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P.T. MAGAZIN 06/2014

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Krieg ohne Sieg

Krieg ohne Sieg 2014 ist weder 1914 noch 1939. Das sollte auch eine kluge europäische Politik erkennen. Foto: Norma Desmond / flickr.com / CC BY-NC-SA 2.0 Gesellschaft 12 In der Verfilmung „Herr der Ringe“ mahnt der Elbenfürst Elrond den stürmischen Aragorn: „Du reitest in den Krieg, nicht in den Sieg“. Diese Weisheit scheint in der aktuellen Debatte um die Russland-und Ukraine-Krise nicht ganz beachtet zu werden, ganz im Gegenteil: Es mehren sich die Stimmen, die meinen, aus der Geschichte lernen hieße, Putin und Russland mit Hitler und Nazideutschland und Polen mit der Ukraine gleich setzen zu müssen. Putins Kriegsdrohung („in zwei Wochen Kiew einnehmen“, siehe N-TV vom 2.9.2014) beweise Schwäche und müsse zu einer harten Haltung im Wirtschaftskrieg gegen Russland führen. Der neue EU-Ratspräsident, der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, zieht ganz offen eine Parallele zwischen 1939 und der heutigen Lage in der Ukraine. Auch in einem Wirtschaftskrieg reitet man jedoch zuerst mal in einen Krieg, nicht zu einem Sieg. Schlimmer noch: der Wirtschaftskrieg kann von dem ökonomisch Strangulierten zum Anlass genommen werden, das ganze Land hinter sich zu versammeln und einen militärischen Krieg zu beginnen. So geschehen, als Foto: Wikimedia Endlosspiel Aktion- Reaktion: Dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor gingen US-Handelssanktionen voraus. die USA Japan wegen der Eroberung der rohstoffreichen Mandschurei mit Handelssanktionen in Bedrängnis brachten und die Japaner als Reaktion 1941 Pearl Harbor angriffen. Wer historische Parallelen liebt, könnte auch 1914 heranziehen. Damals reichte ein kleiner Anlass, das Attentat von Sarajewo, um die Bündnisverpflichtung Deutschlands zu Österreich- Ungarn zu aktivieren und damit den Krieg der Mittelmächte gegen England, Frankreich und Russland, den 1. Weltkrieg, auszulösen. War das Habsburgerreich damals vertraglich Bündnispartner, scheinen jetzt manche Fürsprecher der Sanktionen den Bündnisfall erschaffen zu wollen, indem man die Ukraine schnell in die NATO aufnimmt und Deutschland Militärausrüstung liefert (so Vitali Klitschko in Focus Online am 1.9.2014). Man könnte auch sagen, wir stehen vor einer neuen Kuba-Krise, mit dem Unterschied, dass jetzt nicht Russen zu nah an den USA, sondern die Westmächte zu nah an Russland zu finden sind. Die Einbahnstraße (hier der Eskalation) heißt im Englischen zutreffend dead-end-street. Und ein dead end droht, wenn sie nicht bald verlassen wird. Die pure Eitelkeit, sich vom andern nichts gefallen lassen zu wollen, kann bereits zu weiterer Eskalation und schlimmstenfalls zu einem 3. Weltkrieg führen. Die Möglichkeit eines Weltkrieges verneinten viele Autoren 1914 wegen der ökonomischen Unsinnigkeit eines solchen Geschehens. Sie rechneten nicht mit der Dummheit aller Seiten, die nur Von sauber bis sicher! Passgenaue Versorgungslösungen für Gebäudereinigung, Industrie, Kommunen, Gastgewerbe und Gesundheitswesen Reinigungschemie und -zubehör Waschraumhygiene Arbeitsschutzausrüstung Verpackungs- und Serviceartikel Medizinischer Bedarf Büroartikel & Geschäftsausstattung Hotel- und Gastronomiebedarf Ihr kompletter Non-Food-Bedarf – ein Verkaufsberater vor Ort. Die Spezialisten der Eichler-Kammerer Unternehmensgruppe bieten Ihnen ein Sortiment von mehr als 12.000 Ge- und Verbrauchsartikeln aus einer Hand. Und nicht nur das – Ihr Verkaufsberater berät Sie zu praxisgerechten Produkt- und Anwendungslösungen sowie einer optimalen Beschaffungsstruktur. Kammerer GmbH & Co. KG John-Deere-Str. 13 • 76646 Bruchsal 07251 782-0 • kammerer@igefa.de Hegro Eichler GmbH Darmstädter Straße 13 • 64572 Büttelborn 06152 948-0 • hegro@igefa.de igefa Leipzig GmbH & Co. KG Zweenfurther Straße 1a • 04827 Machern OT Gerichshain 034292 706-0 • igefa.leipzig@igefa.de AE1407TN www.eichler-kammerer.de www.igefa.de

Über den Autor Dr. Volker Gallandi (www.gallandi.de) ist seit 1986 im Wirtschafts-und Finanzsektor (Immobilien-und Wertpapierkapitalanlagen) als Rechtsanwalt tätig, ebenso als Autor und teilnehmender Beobachter im Bereich Recht und Wirtschaft. „Man kann einen Krieg genauso wenig gewinnen wie ein Erdbeben.“ Jeannette Rankin an den eigenen Sieg dachten, erreicht in wenigen Wochen. Die verantwortlichen Generäle waren anhand historischer Schlachten ausgebildet und schickten Lanzenreiter gegen Maschinengewehre. Dummheit ist auch heute im Spiel: Das größte (Rohstoff)Land der Welt, gestärkt mit feisten Devisenreserven, ist durch Wirtschaftssanktionen nicht zu schlagen. Viele Länder freuen sich, den Westen als Handelspartner zu ersetzen, brasilianische Food-Lieferanten ebenso wie chinesische Banken und rohstoffhungrige Unternehmen. Die Schweiz beteiligt sich nicht an Sanktionen und der größte US-Ölkonzern Exxon auch nicht. Da man im Wunschdenken verhaftet ist, wird die EU unter der Führung eines vom Hitler-Stalin-Pakt geprägten polnischen Präsidenten die Sanktionen vielleicht lange durchhalten und verschärfen. Dann haben viele Länder endlich einen „Sündenbock“ für die stets wachsende Staatsverschuldung und die fehlenden Strukturreformen. Draghi wird noch mehr Maßnahmen durchführen, mit denen schon Japan seit 1990 gescheitert ist, Geldschwemme, Staatsanleihenkäufe, Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes. Dauerrezession und japanische Jahrzehnte sind für die Eurozone absehbar und führen schon jetzt zur Abwertung des Euro und dazu, dass die USA eher eine Asien- als eine Europapolitik machen. Dass China plötzlich gegen deutsche Autobauer vorgeht, Indien und China gegen angebliche deutsche Korruption sind deutliche Signale: Es drohen sich zwei Blöcke zu etablieren, die untereinander eher mit Handelsbeschränkungen und Handelskriegen aufwarten als mit Freihandelsabkommen. Russland/Weißrussland, China mit Teilen Afrikas, der Mittlere Osten einschließlich Türkei, Indien mit Teilen Südostasiens gegen Europa, Japan, die „alten Nationen“. Europa zusätzlich bedroht durch Armutsimmigration aus Afrika/ Nahost und einen militanten Islam, der die Forderung nach demokratischen Freiheiten und die Militanz gegen Andersdenkende als Werkzeuge des eigenen Vormarschs nutzt. Die Russlandkrise könnte der Katalysator für die damit verbundene Machtverschiebung sein, so wie der erste Weltkrieg der Katalysator für die überfällige Neuordnung der Feudalregime Europas war. Lachender Dritter wären die USA, Kanada und Australien. Es liegt alleine an der Klugheit der Politik Europas (der des Gegenteils), ob diese Neuordnung als nicht mehr zu bremsende Eigengesetzlichkeit eines sich ausfächernden und eskalierenden Konflikts zu einer zerstörerischen Entwicklung führt oder konstruktiv gemanagt werden kann. Historische Wahrheiten und Interpretationen sind stets mit Vorsicht zu genießen. ■ Volker Gallandi Mobile Räume für Betriebserweiterungen & Firmenveranstaltungen Halleneinbauten Industriegebäude Dachaufstockungen Verkaufspavillons Bürocontainer Aggregatecontainer Sanitärmodule Toilettencontainer Duschcontainer VIP-Toiletten Kassenhäuschen Backstageräume Bühnen Luxustoiletten RAUMCONTAINER Container Vermietung und Verkauf Menzl GmbH Fon: 037208 / 600-0 Fax: 037208 / 600-11 Mail: info@menzl.de 09244 Lichtenau Gottfried-Schenker-Str. 19 VERANSTALTUNGEN www.EventContainer.de

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