel.: +49 (0) 66 94-96 06 0 • Fax: +49 (0) 66 94-96 06 66 E-Mail: info@huenerkopf.com • www.huenerkopf.com

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