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P.T. MAGAZIN 05/2014

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Bild: Ethan Hein /

Bild: Ethan Hein / flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0) Ich sage nur ein Wort: Plastik Der Wunderbaustoff hat den Weg in die Moderne freigemacht. Jetzt scheint er uns über den Kopf zu wachsen. Wirtschaft 56 Im Filmklassiker „Die Reifeprüfung“ erhält der, ob seiner Berufswahl leicht verwirrte, Ben gleich zu Beginn einen gutgemeinten Rat: „Ich sag dir nur ein Wort, ein einziges Wort. Plastik!“. Damit meinte der väterliche Freund, Ben solle seine Zukunft doch diesem wunderbaren und scheinbar endlos einsetzbaren Material anvertrauen. Das war 1968. Bereits damals war die Welt voller Tupper-Dosen, Zahnbürsten, Sitzmöbel oder Raketennormteile aus Plastik. Und Filmfreunde rätseln bis heute, ob das eingangs erwähnte Zitat in Wirklichkeit doch eher auf Mrs. Robinsons Nylonstrümpfe gemünzt war. Das Wundermittel der Wirtschaftswunderzeit hat bis heute – trotz Energiekrise in den Siebzigern und ersten Verteufelungen als Umweltgift in den Achtzigern – eine beispiellose Karriere hingelegt. Moderne Kunststoffe sind Alleskönner, deren hervorragendes Verhältnis von Festigkeit zu Dichte die Anwendung in Bereichen erlaubt, die bis vor kurzem den Metallen oder Gläsern vorbehalten waren: komplexe Formteile, nanotechnologische Spitzenleistungen, klinische Anwendungen, Halbzeuge und vieles mehr. Schade nur, dass – außer bei biologisch abbaubaren Kunststoffen – keine Wechselwirkung zwischen den polymeren Bestandteilen und lebenden Organismen stattfindet. Somit sind Polymere zwar gesundheitlich unbedenklich, verrotten allerdings auch nicht. Gelangen biologisch nicht abbaubare Kunststoffe in die Umwelt, werden sie zu einer Gefahr. Von den weltweit jährlich produzierten mehr als 300 Millionen Tonnen Kunststoffen gelangen nach unterschiedlichen Schätzungen sechs bis 26 Millionen Tonnen in die Meere, 70 Prozent davon sinken auf den Meeresboden. Außerdem treiben mehrere Millionen Tonnen Kunststoffmüll in sogenannten Müllstrudeln im Nordpazifik und im Nordatlantik. Jedes Jahr tötet dieser Müll mehrere hunderttausend höhere Meerestiere. Nach einer Studie der UNEP befinden sich in dem Strudel im Pazifik bis zu 18.000 Kunststoffteile auf jedem Quadratkilometer Meeresfläche. Auf ein Kilogramm Plankton kommen hier sechs Kilogramm Kunststoff. Die Größe des pazifischen Müllstrudels entspricht etwa der Größe von Texas. Angesichts dieser schwimmenden Ökokatastrophen, der schieren Unendlichkeit an Wegwerfprodukten aus Plaste und Elaste sowie der in den Himmel wachsenden Deponien in Afrika scheint die Frage nach cleverem Recycling und einem Ende der Wegwerf-Gesellschaft dringender als die gebetsmühlenartigen CO2-Predigten der Klimaschutz-Jünger. Selbst die EU hat das inzwischen, zumindest in Teilen, eingesehen. Das Ideal, das dabei dem EU-Umweltkommissar Janez Potocnik vorschwebt, nennt sich Kreislaufwirtschaft und lässt sich auf die einfache Formel bringen: Es gibt keinen Müll mehr, nur noch unverwertete Rohstoffe. Die Abschaffung des Mülls Potocniks Linie, die Länder zu deutlich mehr Recycling zu verpflichten, klingt zunächst einmal vernünftig. Produkte sollen künftig so gestaltet sein, dass ihre Produktion möglichst wenige Rohstoffe braucht und sie nach dem Gebrauch Von sauber bis sicher! Passgenaue Versorgungslösungen für Gebäudereinigung, Industrie, Kommunen, Gastgewerbe und Gesundheitswesen Reinigungschemie und -zubehör Waschraumhygiene Arbeitsschutzausrüstung Verpackungs- und Serviceartikel Medizinischer Bedarf Büroartikel & Geschäftsausstattung Hotel- und Gastronomiebedarf Ihr kompletter Non-Food-Bedarf – ein Verkaufsberater vor Ort. Die Spezialisten der Eichler-Kammerer Unternehmensgruppe bieten Ihnen ein Sortiment von mehr als 12.000 Ge- und Verbrauchsartikeln aus einer Hand. Und nicht nur das – Ihr Verkaufsberater berät Sie zu praxisgerechten Produkt- und Anwendungslösungen sowie einer optimalen Beschaffungsstruktur. Kammerer GmbH & Co. KG John-Deere-Str. 13 • 76646 Bruchsal 07251 782-0 • kammerer@igefa.de Hegro Eichler GmbH Darmstädter Straße 13 • 64572 Büttelborn 06152 948-0 • hegro@igefa.de igefa Leipzig GmbH & Co. KG Zweenfurther Straße 1a • 04827 Machern OT Gerichshain 034292 706-0 • igefa.leipzig@igefa.de AE1407TN www.eichler-kammerer.de www.igefa.de

300 250 200 150 100 50 weltweit Europa 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 2020 Jahr Plastikverbrauch in Europa und weltweit. 6 Millionen Tonnen Plastik werden ins Meer gekippt – jährlich. Quelle: Minihaa / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0) Mt P.T. MAGAZIN 5/2014 leicht wiederzuverwerten sind. Wohlstandssicherung der EU, ohne dass die Erde an ihre natürlichen Grenzen stößt, begründet Potocnik seinen Vorstoß. Konkret in Zahlen ausgedrückt, sehen die Pläne folgendermaßen aus: ➠ Verpflichtung der EU-Mitgliedstaaten bis 2030 mindestens 70 Prozent des Haushaltmülls wiederzuverwerten (Das momentane Recyclingziel beträgt 50 Prozent in 2020). Für Verpackungsmüll liegt die Schwelle sogar bei 80 Prozent. ➠ Ab 2025 Verbot, wiederverwertbare Rohstoffe von Papier, Glas, Metall und Plastik auf Müllkippen zu entsorgen. ➠ Verbot von Müllkippen ab 2030 (nicht verpflichtend), ebenso das mittelfristige Aus für die Müllverbrennung. Durch diese Maßnahmen soll der Anteil des nicht wiederzuverwertenden Abfalls auf 5 Prozent gedrückt werden. Sollten Europaparlament und der Ministerrat den Vorschlägen des Slowenen folgen, hätte die EU zwar einen wichtigen Etappensieg in Sachen Wertstoffkreislauf eingefahren,, viele EU- Staaten stünden allerdings vor einem immensen Kraftakt. Nach FAZ-Angaben landen in der Slowakei, Ungarn oder Griechenland bis heute mehr als 80 Prozent des Mülls auf Deponien oder Verbrennungsanlagen. Wie diese Staaten den Recyclinganteil steigern sollen, hat Potocnik ihnen überlassen. Eine strikte Mülltrennung und die Erhöhung von Deponie-Gebühren allein werden sicher nicht reichen. Im Gegenteil, die Problematik wilder Deponien könnte sich noch verschärfen. Zudem dürften im Zuge der subventionierten Transformationsprozesse „Müll- zu Post-Müll- Gesellschaften“ wieder großzügig EU-Milliarden versickern. Die schwarzen Schafe der Entsorger- und Recyclerbranche kommen unterdessen vor Lachen nicht in den Schlaf, da jede Öko-Verordnung aus Brüssel beinahe schon eine Lizenz zum Gelddrucken ist. Und der Müll am Ende doch wieder auf irgendeiner Kippe in Nigeria landet. Immerhin: Für die ressourceneffiziente Produktion soll die Kommission konkrete Vorgaben ausarbeiten. Als Steigbügel soll dabei die umstrittene Ökodesignrichtlinie Anwendung finden, auf deren Konto u.a. auch das Verbot der klassischen Glühlampe geht. Das kommt einer Steilvorlage gleich: Denn es liegt mehr als nahe, dass die Kommission dann zu dem greift, was inzwischen so etwas wie das europäische Haus-und-Hofmittel geworden ist: dem Verbot, bspw. von Waren, deren Inhaltsstoffe nicht recyclebar sind. Die Richtlinie lasse dafür genug Spielraum, so Potocnik. • Jörg Petzold Nils und Julian Stentenbach. Ihr junges Unternehmen Voltavision prüft Batterien für Elektrofahrzeuge und hilft so, den Weg ins elektromobile Zeitalter zu ebnen. Die ganze Erfolgsstory auf www.nrwbank.de/weitsicht Wir fördern das Gute in NRW. Die Weitsicht, mit der nachhaltige Unternehmen die Energiewende meistern. Weitsicht ist die Basis für eine aussichtsreiche Zukunft unserer Region. Für die NRW.BANK Grund genug, neue Wege mitzugehen. Zum Beispiel mit attraktiven Fördermitteln für Elektromobilität und mehr Energieeffizienz in der Produktion. Sprechen Sie mit uns, damit die Energiewende Realität wird. Das NRW.BANK.Service-Center erreichen Sie unter 0211 91741- 4800. Oder besuchen Sie uns auf www.nrwbank.de/weitsicht

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