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PT-Magazin_06_2016

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

© doris oberfrank-list

© doris oberfrank-list / Fotolia Ungebremst EEG-Umlage steigt kräftiger als erwartet Quelle: BDEW; Stand 05/2016 Wirtschaft PT-MAGAZIN 6/2016 62 Diese Meldung Anfang Oktober in den Medien wurde sehr schnell wieder von anderen Themen überdeckt und erreichte demzufolge zumeist nur am Thema Interessierte. Laut Medienberichten soll die EEG- Umlage ab dem kommenden Jahr von aktuell 6,35 Cent auf dann 7,1 Cent pro Kilowattstunde steigen. Diese Informationen stammen aus Regierungskreisen und dem Umfeld der Bundesnetzagentur. Nicht ausgeschlossen wird sogar ein Anstieg auf 7,3 Cent. Ein Wert, den die Denkfabrik „Agora Energiewende“ bereits im Juli dieses Jahres prognostiziert hat. War das vorauszusehen? Diese Frage kann man nur mit einem Ja beantworten. Seit langem sehen Experten der Wirtschaft und der Energiebranche zunehmende volkswirtschaftliche Disproportionen, ja Verwerfungen, die von einem ungebremsten und großzügig staatlich subventionierten Ausbau Erneuerbarer Energien getrieben sind. Und weil damit einhergehend systemrelevante Kraftwerke aus dem Markt genommen werden, aus Gründen der Versorgungssicherheit aber in Reserve gehalten werden müssen. Hinzu kommt Erste Zeichen setzen Übertragungsnetzbetreiber wie Tennet mit der Ankündigung, die Netzentgelte zum Jahreswechsel um 80 Prozent zu erhöhen. Und zwar auf der Höchstspannungsebene von 1,09 Cent auf 1,95 Cent je Kilowattstunde, für die Umspannung von Höchstauf Hochspannung von 1,16 Cent auf 2,07 Cent. Das sind Steigerungen, die sich bei einem durchschnittlichen Drei- Personen-Haushalt in einer Erhöhung der Netzentgelte um rund 30 Euro pro Jahr niederschlagen. Auch der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz zeigt eine Erhöhung der Netzentgelte zum Jahresende um 45 Prozent an. Die eigentliche Nachricht ist, dass die Erhöhung nur zu einem Bruchteil auf den Ausbau der Netze zurückzuführen ist. Laut Tennet gehen nur fünf Prozent des Anstiegs auf das Konto des Netzausbaus. Für 95 Prozent des Anstiegs sind dagegen die Kosten der netzstabilisierenden Maßnahmen ausschlaggebend. Das heißt: Es wird immer teurer, Windmüller für das Abregeln ihrer Anlagen zu entschädigen und in den Betrieb von konventionellen Kraftwerken einzugreifen, um das Netz mit Mühe und Not stabil zu halten und einen Blackout zu verhindern. Diese sogenannten Redisdas Thema Netzausbau, wobei hier nicht allein die Übertragungsnetze zu sehen sind, sondern ebenso die Verteilnetze. Denn der erneuerbar erzeugte Strom muss ja vom Erzeuger zum Verbraucher gelangen. Die notwendigen Kosten für die Verteilnetze aber werden in der öffentlichen Betrachtung noch ausgeblendet. Daraus könnte man schließen, vor allem der Netzausbau treibt die Strompreise. Und das Erneuerbare Energien- Gesetz (EEG) gewährt ja über die EEG- Umlage den Ausgleich zur Finanzierung des Netzausbaus. Und wenn nun der Netzausbau wie aktuell im Bereich der Übertragungsnetze nur schleppend vorankommt, als Beispiel seien hier nur das Thema Erdverkabelung und Thüringer Strombrücke genannt, führt dies zu weiteren Problemlagen. Tickt eine Zeitbombe? Das eigentliche Dilemma zeigt sich darin, dass sich die von der Politik (und einige windkraftaffine Bundesländer zeigen sich hierbei als Treiber) getriebene Kombination aus rasantem Ausbau der erneuerbaren Energien bei zugleich stockendem Ausbau der Netze eine tickende Zeitbombe werden könnte. Unsere Stärken: Preisträger „Großer Preis des Mittelstandes“ 2005 2014 auf Kundenzufriedenheit ausgerichtete Unternehmensphilosophie hochqualifizierte Facharbeiter mit jahrelanger Berufserfahrung Flexibilität durch klare Firmenstruktur Qualitätsmanagement DIN ISO 9001:2008, extern betreut ein breites Produktionsspektrum mit hoher Flexibilität schnelle und unkomplizierte Beantwortung von Anfragen Maschinenpark auf höchstem technischen Niveau Beratung und Vorschlagswesen für unsere Kunden zur Kostenoptimierung, Vereinfachung oder Zeitersparnis. CBV Blechbearbeitung GmbH | Oberanger 4 | 07646 Laasdorf/Thür. Tel.: +49 (0)36428 - 54320 | Fax: +49 (0)36428 - 543222 | Web: www.cbv-blech.de | eMail: info@cbv-blech.de

Über den Autor Verleger und Publizist Dr.-Ing. Lothar Müller ist der Oskar-Patzelt-Stiftung seit ihrer Gründung als Partner verbunden und bringt seine Erfahrungen als Unternehmer und in der Energiewirtschaft ein. patchkosten für die Notmaßnahmen zur Netzstabilisierung sind inzwischen auf einen Betrag von rund einer Milliarde Euro pro Jahr gestiegen und eine Vervielfachung dieser Kosten innerhalb der nächsten Jahre wurde von den Netzbetreibern immer wieder vorausgesagt. Netzinstabilität Auch 50Hertz bestätigt, dass der Netzausbau nur für rund zehn Prozent der Kostensteigerung verantwortlich zeigt. . Die Netze stabil zu halten ist entscheidende Voraussetzung für die Versorgungssicherheit. Allein in Ostdeutschland mit einem hohen Erzeugeranteil an erneuerbaren Energien bedeuten Tage mit einem Überangebot an Wind und Sonne für die Leitstellen der Netzbetreiber viel Arbeit. Übersteigt die Einspeisung in die Netze den Verbrauch, kann dies zum Zusammenbruch der Netze führen. Ein Horrorszenario, von dem wir in Deutschland bisher verschont geblieben sind. Allein der mitteldeutsche Netzbetreiber MITnetz musste im vergangenen Jahr 534 mal eingreifen, um die Netzstabilität zu halten. Und die Betreiber der Anlagen, die ihre Einspeisung drosseln müssen, erhalten dafür noch eine Ausgleichszahlung. Ist dies nun Marktwirtschaft oder interessenbezogene Subventionierung? Jeder Eingriff für die Netzstabilität ist mit enormen Kosten verbunden, die letztlich der Verbraucher, ob Industrieoder Haushaltskunde tragen muss. Bedeuten diese Erhöhungen für einen Drei-Personenhaushalt zusätzliche Kosten von 15 Euro im Jahr, sind dies bei einem mittelständischen Unternehmen bereits Mehrbelastungen von rd. 10 000 Euro. Bei einem großen energieintensiven Unternehmen etwa aus der Chemie oder dem Anlagenbau kann dieser Wert schnell auf über 100 000 Euro ansteigen. Deutlicher Anstieg des Strompreises Steuern, Abgaben und Umlagen auf den Strompreis sind drastisch gestiegen. Musste im Jahr 1998 ein Haushalt im Jahr 1998 mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden 38,03 Euro im Monat für die Preisbestandteile Beschaffung und Vertrieb zahlen, erhöhte sich in 2016 für diesen Haushalt der monatliche Betrag auf 38,53 Euro für Beschaffung und Vertrieb – also 50 Cent mehr als 1998. Noch deutlicher ist der Anstieg bei Steuern, Abgaben und Umlagen,: Die stiegen von 11,87 Euro auf 45,26 Euro monatlich! Was muss die Politik tun? Vorrang hat weiterhin, die politisch motivierten Ausbauziele der erneuerbaren Energien auf ein volkswirtschaftlich vertretbares und infrastrukturell ausgewogenes Maß auszurichten. Und wenn nach Meinung von Politik die bisherigen Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzausbaus möglicherweise noch nicht ausreichend waren, zeigen zugleich seriöse Studien, dass mit einer systembezogenen Betrachtung von Planung und Standortpolitik sowie Industrieverbrauch der Leitungsausbau deutlich reduziert werden könnte. Richtig ist sicher, dass mit der jüngsten Novelle des Erneu- erbare-Energien- Gesetzes (EEG) über die Umstellung auf ein Ausschreibungsverfahren endlich eine wirksame Mengensteuerung beim Ausbau von Windparks und Photovoltaikanlagen zum Tragen kommt. Es wird aber auch höchste Zeit, die Netzentgelte bundesweit zu vereinheitlichen. Es kann nicht sein, dass sich hohe Netzentgelte im Standortwettbewerb nachteilig auswirken. ó Dr. Ing. Lothar Müller Gemeinsam schneller ans Ziel. Mit unseren ganzheitlichen Mobilitätslösungen - vom Elektrorollstuhl bis zum behindertengerecht umgebauten Fahrzeug - bieten wir Ihnen bei PARAVAN alles aus einer Hand. Unsere Paravan Mobilitätsberater und Fahrlehrer begleiten Sie gerne auf Ihrem Weg zur eigenen mobilen Freiheit! www.paravan.de PARAVAN GmbH, 72539 Pfronstetten-Aichelau Fon: 07388-999 5 929, www.paravan.de Anzeige PTMagazin_022015.indd 1 02.02.2015 14:43:06

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