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P.T. MAGAZIN 06/2014

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

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109 84 7 ,4685 23 2 318 063 7 15681320 Wir Gewinner Was kann der Mittelstand 2014? Die harten Fakten zu den nominierten Unternehmen verraten es. Es gibt dabei kein Geheimrezept, wohl aber einige Erfolgsformeln. 4 Wirtschaft 62 Die Jury würfelt nicht: Wenn aus tausenden Nominierungen jährlich die Preisträger des Großen Preis des Mittelstandes bestimmt werden, geschieht das nicht per Lostrommel – siehe die Seiten 52/53 in diesem Heft. Es ist einzig und allein der harte Faktenmix aus betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, Entwicklungsdaten zu Arbeit und Ausbildung sowie Faktoren des sozialen Engagements, der letztlich darüber entscheidet, wer unter den Guten noch ein kleines Stückchen besser ist. Schaut man sich diese Zahlen etwas genauer an, erhält man einen interessanten Einblick, was diese Unternehmen zur Nominierung geführt hat und warum die bundesweit 4.555 nominierten Unternehmen die sozial engagierte Wachstumselite des deutschen Mittelstandes repräsentieren. So ergibt sich nicht nur die Leitschnur für jährliche Juryentscheidung, sondern auch eine faktengenaue Momentaufnahme der Spitzenreiter des deutschen Mittelstandes anno 2014. 1. Gesamtentwicklung der Unternehmen: Mit Mut durch die Krise Die in diesem Jahr nominieren 4.555 Unternehmen konnten in den vergangenen fünf Jahren (2009 bis 2013) ihre Umsätze um durchschnittlich 44,1 Prozent steigern – allen Banken-, Wirtschafts- und Staatsschuldenkrisen im Euroraum zum Trotz. Während hochruinösen Banken dank Milliarden-Bürgschaften des Bundes eine eher zweifelhafte „Rettung“ zuteil wurde, konnte sich der Großteil der mittelständischen Unternehmen auf seine hohe Flexibilität und Veränderungskompetenz verlassen. Auch die Umsatzrendite konnte in den vergangenen drei Jahren von 6,0 auf 6,4 Prozent vor Steuern leicht gesteigert werden. Die Gewinne werden häufig zur Erhöhung des Eigenkapitals zurückgelegt bzw. zur Finanzierung von Expansion, Modernisierung und Mitarbeiterentwicklung genutzt. Ihre Eigenkapitalquote liegt daher deutlich über dem Durchschnitt aller KMU in Deutschland und beträgt häufig mehr als 50 Prozent. Im Durchschnitt wurde die Eigenkapitalquote in den letzten drei Jahren (2011 bis 2013) trotz Krise von 37,6 auf 41,3 Prozent. Sie dient ganz bewusst als Krisen- bzw. Liquiditätspuffer, weshalb 86 Prozent aller Nominierten die Eigenkapitalquote auch weiter steigern möchten. Auch in Sachen Investitionen zeigen die nominierten Unternehmen Mut und Engagement: Sie investierten in den vergangenen fünf Jahren (2009 bis 2013) trotz Eurokrise insgesamt 30,4 Mrd. Euro, das sind 7.100 Euro pro Jahr und Arbeitsplatz und damit doppelt so viel, wie der Durchschnitt der KMU in Deutschland. 90,5 Prozent wollen ihre Investitionen in den kommenden Jahren steigern oder zumindest konstant halten – und das, obwohl nur etwa die Hälfte aller Nominierten davon ausgeht, dass die allgemeine Wirtschaftslage besser werden wird. Ungeachtet dessen führen die nominierten Unternehmen jährlich 50 Milliarden Euro Steuer- und Abgabenzahlungen ab. Zum Vergleich: Die deutschen Großbanken (Deutsche Bank, Commerzbank, Hypovereinsbank und Postbank) zahlten im Jahr 2011 insgesamt 563 Mio. Euro an Steuern. Sonstiges Verarbeitendes Gewerbe FuE-intensives Verabeitendes Gewerbe Mittelstand insgesamt Sonstige Dienstleistungen Wissensintensives Gewerbe Bau Entwicklung Eigenkapitalquote der nominierten Unternehmen 2013 Zum Vergleich: Thyssen-Krupp 2007 (durchschn. Eigenkapitalquoten) 2. Beschäftigung und Ausbildung: Arbeitsplatzmaschine Mittelstand Die für den 20. Wettbewerb 2014 nominierten 4.555 Unternehmen beschäftigten per 31.12.2013 zusammen rund 856.000 Mitarbeiter. Sie steigerten die Beschäftigung in den letzten fünf Jahren um 31,6 Prozent und beabsichtigen, bis zum Jahr 2018 weitere 200.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Durch die regionale Verankerung des mittelständischen Wirtschaft sind diese Arbeitsplätze zudem hochattraktiv, da Arbeitnehmer keine längeren Pendelstrecken zwischen Wohn- und Arbeitsplatz zurücklegen müssen. Ach haben sich neun von zehn nominierten Unternehmen einer festen, auf Vertrauen und Wertschätzung, Delegierung und Teambildung basierenden Führungsstrategie verschrieben, in der Begeisterung und Weiterbildung groß geschrieben werden. Diese Firmen bieten ihren Mitarbeitern nicht nur einen Job, sondern auch ein „Zuhause“. Die Umsatzproduktivität (Umsatz je Beschäftigten) betrug im genannten Zeitraum 154.600 Euro. Das heißt, jeder Euro Umsatz bewirkt im führenden Mittelstand doppelt so viel Beschäftigung Durchschnittliche Eigenkapitalquoten von mittelständischen Unternehmen in Deutschland nach Branchen im Jahr 2012* 18,2 % 27,4 % 26,5 % 24,9 % 30,8 % 27,4 % 33,7 % 41,3 % 0% 5% 10% 20% 25% 30% 35% 40% Eigenkapitalquote *Quelle: Statista 2014 P.T. MAGAZIN 6/2014

Ausgaben für Forschung und Entwicklung Kfz-Bau 16,3 Mrd. P.T. MAGAZIN 6/2014 wie beim Durchschnitt der DAX 30-Firmen, deren Umsatzproduktivität bei >300.000 Euro liegt. Die durchschnittliche Ausbildungsquote der Nominierten beträgt 6,1 Prozent. In den vergangenen fünf Jahren schufen sie mehr als 10.000 neue Ausbildungsplätze und bilden derzeit insgesamt 53.000 junge Menschen aus. Das unterstreicht die hohe volkswirtschaftliche Relevanz des Mittelstands in Deutschland, da diese Unternehmen im dualen System die bestmögliche fachliche Qualifikation für das Fachpersonal sicherstellen. Beschäftigungsentwicklung 2009 bis 2013 in den nominierten Unternehmen Angabe in Tausend Angabe in Tausend 90 80 70 60 50 40 30 20 10 5 0 60 50 40 30 20 10 5 0 2009 651.000 2009 42.000 Mitarbeiter Auszubildende 2013 856.000 2013 53.000 Elektroindustrie Maschinenbau Pharma Chemie 3. Innovation und Modernisierung: Fit für morgen Was stehen bleibt, kann rosten. Gerade vor der Kulisse internationaler Märkte und dem Druck fernöstlicher Fertigungskompetenzen ist es wichtig, aktiv Innovation und Produktentwicklung zu fördern und damit den technologischen und wissenschaftlichen Vorsprung zu festigen. Die 4.555 nominierten Unternehmen gaben insgesamt rund 3,1 Mrd. Euro für Forschung & Entwicklung aus, das sind etwa 3.600 Euro je Beschäftigten. In zahlreichen Fällen wird dabei aktiv und langfristig mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie Hochschulen und Universitäten, den Max-Planck- und Fraunhofer-Instituten sowie in Clustern und Netzwerken innerhalb der Wirtschaft kooperiert und gemeinsam an künftigen Produkten und Prozessen geforscht. Darüber hinaus sind die nominierten Unternehmen außerordentlich aktiv in der Erarbeitung von Patenten, Marken und Mustern: 63 Prozent aller Wettbewerbsteilnehmer haben nationale oder internationale Schutzrechte angemeldet. Gleichzeitig wird bei den führenden Mittelstandsunternehmen die Innovationsförderung groß geschrieben. Über zwei Drittel der Nominierten arbeiten systematisch mit Instrumenten wie I-Card, KVP-System, Visionsforen oder Talentshows und fördern die Mitarbeiterbeteiligung am Innovationsprozess durch Prämien, Gutscheine und vielfältige andere Mittel. 4,9 Mrd. 4,1 Mrd. 3,3 Mrd. 8,2 Mrd. Die in 2014 nominierten mittelständischen Unternehmen 3,1 Mrd. in Milliarden Euro 0 5 10 15 20 Der gesamte Wirtschaftssektor in Deutschland hat 2011 51,1 Mrd. Euro für interne Forschung und Entwicklung ausgegeben. 4. Engagement in der Region: Gemeinnutz als Wert Das regionale und soziale Engagement (neudeutsch zusammengerafft unter dem Begriff corporate social responsibility (CSR)), ist im Mittelstand traditionell außerordentlich breit und intensiv ausgeprägt. Neben den Führungspersonen arbeiten auch viele Mitarbeiter ehrenamtlich in zahlreichen Funktionen und Initiativen mit. Die Unternehmen geben umfangreiche materielle und finanzielle Unterstützung und entwickeln zahlreiche eigene Initiativen im Sozial-, Kultur- und Umweltbereich. Sehr stark ausgeprägt ist beispielsweise die Unterstützung von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. CSR-Aktivitäten im deutschen Mittelstand nach Bereichen 9% Wissenschaft 95% sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten Die in 2014 nominierten Unternehmen 90% Engagement im Bildungssektor 25% Umwelt-, Klimaschutz- sowie Energieeffizienzmaßnahmen 75% Unterstützung der eigenen Mitarbeiter bei der Ausübung eines Ehrenamtes 18% Kunst & Kultur Quelle: kfw-Bankengruppe

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