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P.T. MAGAZIN 04/2014

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Fischen am falschen

Fischen am falschen Teich (Foto: kjodage/Flickr.com/ CC BY 2.0) Wirtschaft Wenn es nach deutschen Arbeitgebern geht, müssen internationale Fachkräfte vor allem eines beherrschen: die deutsche Sprache. Ein Schuss der nach hinten losgeht 44 Arbeitgeber spielen „Deutsches Roulette“ – ob sie wollen oder nicht. Die Regeln sind einfach: Drei Arbeitnehmer gehen in Rente. Nur zwei Berufseinsteiger stehen zur Verfügung. Ein Arbeitgeber geht leer aus. Schade, Sie haben verloren. Gewöhnen Sie sich daran: 300.000 Menschen gehen jedes Jahr mehr in Rente, als junge Menschen in den Beruf einsteigen. Es wird nicht besser. Hilflose Reaktionen Unternehmen geben immer mehr Geld für die Mitarbeitergewinnung aus: Jobmessen, Twitter-Account, Active Sourcing: Immer vielfältiger werden die Versuche, neue Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Trotzdem wird es jedes Jahr schwieriger offene Stellen zu besetzen. Die Arbeit in der Firma wird aber nicht weniger. Also werden die Ansprüche gesenkt um die Stelle irgendwie zu besetzen. Die Qualität leidet. Und morgen gehen wieder drei Mitarbeiter in Rente. Der Kandidatenpool ist noch kleiner als gestern, die Qualität der verbliebenen Interessenten noch schlechter. Wie weit wollen Sie Ihre Ansprüche senken? Wenn der Teich leer ist, hilft kein neues Netz. Mit verdorbenen Fischen kocht man kein Sterne- Dinner. Wer beste Qualität will, statt das „geringste Übel“ braucht eine radikale Lösung. Zeit in einem anderen Teich zu fischen. „International“ ist keine Lösung Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben ist keine Lösung des Problems. Eine überraschende Aussage von einem Personalberater der sich genau auf internationale Fachkräfte spezialisiert (Foto: kris krüg Kris Krug / Flickr.com (CC BY-SA 2.0)) „Do you speak German?“ – „No, but first-class English!“ P.T. MAGAZIN 4/2014

Über den Autor n Chris Pyak ist Geschäftsführer der Immigrant Spirit GmbH. Er hilft Unternehmen, die Kooperation in internationalen Teams zu verbessern. Chris Pyak hat zehn Jahre u.a in Großbritannien, Russland und Osteuropa gearbeitet. P.T. MAGAZIN 4/2014 hat. Aber „International“ hilft gar nichts. Jedenfalls nicht so wie sich deutsche Unternehmer das vorstellen. Die meisten Personalabteilungen suchen nach „deutschsprachigen“ Ausländern. Das ist aber eine Illusion. Die kalte Wahrheit: Bei Immigrant Spirit GmbH haben wir 25.000 internationale Fachkräfte in unserer Datenbank. Fast alles Akademiker, hervorragend ausgebildet und mit vielen Jahren Berufserfahrung in den besten Firmen. Und: Alle interessieren sich für eine Tätigkeit in Deutschland – oder leben schon hier. Doch nur zwölf Prozent dieser Fachkräfte sprechen Deutsch. Sehr gutes Deutsch (C1 Level oder höher) sprechen sogar nur zwei Prozent. Mit anderen Worten: 500 von 25.000 Kandidaten, und das sind bereits Menschen mit einem Interesse an Deutschland. Seien wir ehrlich: Für die große Masse der internationalen Talente sind unser tolles Wetter und unsere niedrigen Steuern (Ja, das ist ironisch gemeint) kein Grund nach Deutschland auszuwandern. Wer von ausländischen Fachleuten fließendes Deutsch erwartet, tauscht den kleinen deutschen Teich gegen eine winzige Pfütze ein an der bereits alle Wettbewerber nach Kandidaten fischen. Eine echte strategische Lösung muss mehr leisten: Sie darf nicht den Mangel mildern, sondern muss uns Überfluss bescheren. Nur dann können Unternehmen Kandidaten nach der besten Qualität auswählen. Das Latein unserer Tage Schauen wir noch einmal in die Immigrant Spirit Datenbank: 92 Prozent unserer Kandidaten sprechen Englisch. Weit über 40 Prozent sprechen sogar sehr gutes Englisch (C1 Level oder höher). Englisch ist das Latein unserer Tage und die Sprache des Geldes. Als Unternehmer haben wir also zwei Wahlmöglichkeiten: A) Wir beschränken uns auf Fachkräfte die Deutsch sprechen und kämpfen mit immer größerem Aufwand, mit immer mehr Wettbewerbern um eine immer kleinere Zahl von Kandidaten. Wir müssen unsere Ansprüche immer weiter senken – und bekommen folglich immer schlechtere Leistungen der wenigen neuen Mitarbeiter. B) Wir befreien uns von der Einschränkung „die Deutsch sprechen“ und suchen nach den besten Fachkräften. Mit Englisch als Betriebssprache stehen uns sämtliche Fachkräfte der Welt offen. Das wichtigste Einstellungskriterium wird wieder fachliche Qualifikation, Motivation und nachweisbare Erfolge – und nicht Sprache. So wie es sein sollte. Welche der beiden Strategien ist erfolgreicher? Den Mangel verwalten oder die besten Talente einstellen? Ein schmutziges Geheimnis Jeden Tag spreche ich mit Personalabteilungen und höre Gründe, warum der neue Sales Manager für Lateinamerika unbedingt Deutsch sprechen müsse – obwohl er doch fast seine ganze Zeit beim internationalen Kunden verbringt. Wer im Export erfolgreich ist, weiß: An Englisch führt kein Weg vorbei. Genau das macht uns Angst: Die Erkenntnis, dass wir selbst uns weiter entwickeln müssen, dass unser Unternehmen sich verändert wenn wir wirklich internationale Kollegen einstellen. Ist das anstrengend oder ein neues Abenteuer und eine Chance, sich zu beweisen? Sie sind Unternehmer. Ich glaube, ich weiß welche Antwort Sie wählen. Post Scriptum Eine Firmenkultur umzustellen ist ein langer Weg. Ein erster Schritt ist es, Mitarbeiter einzustellen, die Englisch sprechen – und ihnen Zeit und Unterstützung zu geben, um unsere Sprache und unsere Geschäftskultur zu lernen. Gleichzeitig sollten Sie Ihre deutschen Mitarbeiter an eine internationale Businesskultur heranführen. An das lateinische „PS“ haben wir uns ja auch gewöhnt… n Chris Pyak Herzlich Willkommen im Hotel Lellmann Kongress, Tagung, Kundenveranstaltung, Präsentation oder Marketingveranstaltung, Im Hotel Lellmann sorgen wir dafür, dass aus allen Veranstaltungen ein echtes Event wird. Unser Tagungsraum "Lehrerzimmer" verfügt über modernste Tagungstechnik, integriert in eine angenehmen Atmosphäre, an einem Ort, an dem man sonst nur Urlaub macht. Dazu bieten wir einen Service, der keine Wünsche offen lässt. 60 individuelle Themen-Zimmer, eine urige Weinstube, eine Cocktailbar, ein Steak Restaurant, ein Schwimm bad & ein kleiner SPA-Bereich lassen uns mit Stolz behaupten ein würdiger Repräsentant des atemberaubenden Moseltals zu sein. Machen Sie aus Ihrer Tagung ein Event, das in Erinnerung bleibt. Gerne unterstützen wir Sie in der Ausgestaltung eines Rahmenprogramms und übernehmen alle Aufgaben damit Sie sich ausschließlich Ihren "Gästen" widmen können. F I N A L I S T Großer Preis des MITTELSTANDES 2013 Wir freuen uns auf Sie! Familie Ludwig & das Team vom Hotel Lellmann

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