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P.T. MAGAZIN 03/2013

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Wirtschaft (Foto:

Wirtschaft (Foto: PresseBox.de/Flickr.com) Umgedrehtes Lernen Moderner Unterricht mit dem „Flipped Classroom“ Der klassische Frontalunterricht wird immer wieder kritisiert – gerechtfertigt oder nicht. Die Frage, die sich dabei allerdings stellt, ist vielmehr, ob der Unterricht den heutigen Lernbedürfnissen Die Mounting Systems GmbH in Rangsdorf ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung und Produktion von Befestigungssystemen für Solaranwendungen. Mit 20 Jahren Erfahrung gehören wir zu den innovativsten Herstellern auf diesem Gebiet. Mit höchstem Anspruch an Kundenzufriedenheit und Qualität sind wir mit über 250 Mitarbeitern an unseren Standorten in Frankreich, Großbritannien und den USA sowie an unserem Hauptsitz in Rangsdorf bei Berlin tätig. Mounting Systems ist DIN ISO 9001 zertifiziert. In den letzten Jahren war das Unternehmen regelmäßig für Unternehmens­ und Qualitätspreise nominiert und hat diverse Preise gewonnen. Umsatz, Gewinn und Mit arbeiter zahlen wurden in den letzten Jahren ebenso nachhaltig gesteigert wie das soziale Engagement vor Ort. Mounting Systems GmbH Mittenwalder Straße 9a D 15834 Rangsdorf www.mounting-systems.com Besuchen Sie uns bei Facebook: www.facebook.com/mountingsystems überhaupt noch gerecht wird und welche Alternativen es dazu gibt. Häufig wird mehr Raum für Kreativität gefordert, aber Antworten, wie dies zu erreichen ist, blieben bislang eher aus. Dabei könnte es so einfach sein, Dinge, die uns bereits im Alltag begleiten, einfach auch in den Unterricht einzubauen und ihn damit abwechslungsreicher zu gestalten. Die Rede ist dabei von digitalen Medien, die bislang noch viel zu selten im Unterricht genutzt werden. Da Kinder und Jugendliche diese zu Hause wie selbstverständlich nutzen, ergibt sich hier ein großes Potential und die Möglichkeit, sie mit Themen und Hilfsmitteln für die sie sich begeistern können direkt zu erreichen. Knappe Unterrichtszeit produktiver gestalten Gerade ein ansprechender Unterricht ist im Hinblick auf die Reformen der letzten Jahre wichtig, die Schülern, Studenten und Lehrkräften immer weniger Zeit zum Lernen geben und ihnen so immer mehr abverlangen. Schlagworte wie das achtjährige Gymnasium oder die Bologna-Reform dürfen nicht dafür stehen, dass die Lernenden überfordert zurückgelassen werden. Innovative Lernmodelle, die zunehmend digitale Medien beispielsweise in Form von individuell erstellten Lernvideos in ihre Methodik einbeziehen, können aber dabei helfen, die knappe Unterrichtszeit produktiver zu gestalten und das Interesse am Lernen zu erhöhen. Denn Unterricht und digitale Medien sind heute untrennbar miteinander verbunden. Beim „Flipped Classroom“-Modell werden etwa den Schülern und Studenten die Lehrinhalte bereits in Vorbereitung auf die Unterrichtsstunde mit dem Lehrer oder Dozenten beispielsweise durch Camtasia-Videos vermittelt. Der Unterricht wird sinnbildlich „umgedreht“. Statt alleine zu Hause Übungsaufgaben zur vorherigen Stunde zu bearbeiten, eignen sich die Schüler die Lerninhalte selbstständig und im Voraus an, wodurch im Unterricht mehr Zeit zur Vertiefung, für Fragen und das gemeinsame Üben zur Verfügung steht. Zum Erarbeiten der Lerninhalte können beispielsweise Screencasts eingesetzt werden, in denen komplexe Aufgaben erklärt und visuell dargestellt werden. Quote der Wiederholer deutlich gesenkt Bei der diesjährigen ICM Konferenz der Universität Marburg war ich mit zahlreichen Lehrern und Dozenten in Kontakt, die ihre positiven Erfahrungen mit diesem Lehrkonzept geschildert haben. Vor allem die gewonnene Zeit im Unterricht, die man für die Besprechung oder Vertiefung eines bestimmten Themas oder einer Fragestellung nutzen kann, sehen sie als positiv an. Die Lehrer haben mehr Zeit, auf die individuellen Probleme jedes Einzelnen einzugehen und waren begeistert, wie sich dies auf die Motivation ihrer Schüler und Studenten auswirkt. Prof. Dr. Jörn Loviscach aus dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathema- Über den Autor (Foto: Sprachenatelier/Flickr.com) n Anton Bollen ist für TechSmith in Berlin als Kundenbetreuer, Screencaster, Designer und auch Trainer aktiv (Foto: Anton Bollen) tik an der FH Bielefeld wendet in seinen Vorlesungen das Inverted Classroom- Modell bereits erfolgreich an: „Frontalunterricht verschwendet im Zeitalter leicht produzier- und konsumierbarer Internet-Videos die kostbare und knappe gemeinsame Zeit der Studierenden mit den Lehrenden. Ich gehe davon aus, dass mehr und mehr Lehrende den Flipped Classroom als einen einfachen und risikoarmen Weg in das Blended Learning entdecken. Der umgedrehte Unterricht erlaubt, in den Veranstaltungen dort zu starten, wo man sonst mit der Vorlesung aufgehört hat.“ Der Erfolg bleibt nicht aus Bei der selbstständigen Erarbeitung von vorgegebenen Themenstellungen zu Hause können Schüler und Studenten sich im Flipped Classroom-Modell kreativ austoben und ihr Potential entfalten. Nachdem das Konzept in den USA bereits vielfach erfolgreich eingesetzt wird, bin ich mir sicher, dass auch deutsche Schulen und Universitäten immer öfter diesen Weg gehen werden. Denn der Erfolg bleibt nicht aus. Das Beispiel einer Schule in Michigan zeigt, wie die Quote der durchgefallenen Schüler nach Häufigkeit der Computernutzung im Unterricht durch Schüler in Deutschland in den Jahren 2007 und 2012 45,00 2007 40,00 2010 35,00 30,00 25,00 20,00 15,00 10,00 5,00 0,00 der Einführung des Flipped Classroom- Konzepts bereits im ersten Jahr stark gesunken ist. Im Fach Englisch sank die Quote beispielsweise von 52 auf 19 Prozent, in Mathematik von 44 auf 13 Prozent. Dies ist gerade im Hinblick auf die immer wiederkehrende Debatte relevant, wie sinnvoll das Sitzenbleiben generell überhaupt noch ist. Denn Studien legen nahe, dass das Durchfallenlassen von Schülern wirtschaftlich ineffizient ist, viel zu viel kostet und dem Durchgefallenen letztlich nichts bringt. n Anton Bollen (Grafik: Bitkom/Statista) 38 P.T. MAGAZIN 3/2013

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