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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Gesellschaft

Gesellschaft PT-MAGAZIN 4/2016 © Katarzyna Bialasiewicz photographee.eu / Fotolia 6 Nur das Beste für die Menschen Ahmet Pekkip lernte als Kaufmann schon in frühen Jahren, dass es auf die richtige Beobachtung und Marktlücke, die Finanzzahlen und auf das richtige Netzwerk ankommt. Dank seines unternehmerischen Gespürs und seines Muts für gezielte Risikoinvestitionen baute er in den letzten Jahrzehnten die PEKKIP Holding GmbH mit Rhein-Jura-Klinik, Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad, PEKKIP Oncology Alliance AG und PEKKIP Congress GmbH auf. Dieses exzellente Heidelberger Familienunternehmen führt er nun gemeinsam mit seiner Tochter Lale Jakob, die schon bald die Nachfolge übernehmen wird. PT-Magazin: Was war der Ausgangspunkt für Ihren unternehmerischen Erfolg? „Als Kaufmann lebe ich vom Beobachten“. Ahmet Pekkip und Lale Jakob im Gespräch mit Christian Wewezow über Erfolg und Führung, über Nachfolge und Werte. Pekkip: Im Jahr 2001 stand eine von der Postbank finanzierte Klinikimmobilie in Bad Säckingen an der Schweizer Grenze leer. Damals kam das von der Postbank entwickelte Konzept nicht zum Tragen. Nur über einen persönlichen Kontakt und durch Zufall habe ich rechtzeitig von diesem Objekt erfahren und es zeitnah besichtigt. Die Klinik wurde 1998 fertig gestellt, und Küche, Krankenzimmer und sogar das Schwimmbad waren in einem erstklassigen Zustand. Vor meiner ersten Besichtigung besorgte ich mir erst einmal eine Karte und einen Kompass, um nach Bad Säckingen zu kommen. (Er lacht.) PT-Magazin: Was erwarten Patienten von einer Akutklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik? Pekkip: Mir war sofort klar, dass ein solches Gebäude in Topzustand in Heidelberg, Wiesbaden oder Bad Homburg sofort belegt wäre. Also musste ich mir die Frage stellen, was den Privatpatienten am wichtigsten ist. Wir stellten

© Monkey Business / Fotolia Diese Geste danken die Mitarbeiter mit Loyalität und Verbundenheit. Weiterhin wissen alle meine Angestellten, dass ich mir nicht zu schade war, jeden nichtmedizinischen Job in der Klinik auch selbst einmal gemacht zu haben. Als Chef sollte man das mitgemacht haben und dann kann man auch mitreden. Nur so kann man sich als Chef den Respekt verdienen! PT-Magazin: Frau Jakob, Hand auf‘s Herz: Was sagen Sie über die Führung Ihres Vaters? Gesellschaft PT-MAGAZIN 4/2016 7 Herzlichkeit und Menschlichkeit sind das A und O. schnell fest, dass es nicht etwa dieser malerische, ruhige Ort oder der herrliche Blick aus dem Krankenzimmer ist. Wenn Menschen im Laufe ihres Lebens psychologisch aus dem „Tritt“ kommen, das Gleichgewicht verlieren oder an einer psychosomatischen Erkrankung leiden, dann benötigen sie die beste medizinische Fachbetreuung, ärztliches Personal mit viel Einfühlungsvermögen und eine hervorragende Klinikorganisation. In unserer Rhein-Jura-Klinik in Bad Säckingen oder in unserer Parkklinik in Wiesbaden finden sie genau das. Wir dachten am Anfang, dass wir eher viele wohlhabende Schweizer als Patienten bekämen, aber wir irrten uns – unsere Patienten nahmen die weite Reise in Kauf und kamen aus ganz Deutschland. PT-Magazin: Welche Herausforderungen mussten Sie beim Aufbau der Rhein-Jura- Klinik ohne große Erfahrung im Klinikmanagement meistern? Was machen Sie anders? Pekkip: Als Kaufmann lebe ich vom Beobachten. Ich stellte fest, dass damals die Kliniken oftmals geprägt waren von dunklen Gängen, Neonröhren an der Decke, Krankenhausgeruch, überlasteten Mitarbeitern, unappetitlichem Essen und patientenunfreundlichen Prozessen – wer will schon um 7 Uhr morgens geweckt werden? Also wollten wir das genaue Gegenteil dessen in Bad Säckingen schaffen. Ich musste meine Mitarbeiter davon überzeugen, dass unsere Privatpatienten uns das Essen auf den Teller legen – und nicht ich. Also rief ich noch vor der Eröffnung eine Mitarbeiterversammlung ein, um immer wieder zu sensibilisieren, wie wichtig für den Fortbestand der jederzeit freundliche und fürsorgliche Umgang mit den Patienten ist. PT-Magazin: Nur das Beste für die Menschen. Gilt Ihr Anspruch auch für Ihre Mitarbeiter? Pekkip: Es gibt Unterschiede in Temperament, Einstellung, Fertigkeiten und Fähigkeiten von Mitarbeitern. Es ist eine unternehmerische Daueraufgabe, Firmenphilosophie und Mitarbeiter in Einklang zu bringen. Mein Geheimnis war von jeher, dass ich mir für meine Mitarbeiter Zeit nehme, die Belange und Sorgen ernst nehme und sie unterstütze. Ich kann nur erwarten, dass sie das Beste für die Patienten geben, wenn ich das Beste für Sie gebe. Herzlichkeit und Menschlichkeit sind für mich das A und O. Stellen Sie sich doch nur mal vor, wenn Sie die Autoreparatur für Ihre Mitarbeiterin übernehmen, die sie nicht zahlen kann. Jakob: Mein Vater wollte mich schon früh für das Unternehmen begeistern. Eines Tages konnte er mich überzeugen, nach Bad Säckingen mitzufahren, da er mir die Rhein-Jura-Klinik unbedingt zeigen wollte. Die folgende Anekdote bringt es auf den Punkt: Wir waren kaum in der Eingangshalle der Klinik, rief die Putzfrau in voller Lautstärke aufgeregt über den Gang: „Hallo Herr Pekkip, schön, dass sie da sind!“ Spätestens als auch der Hausmeister im Blaumann meinem Vater in seinem Anzug beherzt auf die Schulter klopfte, wusste ich, dass mein Vater zu seinem Personal steht und umgekehrt. Es war keine Inszenierung, und ab dann wollte ich auch in der Firma meines Vaters arbeiten. PT-Magazin: Ist die Ausrichtung auf Medizin und Gesundheit der PEKKIP Holding ein Ergebnis bewusster Strategiearbeit? Jakob: Mein Vater hat zu Beginn zunächst als Wirtschaftsingenieur und dann im Immobilienbereich gearbeitet. 2001 kam dann sein Engagement in der Klinikverwaltung hinzu. Erst durch die schwere Erkrankung seines Bruders an Lungenkrebs und den schweren Verlust hat mein Vater in die Lungenkrebsforschung investiert. Durch diese traurigen Umstände entstanden die PEKKIP Oncology Alliance AG und PEKKIP Congress GmbH. Unsere Ausrichtung auf Medizin und Gesundheit war eher dem Zufall geschuldet, sollte jedoch in der ˘

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