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P.T. MAGAZIN 06/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Europas

Europas Hightech-Industrie irrelevant Weniger als zehn Prozent der globalen ICT-Umsätze der 100 weltweit führenden Unternehmen kommen aus Europa Wirtschaft Asien hat insbesondere die produktionsorientierten Jobs für elektronische Geräte übernommen (Foto: Wikimedia/CC-2.0/Steve Jurvetson) Die Hightech-Industrie in Europa verzeichnet in allen wichtigen Segmenten rückläufige Zahlen. So steuern europäische Unternehmen weniger als zehn Prozent zu den globalen Umsätzen für Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) der weltweit führenden 100 Hightech-Unternehmen bei. Spitzenreiter sind hingegen die USA mit einer großen Innovationskraft sowie Asien mit seinen günstigen Produktionsstandorten. Keine nationalen Alleingänge Aus diesem Grund verlagern sich auch die Jobs in der Hightech-Branche zunehmend in das nicht-europäische Ausland. Europa verliert an Relevanz im globalen ICT- Markt, dabei ist die makroökonomische Bedeutung der europäischen Hightech- Industrie nicht gering: Kernindustrien wie die Automobilindustrie oder der Maschinenbau bedürfen einer agilen und innovativen europäischen Hightech-Industrie. Eine aktuelle Studie von A.T. Kearney zeigt auf, welche Erfolgsfaktoren der europäischen Hightech-Branche dabei helfen können, wieder größere globale Relevanz zu erreichen. Dazu zählt insbesondere eine Europa-Hightech-Strategie, die auf langfristig attraktive und neue Hightech- Segmente setzt, die Investments der EU besser koordiniert und die Stärken von Europa ausnutzt. Mit nationalen Alleingängen wird man es dagegen gegen die globalen Wettbewerber nicht mehr schaffen. Auf nicht-europäische Anbieter angewiesen Ein gut funktionierender Hightech-Sektor ist eine wesentliche Grundlage für eine moderne Wirtschaft. Viele Industrien basieren heute auf Informationsund Kommunikationstechnologien (ICT) und gerade die europäischen Unternehmen nutzen diese Technologien, um sich Alleinstellungsmerkmale im globalen Wettbewerb zu erarbeiten. Eine Untersuchung von A.T. Kearney zeigt nun jedoch, dass bereits weniger als zehn Prozent der globalen ICT-Umsätze der Top 100 ICT-Unternehmen durch europäische Unternehmen generiert werden. Lediglich 15 der Top 100 ICT- Unternehmen haben ihren Hauptsitz Präzisions-Zahnradpumpen seit 1984 Wir sind Spezialist auf dem Gebiet der Zahnradpumpen sowohl für Hochdruck-, Sonder- als auch für Standardanwendungen. Unsere Stärke sind innovative Lösungen für die Förderung von niedrig- bis hochviskosen, abrasiven oder korrosiven Medien, Anwendungen mit hohen Drücken oder für Prozesse mit hohen Temperaturen. Als Spezialist auf dem Gebiet der Zahnradpumpen vertreiben und konstruieren wir seit fast 30 Jahren Pumpen von höchster Präzision. Wir bieten optimale Lösungen für die Chemische-, Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Kunststoffindustrie, beispielsweise zur Förderung von Polymerschmelzen, für kritische Medien oder zur Druckerhöhung im Extrusionsprozess. Unser Portfolio reicht von kleinen Pumpen mit 0,2 ccm Fördervolumen pro Umdrehung bis hin zu Hochdruckpumpen mit 25.000 ccm pro Umdrehung. Für viele unserer Bauteile steht eine breite Palette an Sonderwerkstoffen zur Verfügung. WITTE ist • Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008 • Unsere CHEM Baureihe erfüllt die Anforderungen gemäß TA-Luft • AEO (Authorized Economic Operator) • Mitglied im VDMA • Mitglied der Society of Plastics Industry (SPI) • Mitglied in verschiedenen internationalen Handelskammern WITTE PUMPS & TECHNOLOGY GMBH Esinger Steinweg 44a 25436 Uetersen / Hamburg / Germany Tel/Phone: +49 41 22 / 92 87 – 0 Fax: +49 41 22 / 92 87 – 49 64 P.T. MAGAZIN 5/2012 E-mail: info@witte-pumps.de www.witte-pumps.de

in Europa. Viele wichtige europäische Industrien sind daher auf nicht-europäische Hightech-Anbieter angewiesen. Nur 24 Prozent des globalen Umsatzes Rückläufige Zahlen bezüglich Jobs und Umsatz Zu den neun untersuchten Segmenten gehören: IT-Dienstleistungen, IT-Hardware, Computer und Notebooks, Software, Telekommunikationsequipment, mobile Telefongeräte, Unterhaltungselektronik, Halbleitertechnologie und elektronische Bauelemente. Die Umsätze dieser Segmente beliefen sich 2011 global auf 2,8 Billionen US-Dollar. Davon entfallen 815 Milliarden US-Dollar auf das größte Segment, die IT-Dienstleis tungen, gefolgt von der Unterhaltungselektronik (378 Milliarden US-Dollar), der Halbleitertechnologie (317 Milliarden US-Dollar) und Software (297 Milliarden US-Dollar). Aufgrund der sinkenden Relevanz des europäischen ICT-Marktes im Vergleich zum asiatischen und nordamerikanischen Markt, sind dessen Anteile an den globalen Umsätzen entsprechend gesunken. „Wir gehen davon aus, dass in Europa 2011 nur 24 Prozent des globalen Umsatzes generiert wurden, und dass diese Zahl weiter sinken wird“, sagt Studien autoren Axel Freyberg, Partner bei A.T. Kearney im Bereich Telekommunikation und Hightech. Zulieferer, Stundenlohn und Studenten Mehr als drei Millionen Europäer arbeiten in der ICT-Industrie Diese Zahl ist jedoch rückläufig: Asien hat insbesondere die produktionsorientierten Jobs für elektronische Geräte übernommen. Dieses lag zum einen daran, dass sich das Ökosystem an Zulieferern und Abnehmern nach Asien verlagert hat, aber auch an einem durchschnittlichen Stundenlohn eines Produktionsmitarbeiters in China. 2011 lag er dort bei 2,11 US-Dollar, in Ost- Europa bei 8,04 US-Dollar und in West- Europa bei 40,25 US-Dollar. Kann sich Europa nicht wieder stärker im ICT-Markt positionieren, besteht die Gefahr, dass neben den produktionsorientierten Jobs auch Forschung und Entwicklung sowie Services noch stärker nach Asien verlagert werden – denn die Zahlen zeigen, dass die asiatische Ausbildung erfolgreich auf die Entwicklung einer Wissenschaftler- und Ingenieurs-Elite gesetzt hat: Während in Europa nur 17 Prozent der Studenten für Ingenieurs-, Mathematik- oder IT-Kurse eingeschrieben sind, sind es in China 31 Prozent. An globaler Relevanz gewinnen Trotz der Rückschritte im europäischen ICT-Markt, gibt es viele ungenutzte Potenziale, die wieder zu einem Auftrieb führen könnten. „Zwar werden sich die Segmente wie die Unterhaltungselektronik, die Produkte für eine breite Masse in hoher Stückzahl produziert, weiter hauptsächlich auf den asiatischen Markt konzentrieren, Hightech hat in Europa aber eine Zukunft in Segmenten mit hohem lokalen Service-Anteil sowie in Segmenten mit komplexen B2B-Prozessen“, sagt Jan Stenger, ebenfalls Autor der Studie und Principal bei A.T. Kearney im Bereich Telekommunikation und Hightech. In den konsumentennäheren Bereichen hat Europa es aufgrund der langsameren Skalierung in einem inhomogenen europäischen Markt weiterhin schwerer als zum Beispiel ein amerikanischer Hightech-Start- Up in den USA. Hightech hat in Europa eine Zukunft und kann wieder wachsen, wenn bestimmte Probleme gelöst werden und Industrie und Politik in die gleiche Richtung gehen. n 6/2012 P.T. MAGAZIN 67

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