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P.T. MAGAZIN 06/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Opels Zukunft mal am

Opels Zukunft mal am Reißbrett einer UNI Kultur | Lifestyle Designskizze Manta Adam Garth Jeder Automobilhersteller hat Fahrzeuge in seiner Geschichte, die prägend und zugleich legendär sind. Der Flügeltürer von Mercedes, der Käfer von VW, der Mustang von Ford. Dies ließe sich ausgiebig fortsetzen. Opel kann diese außergewöhnlichen Wagen auch aufweisen: der Opel GT und der Opel Manta 2. Viele der Autofirmen haben inzwischen ihre Legenden in einer zeitgemäßen Interpretation neu aufgelegt. Opel nicht. Der Versuch, den GT wiederzubeleben, scheiterte. Den Manta neu aufzulegen, wünschen sich tausende Opel-Fans, vergeblich bisher. Umso mehr war dies Herausforderung für Studenten im Medienmanagement, die Kreation ihres Professors aufleben zu lassen. Besser als ihr Ruf Opel war eine Marke, die für Solidität stand. Ab dem Opel GT sorgte diese Marke für Überraschungen und mit dem Manta für Legenden. Nach schweren Jahren hat die Marke mit dem Insignia und dem neuen Astra zurück zu guten Werten gefunden, allerdings fehlen der Marke noch immer Emotionalität und Strahlkraft. Betrachten wir dabei die Marktgeschehnisse, so sind viele Parallelen zum Mutterkonzern GM zu bemerken. Der Untergang der amerikanischen Autoindustrie ist nur an Ford vorüber gegangen und hat Opel mit in den Sumpf von Fehlentscheidungen geführt. Als wir uns noch die Sprüche von Bob Lutz anhören mussten, waren die Amerikaner im eigenen Land bereits durch die japanische Autoindustrie besiegt. Die zahlreichen Diskussionen um den Fortbestand der Marke Opel ist immer nur ein Schielen auf amerikanische Entscheidungen, was die Marke, die ebenfalls von deutscher Ingenieursleistung lebt, nicht verdient hat, denn sie ist besser als ihr Ruf. Tradition und Innovation Grund genug, mal in der Uni über ein neues Traummodell nachzudenken, das ein echter Rüsselsheimer werden könnte. Der Idee einer crossmedialen Inszenierung lag eine Designstudie von Professor Arnd Joachim Garth, Mediendesign-Hochschule Berlin, zu Grunde. Diese basiert auf der Plattform des neuen Camaro von Chevrolet, also Konzernkonform. Bereits 2010 ging diese Skizze unter dem Namen Adam an den damaligen Europavertriebler der Opelianer, Alain Visser, nach Belgien. Keine Antwort ist auch eine Antwort, aber vielleicht heißt deshalb das neue Miniauto von Opel „Adam“. Der von Garth entworfene Adam jedenfalls ist ein Opel Manta-Nachfolger. Gemeinsam mit dem Masterstudiengang Medien-Kommunikations-Management wurden die Produkteigenschaften eines solchen Fahrzeuges im Zusammenhang mit einer crossmedialen Inszenierung untersucht. 80 P.T. MAGAZIN 6/2012

(Grafik: Prof. Arnd J. Garth) Strahlkraft eines Produktes Die Untersuchung der Sinusmilieus europaweit ergaben bestimmte Produktanforderungen. Außen hat der neue Manta die Gene der Vorfahren, gepaart mit den Eigenschaften der Muscelcar- Ära und innen gleicht er einem spacigen Apple-Store mit blauen LEDs und Internet-Technik. Ein Kriterienkatalog für Markenstrahlkraft entstand. Die Farben zum Beispiel tragen Ahnennamen wie Senatorschwarz, Admiralsblau, Rekordrot usw. Die Inszenierungsansätze für das Comeback einer Legende, die die Studenten erarbeiteten, gleichen einem Feuerwerk der Sinne. Zwischen Legende und iRobot, von Manfred mit Fuchsschwanz bis Marvin mit iPad, von Uschi bis Gaga, bis hin zu ganz pragmatischen Überlegungen wie Probefahrten nur mit vollausgestatteten Vorführwagen, um „Lust auf Alles“ zu offerieren. „Dein Auto stellt sich Dir vor“ – ein Tutorial , ähnlich des hyperintelligenten K.I.T.T. von Knight Rider, nur mit Gänsehautstimme. „...Und nun drehen Sie an dem Chrom-Knopf an der Mittelarmlehne.“ Das Auto hat kein dickes Handbuch mehr, sondern ist sprechend selbsterklärend durch das Opel-Pilot-System. In den Schubladen sterben Dennoch wird dieser Opel Manta samt seines Adam-Konzeptes in den Schubladen sterben, denn solange die Amerikaner den Opel-Automobilen bestimmte Märkte wie China und den USA verbieten, damit die Absatz-Interessen der Marke Chevrolet gewahrt bleiben, wird es keine Legenden geben, auch neu Geborene nicht. Der Versuch, die GT- Legende neu zu beleben, war in den Händen der Manager von General Motors ein todgeborenes Kind. Die Produktion wurde eingestellt und der amerikanische Bruder von Saturn galt bei den Amis im eigenen Lande auch als „terrible Car.“ Das Preisargument ist der Ruintreiber Was bleibt, ist Europa und da macht Opel Chevrolet das Leben schwer. Die günstigeren Modelle von GM teilen sich die Technik mit ihrem Pendant bei Opel. Bei den Kompakten finden sich die Ingenieurs-Gene des Opel Astra auch beim Chevrolet Cruze, in der Mittelklasse sind der Insignia und der Malibu weitestgehend baugleich. Beim Kompakt-SUV Opel Mokka gibt es künftig den baugleichen, günstigeren Chevrolet Trax. Während Chevrolet im ersten Halbjahr 2012 für Europa einen Absatzrekord vermelden konnte, geht der Marktanteil von Opel weiter zurück. Das Preisargument im eigenen Haus ist der Ruintreiber. Hoffen wir alle auf einen unamerikanischen Deal für Opel zum Erhalt der Marke, der Werke und damit auch der Arbeitsplätze. ■ Liz Geithner 6/2012 P.T. MAGAZIN 81

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