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PT-Magazin 05 2018

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

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Wirtschaft PT-MAGAZIN 5/2018 © lassedesignen - stock.adobe.com 24 Trügerisches Bauchgefühl? Run-the-Business vs. Change-the-Business Im Spannungsfeld zwischen Tagesund Projektgeschäft reiben sich Mitarbeiter, Manager und ganze Unternehmen auf. Das gilt auch und besonders für die Unternehmens-IT. Obwohl sie seit jeher projektgetrieben, also Change-the- Business-orientiert ist, beeinflusst das Tagesgeschäft – Run-the-Business – ihr Handeln stark. Vom CIO wird erwartet, die Richtung für das zu weisen, die Kundenbeziehungen auszubauen, und die IT-Organisation auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten. Versunken im Tagesgeschäft und in aktuellen Aufgaben, rücken die Fragen „Was benötigt der Kunde zukünftig?“ und „Welche Projekte gilt es zeitnah in Angriff zu nehmen?“ aber oft in den Hintergrund. Erhalt und Stabilität des täglichen Business stehen meist an erster Stelle – um Zukunftsvisionen kümmern sich die Verantwortlichen erfahrungsgemäß lieber später. So wird der CIO seiner Führungsrolle allerdings nicht gerecht. Dies benötigt ein ganzes System von Steuerungsmechanismen. Denn ohne permanente Veränderungsprozesse verlieren unterstützende Funktionen wie die IT schnell an Relevanz für das Business. Jeder Vorsprung und Marktvorteil geht schnell verloren, wenn sich keine neuen Chancen eröffnen. Winston Churchill soll einmal gesagt haben: „Viele finden, Bildung sei teuer. Aber wie teuer kommt uns Ignoranz und Inkompetenz zu stehen?“ Ein Desinteresse an Veränderungen entpuppt sich auf lange Sicht als Todesurteil für jedes Unternehmen. Am Steuer Die Führungsebene ist auf Mechanismen angewiesen, die sie bei ihren Steuerungsaufgaben unterstützen. „Steuerung“ bezieht sich hierbei auf die Beeinflussung des Verhaltens eines Systems durch bewusste Entscheidungen. Bei dem System, also der Gesamtheit aller Elemente, die zusammen ein gemeinsames Ziel verfolgen, kann es sich um ein Projekt, eine Abteilung, einen übergreifenden Prozess oder auch eine ganze IT-Organisation handeln. Damit vereinbarte Ziele erreicht werden, muss sich der CIO fragen, was notwendig ist, um zum richtigen Zeitpunkt von belastbaren Informationen für eine anstehende Entscheidung ,beziehungsweise Steuerung zu profitieren. Hierbei kann es sich auch um eine bewusste Entscheidung handeln, zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht einzugreifen. Fest steht: Jedes Verhalten hat zwangsläufig Konsequenzen für die gesamte Organisation. Informationen als Kompass Ob Service Management Standards, Risikomanagement, Projektmanagement-Methoden, Compliance- oder Prozess-Frameworks – alle Steuerungsmechanismen haben eines gemeinsam:

Über den Autor Sie sollen an der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt Informationen für Entscheidungen liefern. Nur so ist es dem CIO möglich zu erkennen, wann es sich zum Beispiel um finanziell oder strategisch lohnenswerte Projekte handelt. Auf diese Art lassen sich einerseits vordergründig Erfolg versprechend erscheinende Aktivitäten mithilfe eindeutiger Informationen schnell enttarnen. Andererseits treten im Zuge dessen auch Chancen zu Tage, die dem CIO dabei helfen, im besten Falle das Business weiterzuentwickeln und die Kundenbeziehungen zu stärken. Fehlen hingegen Informationen, führt dies dazu, dass der CIO vielleicht günstige Gelegenheiten zu Changethe-Business nicht identifiziert und sich der Fokus in der Managementebene automatisch hin zum Tagesgeschäft verschiebt. Bedauerlicherweise werden Steuerungsmechanismen allzu gern als zusätzlicher bürokratischer Aufwand empfunden oder als Ersatz für fehlende Zielsetzungen verwendet – ein fataler Fehler, denn dadurch geht der Sinn der angewandten Methoden gänzlich verloren. So bleibt auch der erwartete Nutzen aus oder ist nur schwerlich nachzuweisen. Häufig überlagert das Tagesgeschäft die Argumente für die Motivation, eine Organisation proaktiv in eine partnerschaftliche Beziehung mit dem Kunden zu lenken. Statt die Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Steuerungsmechanismen zu erkennen und konsequent zu verfolgen, regiert bei anstehenden Entscheidungen weiter das Bauchgefühl. Oder es liefern vermeintlich etablierte Steuerungssysteme Alibi-Informationen, die oft nicht ausgewertet werden und letztlich keine verlässliche Unterstützung bei Entscheidungen bieten. Die Folge: Auch hier entscheidet wieder das Bauchgefühl. Kopf versus Bauch Das viel zitierte Bauchgefühl kann allerdings auch ein durchaus nützlicher Parameter für gute Entscheidungen sein. Einige Fachleute vertreten die Meinung, Bauchentscheidungen seien nicht nur den auf Fakten basierenden Entscheidungen ebenbürtig, sondern ihnen sogar überlegen, weil sie deutlich schneller seien und das bei einer vergleichbaren Fehlerquote. Darüber hinaus gestaltet sich das Bauchgefühl stark abhängig von den Erfahrungen, die der Betreffende bereits gemacht hat. Martin Beims ist Impulsgeber für Service- Management und Service-Innovation in Deutschland. Er ist einer der Geschäftsführer der aretas GmbH in Aschaffenburg, die er gemeinsam mit Dr. Roland Fleischer und Nico Kroker gründete. Bis zur Unternehmensgründung im Jahr 2010 war er in führenden Beratungsunternehmen für Service-Management als Berater und Trainer tätig und verfügt über langjährige Erfahrung als Seminarleiter und Referent. Martin Beims ist Autor des Bestsellers „IT-Service Management in der Praxis mit ITIL“ und des Onlinemagazins „Der Service Kompass“, Mitautor weiterer Fachbücher rund um das Thema „Service“ und Mitglied des IDG-Expertennetzwerks. Dennoch gilt es, bereitstehende Informationen nicht zu vernachlässigen, um Situationen realistisch zu bewerten. Neueste Erkenntnisse sprechen sogar von einem trügerischen Bauchgefühl oder legen nahe, dass es gar keinen Unterschied zwischen Kopf- und Bauchentscheidungen gibt. Wie lässt sich der Alltag erfolgreich zwischen Runthe-Business und Change-the-Business meistern? Der CIO muss wissen, welche Informationen für seine anstehenden Entscheidungen essenziell sind und wie er diese erhält. Nur auf diese Weise kann die Informationslieferung gezielt von den verschiedenen Ebenen eingefordert werden. So kommen die bekannten und manchmal ungeliebten Managementmethoden sowie Frameworks doch wieder zum Zug. Letztlich sind Kopf und Bauch gleichermaßen gefragt. ó 25 PT-MAGAZIN 5/2018 Wirtschaft

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