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P.T. MAGAZIN 05/2011

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Gesellschaft (Foto:

Gesellschaft (Foto: Jeremy Daniel, Richard Termine, Kostümdesigner: Alan Hranitelj © 2011 Cirque du Soleil) Unsicherheit aushalten oder vermeiden. Man kann (und muss) durch Krisen lernen. Focussing life Der Technologiekonzern Analytik Jena AG entwickelt, produziert und vertreibt unter der Marke DOCTER ® einzigartige Consumer-Produkte für den weltweiten Markt. Die innovativen Beobachtungs- und Zielgeräte, aber auch Lichttechnik „Made in Germany“ basieren auf jahrzehntelanger Erfahrung in Optik, Mechanik und Elektronik. Analytik Jena AG | Niederlassung Eisfeld Seerasen 2 | 98673 Eisfeld | Deutschland Tel.: 03686 371-115 | Fax: 03686 322037 info@docter-germany.com | www.docter-germany.de Aktivierung der Mitverantwortung Der konzentrierte Blick auf den kompetenten Staat, wie er bei den bisherigen Überlegungen Führung gab, lässt indes die Rolle des Bürgers zu kurz kommen. Doch in der Ordnung der Freiheit geht es zunächst stets um den Bürger. Der Bürger ist freiheitsberechtigt, der Staat freiheitsverpflichtet (Paul Kirchhof). Diese Freiheitsberechtigung bindet den Bürger aber zugleich: durch Selbstverantwortung für das eigene Tun und Unterlassen, durch die Ansprüche der jeweils anderen und durch die Freiheitsverpflichtung des Staates. Jeder Bürger ist immer sowohl in seiner Privatheit zuhause wie in den öffentlichen Raum eingebunden. Dadurch wird die in einer engeren ordnungspolitischen Sichtweise vor allem betonte Selbstverantwortung um die Mitverantwortung für das Gemeinsame erweitert. Bürgerlichkeit als Haltung und Lebensform rekurriert auf die Errungenschaften der Moderne: wirtschaftliche Selbständigkeit, politische Partizipation und kulturelle Autonomie. David Hume reloaded Die Mitverantwortung für die Gestaltung jener Lebensbereiche, die über die Privatheit und den Nahbereich der Nachbarschaft hinausgehen, wird 8 P.T. MAGAZIN 5/2011 umso wichtiger, je differenzierter und heterogener die Lebenssituationen, die Lebensstile und die Wertestrukturen sind. Denn der klassische Leistungsstaat mit dem Versuch, den Einzelfall zu würdigen, gerät damit angesichts zunehmender Heterogenität und hoher Veränderungsdynamik immer stärker in eine aussichtslose Überforderung. Umso entscheidender ist es, dass die Regelfindung und -durchsetzung ebenso wie die Bereitstellung öffentlicher Güter den ordnungstheoretischen Bedingungen guter Politik folgt. Erst dadurch entsteht der Raum für ein wirkungsmächtiges bürgerschaftliches Engagement, das allerdings heute nicht selten als Monstranz mit viel Weihrauch umnebelt in öffentlichen Debatten vorgeführt wird. Bürgerschaftliches Engagement wird seinen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unseres Gemeinwesens aber nur leisten können, wenn es ernst genommen wird, wenn es der Tendenz der Selbstheiligsprechung entsagt, sich professionalisiert und die Besonderheit der freiheitlichen Ordnung, zunächst nicht nach den Motiven der Akteure zu fragen, verinnerlicht. Besonders Unternehmen sind gut beraten, sich immer auch als Handelnde im öffentlichen Raum zu begreifen, die von daher unweigerlich mit dessen Ansprüchen und Bedingungen konfrontiert sind. Es geht – in Anlehnung an David Hume

Gesellschaft – um einen gemeinsamen Sinn für ein gemeinsames Interesse. Das wiederum geht an den Kern der Freiheitsordnung, es führt zu der notwendigen und oben angekündigten Erinnerung. Erinnerung an die Freiheit Es wird derzeit wieder einmal viel Energie – politisch wie medial – darauf verwandt, wirtschaftliches Wachstum und seine Messung kritisch zu beleuchten. Die Erinnerung daran, dass unter den Bedingungen von Freiheit und Verantwortung Wachstum nichts anderes ist als die Folge der täglichen Anstrengungen von Menschen, etwas anders und in der Regel besser zu machen als bisher. Auch dies ist immer wieder von Ökonomen, aber Gott sei Dank nicht nur von diesen betont worden. Manche Kritiker haben auch gar nicht realisiert, was sie eigentlich bewerben. Sei’s drum. Schöner als wir Ökonomen können es Künstler allemal ausdrücken, vielleicht liegt dort auch die Chance besserer Vermarktung. Auch aus jener Zeit, die sich als entscheidend für die Grundlegung wichtiger Treiber der bundesdeutschen Finanzpolitik erwiesen hat, nämlich den frühen 1970er Jahren ist eine wunderbare Huldigung der Freiheit bekannt. Gemeint ist der Song „If you want to sing out“, mit dem Cat Stevens den etwas kruden, schrägen, abgründig komischen und liebenswerten, jedenfalls den Geist der siebziger Jahre hervorragend vermittelnden Film „Harold und Maude“ (1971) bereichert hat. Dort heißt es: „Well, if you want to sing out, sing out And if you want to be free, be free 'Cause there's a million things to be You know that there are … You can do what you want The opportunity's on And if you can find a new way You can do it today You can make it all true And you can make it undo…“ Dieses Freiheitsverständnis ist für die Arbeit des Instituts prägend, dafür ist es gegründet worden. Dieses Freiheitsverständnis lebt von der steten Bereitschaft zum Zweifel, und zwar gerade dann, wenn es scheinbar keinen öffentlichen Raum dafür gibt. Derzeit ist es wieder so, die Debatte um den Energiemix der Zukunft kennt nur noch gut und böse, wo es doch um sachliche Abwägungen von Alternativen geht. Das fordert uns erst recht. n Michael Hüther n geb. 1962 in Düsseldorf n studierte Wirtschaftswissenschaften und mittlere und neuere Geschichte an der Justus-Liebig- Universität in Gießen und der University of East Anglia in Norwich n seit 2004 Direktor des Institut der Deutschen Wirtschaft Köln e.V. (Foto: IW Köln) 5/2011 P.T. MAGAZIN 9

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