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P.T. MAGAZIN 04/2011

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

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Wirtschaft Wirtschaft Wachstumsmarkt Industrieservice Nicht Preis und Pünktlichkeit, sondern Qualität und Reaktionszeit entscheiden über den Erfolg Trend: Instandhaltung der eigenen Anlagen durch fremde Spezialisten (KLARTEXT ONLINE) - Mit einem Marktvolumen von rund 20 Mrd. Euro in Deutschland und geschätzten 100 Mrd. Euro in Europa entwickelt sich die Dienstleistungssparte Industrieservice zu einer eigenen Branche. Für Industrieunternehmen mache es sich oft (Foto: Engelbert Hosner/ www.bauwissen.at/pixelio.de) bezahlt, die Instandhaltung der eigenen Anlagen an hochqualifizierte Spezialisten auszulagern, um sich selbst auf die Kernkompetenzen konzentrieren zu können, so ein Bericht der Fachzeitschrift „MM Maschinenmarkt“. Gefragt seien dabei intelligente Modelle mit einem lösungsorientierten Service, mit dem Ziel, die Anlagenverfügbarkeit zu steigern und die Gesamtkosten zu reduzieren. Hoher Nutzen beim Auslagern „Je komplexer die Instandhaltungsprojekte werden, desto mehr nutzen Unternehmen die Möglichkeit, ganze Prozessschritte auszulagern und an Industrieserviceanbieter zu vergeben“, erklärt Reinhard Maaß, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes für Industrieservice (WVIS) im Gespräch mit dem Magazin „Instandhaltung“. Was immer die Unternehmen treibe, auf externe Industriedienstleister zu setzen, der Nutzen, so Maaß, sei auf jeden Fall hoch, da sich die Konzepte konsequent am Auftraggeber orientieren. Als wichtige Kriterien bei der Entscheidung, welche Industrieservices sie extern einkaufen, nennen die von Roland Berger befragten Unternehmen vor allem eine leichte Abgrenzbarkeit, eine gewisse Distanz zum Kerngeschäft sowie eine gut messbare Qualität der zu erbringenden Leistung. Bei der Auswahl der Dienstleister sind deren Qualität und Reaktionszeit den Unternehmen wichtiger als Kriterien wie Preis, Know-how oder Pünktlichkeit. Individueller Service Der baden-württembergische Lösungsanbieter Bizerba regelt die Reaktionszeiten beispielsweise durch individualisierte Kundenverträge. „Fällt eine Produktionslinie aus, so garantieren wir, dass ein Techniker rund um die Uhr binnen einer Stunde mit der Problemlösung beginnt. Das funktioniert heutzutage oftmals sogar ohne Vorort-Einsatz, da Techniker auch über das Internet auf die Anlagen zugreifen und Fehler analysieren können“, sagt Robert Keller, Director Business Services bei Bizerba. Doch obwohl es sich allein beim Instandhaltungsmarkt um einen Milliardenmarkt handelt, gibt es wenige Informationen über Entwicklungen, Strukturen und Anbietertypologien, so Jörg Hossenfelder, Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens Lünedonk, im Gespräch mit „Process“: „Anfragen von Anwendern und Anbietern gleichermaßen haben uns bewogen, uns diesem Segment mit einer jährlichen Studie zu widmen.“ Industrieservice brummt Die Studie „Führende Unternehmen für industrielle Instandhaltung in Deutschland“ befasst sich mit den Entwicklungen in Deutschland agierender Instandhaltungsunternehmen. Größter Player im Markt ist nach der Erhebung das Unternehmen Bilfinger Berger, das allein im Jahr 2008 in Deutschland einen Umsatz von 753 Mio. Euro machte. 2010 nahm die weltweite Leistung um 5% auf 8,1 Mrd. Euro zu. Dabei sei der Anteil des Dienstleistungsgeschäfts laut Bilanzpressekonferenz 2011 des Unternehmens auf rund 80% gewachsen. Auch der Wirtschaftsverband für Industrieservice (WVIS) ermittelt mit einer jährlichen Umfrage die aktuellen Einschätzungen zum Marktumfeld des Industrieservices. Für 2011 werden derzeit Unternehmen im Industrieservice und deren Kunden befragt, um ein möglichst repräsentatives Stimmungsbild für die gesamte Branche zu ermitteln. ■ Signifikanter Markt ■ Gesamtvolumen für Industrieservices in Deutschland 2008: rd. 29 Mrd. Euro – über 50% des Volumens entfallen auf Instandhaltungsservices ■ Hoher Fremdleistungsanteil: extern erbrachter Anteil 2008: rd. 32% des Gesamtvolumens – Industriemontagen und technische Reinigung mit dem höchsten Outsourcinggrad (Quelle: Roland Berger) 30 P.T. MAGAZIN 4/2011 4/2011 P.T. MAGAZIN 31

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