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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Gesellschaft

Gesellschaft PT-MAGAZIN 4/2016 © Giorgio Magini 2013 www.giorgiomagini.it / Fotolia 10 Fußballfieber hautnah Der Social Fanalytics Report von MasterCard zeigt, welche Fans am aktivsten im sozialen Netzwerk mitfiebern, wenn der Ball live über den Rasen rollt. Ohne Frage, ganz Europa ist gerade in EM-Stimmung. Das Fußballfieber hat die Menschen wieder gepackt und ist deutlich spürbar, ganz gleich, ob im Biergarten, beim Public Viewing vor der Großleinwand oder auf dem heimischen Sofa. Es wird allerorts eifrig und emotional mitgefiebert. MasterCard hat sich dies zum Anlass genommen und über 5.000 Fußballfans in ganz Europa zu ihren Social-Media-Gewohnheiten befragt. Wer ist aktiver in den sozialen Netzwerken, während der Ball live über den Rasen rollt? Facebook, YouTube und Twitter Grundsätzlich lässt sich zunächst erst einmal Folgendes festhalten: Mit 63 Prozent ist Facebook europaweit der beliebteste Social-Media-Kanal unter den Fußballfans. Hier wird während des Spiels gepostet, gechattet und zusätzlich informiert. Speziell in Italien gilt das soziale Netzwerk bei 81 Prozent der Fans als bevorzugte Plattform, gefolgt von Rumänien (78 Prozent) und Portugal (77 Prozent). In Deutschland ist der Wert leicht geringer: Hier erreicht Facebook 54 Prozent. Platz 2 unter den populärsten Social- Media-Plattformen nimmt YouTube ein. Besonders unter den Fußballfans in der Ukraine (32 Prozent) ist der Kanal besonders beliebt. Twitter wird ebenfalls genutzt. Die höchste Aktivität zeigen dort spanische (23 Prozent) und türkische (27 Prozent) Fußballfans. Spanier und Türken besonders aktiv Die „heißblütigen“, spanischen Fußballfans nehmen in der Aktivitätsstatistik die Führungsposition ein. Laut dem Social Fanalytics Report liegen sie bei der Unterstützung ihrer Teams in den sozialen Medien ganz weit vorne. Die spanischen Fußballfans, die live im Stadion dabei sind, sind am aktivsten in den sozialen Medien; sie veröffentlichen durchschnittlich zwei Beiträge pro Spiel und damit doppelt so viele wie der europäische Durchschnitt. Ebenfalls sehr aktiv sind die türkischen Fans. 84 Prozent von ihnen verfolgen das Spiel live und sind dabei im sozialen Netzwerk unterwegs. Nach dem erfolgreichen Spiel feiern die Türken besonders aktiv im Netzwerk. Sie führen das Feld beim Feiern von Siegen (71 Prozent) an. Im Gegensatz dazu sind deutsche Fußballfans in dieser Hinsicht eher zurückhaltend. So posten 49 Prozent von ihnen nie etwas während einer Live-Übertragung im Fernsehen. Deutsche Fans im Stadion sind sogar noch inaktiver: 63 Prozent konzentrieren sich nur aufs Spiel und legen das Smartphone oder Tablet komplett zur Seite. WLAN für alle! Besonders zentral ist der Wunsch der Fans in ganz Europa nach WLAN in den

Stadien. Europaweit möchten 69 Prozent der Fußballfans auch während des Spiels im Netz aktiv sein und sich kommunikativ betätigen. Deutschland fällt hier etwas ab: Nur 39 Prozent der Fans äußern den Wunsch, WLAN im Stadion zu haben. Hier zeigt sich die bereits erwähnte Zurückhaltung der deutschen Fans, denn nur etwa die Hälfte von ihnen ist überhaupt in sozialen Netzwerken unterwegs, während des Spiel läuft. Direkter Kontakt mit den Stars Im Social-Media-Zeitalter wünschen sich die Fußballfans zunehmend mehr Kontakt zu Ihren Stars. Besonders ausgeprägt ist das bei den türkischen Fans mit 92 Prozent. Knapp dahinter liegen die spanischen Fußballfans (86 Prozent). In Deutschland wünschen sich nur 56 Prozent © lucadp / Fotolia der Fans eine direkte Interaktion mit ihren Fußballidolen in den sozialen Medien. Englische Fans liegen mit 50 Prozent noch darunter. Große Bedeutung Der Social Fanalytics Report zeigt auch die enorme Bedeutung der Bereitstellung von Zugriffsmöglichkeiten auf das Internet bzw. soziale Medien. Gianluigi Buffon, MasterCard Ambassador für die UEFA Champions League, meint dazu: „Ich spiele nun seit über 20 Jahren Fußball und bin von der zunehmenden Bedeutung der sozialen Medien für den Sport wirklich begeistert. Auf diese Weise werden die Fans viel näher an den von ihnen so geliebten Sport gebracht und wir Spieler können mit ihnen auf einer persönlicheren Ebene kommunizieren.“ Und die Entwicklung bietet noch einige Potenziale: Auch bei der Nachfrage nach kontaktlosen Zahlungsmöglichkeiten ist in ganz Europa ein Anstieg zu verzeichnen. 31 Prozent der Fußballfans würden die Einführung dieser Technologie in Stadien begrüßen. Über die Hälfte (54 Prozent) der Fußballfans in der Türkei möchten beim Bezahlen gerne auf kontaktlose Bezahlmethoden zugreifen, während bei den Befragten in Rumänien (54 Prozent) und in Tschechien (44 Prozent) eher die Einführung von kontaktlosen Zutrittskontrollen bzw. Drehkreuzen in Stadien hoch im Kurs steht. Ann Cairns, President International Markets, bei MasterCard erklärt: „Soziale und digitale Medien verändern die Art und Weise, mit der wir unseren Interessen nachgehen und uns austauschen. Nachdem diese Technologien auch künftig eine wesentliche Rolle in sämtlichen Bereichen unseres Lebens spielen werden, ist es völlig selbstverständlich, dass die Menschen ihre Gespräche und Interaktionen in eine digitale Umgebung verlegen. Der Social Fanalytics Report zeigt: Unabhängig von den jeweils bevorzugten Kanälen stellt die Möglichkeit zur Interaktion und Teilnahme an Konversationen den wichtigsten Aspekt dar. Ähnlich wie Fußball überschreiten soziale Medien internationale Grenzen und bieten den Fans die Möglichkeit, mit anderen zusammenzukommen und sich auszutauschen.“ ó Die Umfrage für den Social Fanalytics Report für MasterCard wurde von Mortar ausgeführt. Befragt wurden 5.000 Teilnehmer aus 16 europäischen Ländern – England, Deutschland, Spanien, Frankreich, Niederlande, Italien, Türkei, Russland, Schweden, Portugal, Griechenland, Ukraine, Rumänien, Israel, Tschechien und Polen. Gesellschaft PT-MAGAZIN 4/2016 11 © Coloures-pic / Fotolia

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