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PT-Magazin_5_2016

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Innovative

Innovative Gipfelstürmer © AUROCO Wirtschaft PT-MAGAZIN 5/2016 52 Das Münchner Startup AUROCO hat die weltweit erste elektronische Seilsicherung für Kletterer entwickelt. Nachdem sich das vollautomatische Sicherungsgerät «EPIC» bereits im Industrieklettern bewährt hat, will AUROCO das System in diesem Jahr auch für Kletterhallen anbieten. Klettern erfreut sich in Deutschland einer stetig wachsenden Beliebtheit. Bereits eine halbe Million Sportler zieht es hierzulande regelmäßig in die Berge und in die heimischen Kletterhallen. Dank Hochseilgärten und Erlebniswelten entdecken auch immer mehr Familien Spaß an der Höhe. Klettern bietet dabei Nervenkitzel und einen perfekten Ausgleich zum Büroalltag. Parallel zu diesem boomenden Markt steigt auch das Sicherheitsempfinden. AUROCO hat mit EPIC (Electronic Partner for Individual Climbing) ein Produkt entwickelt, das mit einem einzigartigen vollautomatischen Sicherungssystem risikofreies Soloklettern ermöglicht. „Unser Ziel war es, ein Gerät zu entwickeln, das Kletterer vor tödlichen Unfällen durch Abstürze bewahrt“, erklärt Jan Lohse, einer der beiden Geschäftsführer von AUROCO. Zusammen mit seinem Partner Florian Widmesser hat er EPIC in Eigenregie zur Marktreife gebracht. Und so funktioniert das System Das Sicherungsgerät ist leicht tragbar und läuft akkubetrieben. Im stationären Betrieb wird die backsteingroße Box entweder mit Schrauben oder Klickverschlüssen fixiert. Für den mobilen Einsatz im Gelände kann das System per Gurt quasi überall montiert werden. Im Inneren von EPIC befindet sich eine seilführende Rolle und ein Motor, der das Seil nachzieht. Auf die spannende Frage, wie das Gerät einen Absturz erkennt, antwortet Lohse: „Über eine Elektronik wird die Drehung der Rolle überwacht. Das System erkennt einen Sturz an einer zu hohen Drehzahl.“ Der Bremsvorgang selbst erfolgt elektromechanisch. Ein zusätzlicher Sensor am Handgelenk erhöht die Sicherheit. „Wird ein Sturz registriert erhält die Basis vom Sensor ein Signal und die Seilbremse greift nach spätestens einem Meter“, so Lohse weiter. Sollte die Technik versagen, ist bei EPIC ein Backup integriert. Dabei wird bei einem Sturz die Bremse durch eine Fliehkraftkupplung aktiviert. Dieses doppelt redundante Bremssystem von AUROCO ist weltweit einmalig. EPIC Vom Strommast in die Kletterhalle „Am Anfang hatten wir nur die Idee und waren überzeugt, dass es funktioniert“, so Lohse. Es folgte monatelange Entwicklungsarbeit und endlose Testläufe. Die Belohnung der aufwändigen Prüfungen war die DEKRA-Zertifizierung. Das patentierte Bremssystem ist eine zusätzliche Hürde für Nachahmer. Der wirtschaftliche Erfolg kam mit der ersten Serie von 100 Exemplaren. Mit diesen wurde im industriellen Umfeld einen Umsatz von 271.000 Euro erzielt. Die mehr als 300.000 Strommasten in Deutschland bedeuten ein Absatzpotenzial von mehreren 10.000 Stück. Einen ähnlich großen Markt gibt es im Sportbereich. Um diese Nachfrage bedienen zu können, wird langfristig die Produktion ausgebaut. ó © AUROCO www.kfmag.de Düsseldorf Hamburg Berlin Alternative Finanzierungs- und attraktive Anlagemöglichkeit! www.dma-fonds.de www.dma-fonds.de

EU-Marken, also Marken, die bei erfolgreicher Eintragung in der gesamten Europäischen Union wirken, sind überaus populär. Mit einer verhältnismäßig kostengünstigen Anmeldung kann hierdurch auf einfache Weise Schutz in allen (derzeit) 28 Mitgliedstaaten erzielt werden. Änderungen der Markenverordnung Die Ende März in Kraft getretene Markenverordnung (EU) 2015/2424 brachte u. a. verschiedenste Namensänderungen mit sich. Beispielsweise wurde die Bezeichnung „Gemeinschaftsmarke“ in „Unionsmarke“ geändert und das ehemalige „Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM)“ in „Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO)“ (Engl. „European Union Intellectual Property Office“) umbenannt. Unmittelbar spürbar ist auch die Änderung, dass standardmäßig nun nur noch eine (anstatt früher drei) Warenoder Dienstleistungsklassen bei einer Anmeldung erfasst sind. Die Grundgebühr wurde zwar leicht herabgesetzt, jedoch findet durch die Anpassung ab einer Anmeldung von mehr als zwei Klassen eine gewisse Gebührenerhöhung statt. Im Gegenzug wurden Amtsgebühren für einzelne Verfahren (z. B. Löschungs- und Widerspruchsverfahren) sowie für die Verlängerung bestehender Marken reduziert. EU-Marken: Alle wichtigen Änderungen auf einen Blick Möglicher Handlungsbedarf Falls nicht bereits geschehen, sollten Inhaber von EU-Marken, die eine komplette Überschrift einer Waren- oder Dienstleistungsklasse benutzen und vor dem 22.06.2012 angemeldet wurden, diese näher überprüfen. Noch bis zum 24.09.2016 kann hier eine Präzisierung dahingehend stattfinden, dass weitere Unterbegriffe aus der jeweiligen Klasse benannt werden. Wird hierauf verzichtet, so erfasst die Marke nur die explizit benannten Waren oder Dienstleistungen. Patentanwälte oder spezialisierte Rechtsanwälte können Ihnen hier bei der Prüfung bestehender Verzeichnisse behilflich sein. Aufgrund des sog. Benutzungszwangs kann sich bei Marken, die älter als fünf Jahre sind, stets eine Überprüfung lohnen, ob diese für sämtliche beanspruchten Waren und/oder Dienstleistungen auch ernsthaft benutzt werden. Rechtsanwalt Dr. Florian Lichtnecker (Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz) von der Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Lichtnecker macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass anderenfalls kostenpflichtige Löschungsverfahren drohen, denen jedoch durch eine rechtzeitige Anpassung des Verzeichnisses begegnet werden kann. Alle Änderungen auf einen Blick 1) „Unionsmarke“ (statt bisher: „Gemeinschaftsmarke“) 2) „Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO)“ (statt bisher: „Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM)“) 3) „Unionsmarkengericht“ (statt bisher: „Gemeinschaftsmarkengericht“) 4) Grundgebühr für Anmeldung umfasst nur noch eine Waren- oder Dienstleistungsklasse (anstatt früher drei Klassen) 5) Gebührensteigerung bei Anmeldung in mehr als zwei Klassen 6) Reduzierte Gebühren u. a. für Markenverlängerung 7) Größere Flexibilität bei den Markenformen 8) Übergangsfrist bis 24.09.2016 um bei „EU-Marken“ mit Anmeldedatum vor dem 22.06.2012 ggf. eine Präzisierung des Waren- und Dienstleistungsverzeichnisses vorzunehmen 9) Einführung sog. Gewährleistungsmarken ó Wirtschaft PT-MAGAZIN 5/2016 53

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