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P.T. MAGAZIN 05/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Grundlohn ist nicht

Grundlohn ist nicht alles „Wir können nur das verteilen, was wir erwirtschaften“ Wirtschaft Neben dem Grundlohn erhalten alle Beschäftigten Leistungszulagen, Prämien und viele soziale Leistungen, erläuterte TMP-Geschäftsführer Bernhard Helbing (re) dem Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig während eines Rundganges. Gewinne im Unternehmen lassen und Arbeitnehmer, die begeistert sind – das seien zwei wichtige Eckpunkte in der Philosophie von TMP Fenster + Türen, welche Geschäftsführer Bernhard Helbing Mitte August vorstellte. Anlass war ein Besuch von Matthias Machnig, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie in Thüringen bei dem Fensterhersteller in Bad Langensalza. „Gute-Arbeit-Tour“ – unter diesem Motto besuchte Machnig verschiedene Unternehmen im Norden des Freistaates. „Wir können nur das verteilen, was wir erwirtschaften“, sagte Helbing zu der Debatte zum Mindestlohn, welche vom Minister angestoßen wurde und der hier mindestens 8,50 Euro fordert. Nur so könne man Fachkräfte halten und deren Fortgang stoppen, lautete seine Argumentation. 2011 hätte das Abwanderungssaldo in Thüringen bei minus 5.000 gelegen. „Das Lohnsystem bei TMP besteht aus dem Grundlohn, einem Prämienlohnanteil und einem leistungsbezogenen Verdienstbestandteil. Letzterer wird auf der Basis der erwirtschafteten Rohertragsquote berechnet.“ Bernhard Helbing ist ein konsequenter Verfechter 64 P.T. MAGAZIN 5/2012 (Foto: Presseagentur Fakt/Michael Schlutter) von diesem System und kritisiert in diesem Zusammenhang mit Nachdruck, dass sich die Gesellschaft Schritt für Schritt vom Leistungsprinzip verabschiede. „Gerade im globalen Wettbewerb, in dem wir uns alle befinden, ist Leistungsbereitschaft ein wichtiges Kriterium, um auch in der Zukunft wahre Wertschöpfungsprozesse in Deutschland zu erhalten.“ Man könne nicht auf der einen Seite Mindestlöhne fordern und andererseits gerade im öffentlichen Bereich immer nur den billigsten Anbieter favorisieren, so Helbing. „Lohnzuwächse müssen mit der Ertragsfähigkeit übereinstimmen und kaufmännisch verantwortbar sein“, präzisierte Helbing. Hätte TMP von Anfang an 50 Cent pro Stunde mehr gezahlt, wären das in 22 Jahren fünf Millionen Euro mehr Lohnkosten gewesen. Das hätte in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch das Aus bedeuten können. Wichtig ist dem Geschäftsführer ebenfalls die Eigenkapitalquote von aus seiner Sicht beachtlichen 52 Prozent. Das verschaffe dem Unternehmen Sicherheit – auch gegenüber den Banken. Helbing betonte an dieser Stelle, dass TMP bisher alle erhaltenen Zuschüsse in Form von Körperschafts- und Gewerbesteuer mit einer Quote von 150 Prozent zurückgezahlt habe. „Was ist der Politik wichtiger - Bittsteller oder Steuerzahler“, lautete hier die Fragestellung an den Minister. Unternehmer und Politiker - jeder solle auf seinem Gebiet die an ihn gestellten Aufgaben erfüllen. So hafte der Unternehmer beispielsweise mit seinen Einlagen und dem zu Buche stehenden Unternehmensvermögen. In der Politik gestalte sich das leider etwas anders. Man kann nicht mit Pauschalforderungen von der eigentlichen Kernaufgabe der Politik ablenken, formulierte Helbing mit einem deutlichen Fingerzeig in Richtung Verschuldung des Landes- und des Bundeshaushaltes seine Auffassung. Die vom Minister ebenfalls kritisierte ausufernde Leiharbeit mit Billiglöhnen sei kein Thema bei TMP. Die Quote betrage hier vier Prozent und die Einsatzdauer dieser Mitarbeiter liegt bei vier bis sechs Monaten, um Spitzen in der Saison abzufangen. Der Lohn dieser Beschäftigten läge nur geringfügig unter dem der Stammbelegschaft. Auch brauchte TMP seit 1994 keine Kurzarbeit mehr beantragen. Das liege vorrangig an der seit 1993 im Unternehmen eingeführten Jahresarbeitszeitregelung. Diese trage mit dazu bei, das in den Frühjahrsmonaten, wo die Kapazitätsauslastung teilweise nur bei 60 Prozent liege, dennoch 90 Prozent der Stammbelegschaft gehalten würden. Selbst mit neuen Auszubildenden habe man kein Problem, so Helbing. TMP habe in der Region einen guten Ruf. Entgegen dem allgemein negativen Trend hätten sich genügend junge Leute beworben. Zehn neue Auszubildende, davon zwei Studenten, werden im August 2012 bei TMP anfangen. Viele soziale Leitungen wie Sonderurlaub, Arbeitsplatzanpassungen und Arbeitszeitverlagerungen sowie Anerkennungen in Form von Gutscheinen für Kino, Essen oder Tanken hätten sich herum gesprochen. Dazu komme, dass TMP als Vorbereitung enge Kooperationen mit Schulen in der Region pflege und jährlich 20 Praktikumsplätze zur Verfügung stelle. Der Geschäftsfüh- rer selbst unterrichtet auch an Schulen in Projektwochen das Fach Wirtschaft. Bernhard Helbing steht persönlich für flache Hierarchien im Unternehmen. So werden auftretende Probleme direkt an die Verantwortlichen weitergegeben und gelöst. Ein Ergebnis sei beispielsweise, dass Frauen in der Spätschicht verkürzt arbeiten und bei Kindern im Haushalt mehr Urlaub erhalten. Auch sogenannte Vordenkerteams, in denen Mitarbeiter aller Bereiche an der Lösung anstehender Aufgaben mitwirken, haben sich im Hause TMP etabliert. „Maschinen kann man kaufen, Menschen muss man gewinnen“, lautet das Credo des TMP – Führungsteams. n Michael Schlutter Nachdem im vergangenen Jahr die erste Dresdner WEITSICHT hauptsächlich als Plattform zum Netzwerken für sächsische Unternehmer diente, sollen in diesem Jahr Seminare, Weiterbildung, multimediale Trends und geschäftliche Neuheiten im Fokus stehen. Dass die Neukonzeptionierung der Unternehmermesse auch Anklang bei den klein- und mittelständischen Firmen findet, zeigt die aktuelle Zahl angemeldeter Aussteller. „Die zweite Auflage der Dresdner WEITSICHT wird in rund eineinhalb Monaten, am 18. und 19. Oktober, stattfinden. Bis jetzt haben 120 Unternehmen ihre Teilnahme bekundet, um ebenfalls von den Vorzügen der Messe zu profitieren. Wir sind gespannt, wie sehr wir uns bis zur Veranstaltung noch steigern können. Der Flughafen Dresden International als Veranstaltungsort hat sich im letzten Jahr als hervorragende Wahl herausgestellt. Zum einen ist er sehr gut in puncto Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossen. Unternehmer und Besucher können so ohne Hektik und Stress anreisen. Zum anderen hat ein Flughafen immer etwas mit Weite und Weitblick zu tun. In die Zukunft schauten im vergangenen Jahr auch viele teilnehmende Unternehmer, die Vertragsabschlüsse aufgrund neu geknüpfter Kontakte verbuchen konnten und bis heute zusammenarbeiten", so Dresdner- WEITSICHT-Initiator Roland Hess. Man kann nicht mit Pauschalforderungen von der eigentlichen Kernaufgabe der Politik ablenken Noch 45 Tage bis zur Dresdner WEITSICHT Unternehmermesse auf Flughafen Dresden International mit neuem Konzept Die konzeptionelle Neuorientierung soll aber nicht die einzige Veränderung bezüglich der zweiten Dresdner WEITSICHT sein. Ab diesem Jahr wird die Weitsichtlounge eingerichtet, die dann bis zur darauffolgenden Unternehmermesse 2013 im Flughafen präsent bleiben wird. Sie dient als Ort für Unternehmer, sich das ganze Jahr über im Gebäude des Flughafens für Meetings inklusive Verpflegungsservice zu treffen. „Zeit ist Geld, das wissen wir alle. Um schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen, nutzen Geschäftsreisende oftmals das Flugzeug. Die Meetings dann direkt im Flughafen abzuhalten, ist eine attraktive Alternative zu den eigenen Büroräumen.“, so Hess. Interessierte Unternehmen können sich über die Homepage der Dresdner WEITSICHT anmelden. Weitere Infos: www.dresdner-weitsicht.de Bei Rückfragen: Roland Hess, Telefon 0351 8815810 info@dresdner-weitsicht.de (Foto: barockschloss/Flickr.com)

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