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P.T. MAGAZIN 05/2011

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Wirtschaft Kapital für

Wirtschaft Kapital für Know-how Deutsche Industrie investiert mehr in Forschung und Fachkräfte. Personalentwicklung steht im Fokus. Auslandsinvestitionen steigen. Prof. Dr. Norbert Winkeljohann, Vorstandssprecher von Pricewaterhouse- Coopers Deutschland (Foto: PWC) (IW/PWC/BDI) Die deutschen Industrieunternehmen investieren wieder genau so stark wie vor Beginn der Wirtschaftskrise. Dabei gewinnen Investitionen in Personal und Knowhow in den kommenden fünf Jahren gegenüber den klassischen Sachinvestitionen weiter an Bedeutung. Zudem soll der Anteil der Auslandsinvestitionen deutlich steigen, was zumindest in Teilen auf die ungewissen Konsequenzen des Atomausstiegs für den Industriestandort Deutschland zurückgeführt werden kann. „Die deutschen Unternehmen wissen, dass sie ihre führende Position im globalen Wettbewerb nur mit qualitativem Wachstum auf Grundlage von Innovationen und Know-how behalten können. Daher investieren sie mehr in die Forschung und die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Die Politik sollte diese Bemühungen stärker unterstützen. Sinnvolle Elemente zur Stärkung des Industriestandorts wären eine steuerliche Förderung von Forschungsinvestitionen sowie Erleichterungen für den Zuzug ausländischer Spezialisten nach Deutschland“, kommentiert Prof. Dr. Norbert Winkeljohann, Sprecher des Vorstands von PwC. Das Investitionsvolumen der Unternehmen in Deutschland stieg im Jahr 2010 um gut 15 Prozent auf 223 Milliarden Euro und übertraf damit erstmals den Wert des Vorkrisenjahres 2008. Zu den 223 Milliarden Euro sind etwa 52 Milliarden Euro hinzuzurechnen, die Unternehmen in Forschung und Entwicklung, Innovationen und Personalentwicklung investierten. Die Investitionsquote der Industrieund industrienahen Dienstleistungsunternehmen legte 2010 deutlich um 0,3 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent der Umsatzerlöse zu. Gut zwei Drittel der Unternehmen haben 2010 (auch) in den Aufbau neuer Geschäftsfelder investiert, demgegenüber haben sich nur sieben Prozent mit Investitionen zum Erhalt der bestehenden Aktivitäten zufrieden gegeben. Wissensinvestitionen gewinnen an Gewicht Zwar werden klassische Investitionen in Bauten, Maschinen und andere Ausrüstungsgegenstände auch künftig dominieren, die Gewichte dürften sich jedoch zu Gunsten der wissensintensiven Investitionen verschieben. So rechnen 41 Prozent der befragten Unternehmen mit steigenden Sachinvestitionen, jedoch 70 Prozent mit höheren Ausgaben für die Personalentwicklung. Eine wachsende Bedeutung von Investitionen in Forschung und Entwicklung prognostizieren rund 43 Prozent der Befragten. Die verstärkte Ausrichtung auf Wissensinvestitionen geht einher mit der zunehmenden Bedeutung qualitativ orientierter Wachstumsstrategien. So setzen gut 25 Prozent der Unternehmen auf Wachstum durch Innovationen und die Erschließung neuer Geschäftsfelder, während nur 15 Prozent in erster Linie über steigende Produktions- und Absatzmengen wachsen wollen. Messbar Mehr. dataTec ist der größte deutsche Fach-Distributor für Oszilloskope, Messgeräte, Netzgeräte, Prüfgeräte und Wärmebildkameras. Von seinem Stammsitz in Reutlingen aus betreut dataTec namhafte Industrieunternehmen, Handwerksbetriebe, Behörden sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen. dataTec bietet eine einzigartige Auswahl, kompetente und persönliche Beratung sowie umfassend kundenorientierten Service. Unser Markenversprechen: Messbar mehr. Ihr Spezialist für Mess- und Prüfgeräte dataTec GmbH • Ferdinand-Lassalle-Straße 52 • 72770 Reutlingen • Telefon 07121 / 51 50 50 • Telefax 07121 / 51 50 10 • info@datatec.de • www.datatec-gruppe.de

Wirtschaft Mehr Investitionen im Ausland Die Betonung qualitativer Wachstumsstrategien schlägt sich auch in steigenden Auslandsinvestitionen nieder. So halten die befragten Unternehmen Investitionen im Ausland für "sehr wichtig" zur Marktentwicklung und Erschließung neuer Geschäftsfelder, während diese Aspekte bei Inlandsinvestitionen nur neutral gewichtet werden. In den kommenden fünf Jahren wird der Anteil der Auslandsinvestitionen der Befragung zufolge deutlich von rund 11 Prozent auf gut 18 Prozent zulegen. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei den Industrieunternehmen, die den Anteil der Auslandsinvestitionen von derzeit 10 Prozent auf 22 Prozent steigern wollen. Wichtigste Zielregion für Auslandsinvestitionen ist Westeuropa mit einem Anteil von knapp sechs Prozent an allen Investitionen. Energiewende verunsichert Starken Einfluss auf die Investitionstätigkeit der kommenden Jahre dürften der Atomunfall in Japan sowie die resultierende Energiewende in Wissen ohne Menschen, die es anzuwenden verstehen, ist tot. Deutschland haben. Über die Hälfte der befragten Industrie- und Dienstleistungsunternehmen befürchtet, dass der Atomausstieg in Deutschland zu steigenden Energiepreisen und Engpässen bei der Stromversorgung führen wird. Demgegenüber bewertet jedes fünfte Unternehmen die Energiewende positiv, ein weiteres Fünftel sieht keine Auswirkungen. Forderung nach Bürokratieabbau Ungeachtet der künftig steigenden Auslandsinvestitionen bleibt Deutschland für die meisten Industriebetriebe der wichtigste Standort, für viele sogar der einzige. Im Jahr 2010 investierten (Foto: Inst. Für Mathematik, Universität Würzburg) immerhin zwei Drittel der befragten Betriebe ausschließlich im Inland. Entsprechend wichtig sind weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen durch die Politik. Auf die offene Frage nach notwendigen Veränderungen nannten vier von zehn Unternehmen den Bürokratieabbau. Mehr Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt wünschten sich gut 25 Prozent der Befragten, während die Verbesserung der Energieversorgung mit 25 Prozent der Nennungen auf dem dritten Rang folgt. Von den Industrieunternehmen sehen hier sogar gut 33 Prozent Handlungsbedarf - ein weiterer Hinweis auf die Verunsicherung der Branche durch den beschlossenen Atomausstieg. n

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