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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Gesellschaft

Gesellschaft PT-MAGAZIN 4/2016 14 Integration aktiv gestalten © freshidea / Fotolia Hanspeter Georgi verdeutlicht in sechs Punkten, warum die Integration eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. 1 Angesichts der Flüchtlingszahlen ist es gleichwohl wohltuend, wenn nicht überall sofort das Krisengerede losgeht. Denn es ist doch angesichts der Ressourcen und der Möglichkeiten, über die unser Land objektiv verfügt, kein Grund, von Krise statt von Herausforderung zu sprechen. Krise verführt zu Defätismus und Passivität, Herausforderung spornt zu Anstrengung sowie Bereitschaft zu Innovation und Veränderung an. 2 Die Herausforderung annehmen heißt: Wohnraum schaffen und Integration meistern, wobei zwischen beiden Schwerpunktaufgaben eine Interdependenz gegeben ist: Je dezentraler die Wohnraumfrage gelöst wird, umso geringer ist die Gefahr von Ghettoisierung und Parallelgesellschaft, umso erfolgreicher gelingt die gesellschaftliche Integration. Daher ist dem ehemaligen Bürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln, Heinz Buschkowsky, zuzustimmen. In seinem Thesenpapier www.kfmag.de Düsseldorf Hamburg Berlin Alternative Finanzierungs- und attraktive Anlagemöglichkeit! www.dma-fonds.de www.dma-fonds.de

„Unsere Werte sind nicht verhandelbar“ heißt es: „Mit Blick auf die Konzentration bestimmter Bevölkerungsgruppen an Stellen, „wo die Ausländer nicht so stören“, sowie auf die in der Vergangenheit daraus entstandenen sozialen Brennpunkte und Parallelgesellschaften kann ich nur dazu raten, die Bauprogramme mit Bedacht umzusetzen. Der Bau von geschlossenen Siedlungen mit Billigwohnraum wird wieder zu ethnischen Clustern und Problemgebieten führen. Wir müssen eine Verteilung in der Fläche erreichen. Das dauert zunächst länger und ist widerstandsbelastet, wird sich aber in Zukunft auszahlen“. Im Saarland wird dieser Maxime gefolgt. Bezogen auf Deutschland insgesamt verlangt diese Aufgabe enorme Anstrengungen von Kommunen, Wohnungsbauunternehmen und möglicherweise dem Gesetzgeber (Stichwort: Sonderabschreibung). Das Dilemma der Verfügbarkeit von Wohnraum in der Fläche aber keine ausreichende Basis an Arbeitsplätzen einerseits und genau umgekehrt in den Ballungs- und Verdichtungszentren verlangt nach innovativen Konzepten und einer klaren zielgerichteten Koordination zwischen den einzelnen Akteuren und den verschiedenen Politiken. Auch hierfür gibt es gute Beispiele im Saarland. Die Akteure aus Politik und Wirtschaft kooperieren sehr gut. 3 Der erste Schritt zur Integration ist die Wohnung. Dann aber geht es um Qualifizierung und Ausbildung, um Nachqualifizierung und Beschäftigung. Bezogen auf die Zielgruppe der Kinder ist beispielsweise zu fragen: Kindergartenpflicht einführen? Verbindliche Ganztagsschulen? Unterschiedliche Besetzung der Schulklassen mit den verschiedenen Ethnien je nach Leistungsniveau? Sport für alle? Deutsch getrennt? Religionskunde statt konfessionellem Religionsunterricht? Für unbegleitete Jugendliche geht es um die Frage: sie zunächst fit machen in besonderen Schulen? Beispiel hierfür ist die seit 16 Jahren sehr erfolgreich tätige private Schule von Michael Stenger in München, oder das Flüchtlingshaus-Konzept der Roland Berger-Stiftung in Ingolstadt. Ziel des Modellprojekts ist es, praktikable Verfahren in der Jugendhilfe zum Thema ˘ Gesellschaft PT-MAGAZIN 4/2016 15 • Industrie- / Schlüsselfertigbau | • Stahlbau / Stahlkonstruktion | • Schlosser- / Metallbauarbeiten Stahlbau Nägele GmbH | Gutenbergstr. 3 | 73054 Eislingen 07161 8500-0 | www.stahlbau-naegele.de

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