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P.T. MAGAZIN 03/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Das innovative

Das innovative „Fabrikle“ von Michael Koch aus Ubstadt-Weiher managed zum Beispiel Bremsenergie bei Antriebstechnik völlig netzunabhängig. (Foto: Michael Koch GmbH) Hochleistungsautomaten für kombinierte Aufgaben Gesellschaft Die Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom untersuchte „Gemeingüter“. Dazu gehören auch wirtschaftskulturelle Traditionen einer Gesellschaft. die Geschichten, die junge Leute dazu verführen, sich selbständig zu machen, Arbeitsplätze zu schaffen, Zukunft zu gestalten? Infantile Ablehnung der Realität Dieser Frage widmen sich in Deutschland vor allem Unternehmerverbände oder Philosophen. Außerhalb der Fachpresse bleibt das weitgehend ohne Echo. Sogar die katholischen Bischöfe in Deutschland riefen mit ihrem „Sozialwort“ im Sommer 2011 zu einer gesellschaftlichen Debatte über die Idee der Freiheit auf. Diese Debatte ist bitter nötig. Mit dem volks- und betriebswirtschaftlichen Grundwissen, mit dem Selbstverständnis einer freien Bürgergesellschaft ist es häufig nicht weit her. Der heutige Bundespräsident Joachim Gauck ließ nach dem Dresdener Kirchentag die Bemerkung fallen, er habe dort eine nahezu infantile Ablehnung ökonomischer Realitäten beobachten müssen. Kein Wunder, wenn die Realitäten nicht zur Kenntnis genommen werden: „Wenn ihr das jeden Tag im Fernsehen hört von der Staatsverschuldung – das dürft ihr nicht so ernst nehmen. Da braucht ihr keine Angst zu haben. Die Schulden hat der Staat bei seiner Bundesbank. Das müsst ihr euch so vorstellen, als hättet ihr Schulden bei euren Eltern. Später erbt ihr, da gleicht sich das aus“. Wenn das der Sportlehrer in der Fußballpause gesagt hätte, könnte man abwinken. Aber es war die Gesellschaftskunde-Fachlehrerin eines Gymnasiums vor 16-jährigen. Wo hat die denn studiert? Was soll aus den Schülern werden? Herzstück freier Wirtschaftsordnung Hätte es zu Zeiten von Pythagoras schon Fernseh-Talkshows gegeben, wäre täglich wild über die Frage gestritten worden, wie man Menschen davor schützen kann, vom Rand der Erde zu fallen, falls die Erde doch eine Scheibe ist und keine Kugel. Ähnlich verwirrend kommen Kappenberger + Braun ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Cham und zählt zu einem der führenden Elektrounternehmen in Deutschland und zu den größten in Bayern. Von bescheidenen Anfängen mit 6 Mitarbeitern im Gründungsjahr 1960, entwickelte sich K+B zum international tätigen Elektrounternehmen mit europaweit 1496 Mitarbeitern. Elektrotechnik Stark- und Schwachstromanlagen Mess- und Regeltechnik für Wasser- und Abwasseranlagen Elektro-Technik Cham • Regen • Ilmenau • Pilsen Produktion Schaltanlagen-/Metallsonderbau, Tableaufertigung Kommunikationstechnik Netzwerk-Datentechnik, Telekommunikation Sicherheitstechnik Alarm- und Brandmeldeanlagen (VDS) Gebäudeautomation für Heizung, Klima, Lüftung und Bustechnik Prüf- und Abnahmewesen für sicherheitstechnische Prüfungen und E-Check Ihr Partner für Elektrotechnik Großer Preis des Mittelstandes Bayerischer Qualitätspreis Rittal Award K+B E-Tech GmbH & Co. KG 93413 Cham • Barbaraweg 2 Tel. 09971/393-0 Fax 09971/3300 info@k-b.de • www.k-b.de (Foto: Wikimedia/CC-3.0/Prolineserver 2010) Fachmärkte Cham • Amberg • Bad Kötzting • Schwandorf • Regen Waldkirchen • Ilmenau • Rudolstadt • Prag • Bratislava Unterhaltungselektronik LCD-TV, Plasma-TV, HiFi, Car-HiFi, Digital Foto CD, DVD und Blu-ray Musik, Filme, Konsolen-Spiele, PC-Software Computer, Hard- und Software PC, Notebook, Netbook, Tablet, Zubehör Telekommunikation Handy, DSL, WLAN, Telefone, TK-Anlagen Haushaltsgroßgeräte Waschen, Trocknen, Kühlen, Gefrieren, Spülen Haushaltskleingeräte Kaffeevollautomaten, Mikrowellen, Bügeln, Saugen K+B Service Finanzierung, Lieferung, Installation, Reparatur oft heutige Polit-Talkshows daher. Je detailverliebter man mögliche Probleme angeht, umso mehr vergisst man die Grundlagen: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Eine freie Wirtschaft ist immer erfolgreicher als jede denkbare Kommandowirtschaft. Das gilt offenbar selbst dann, wenn sich eine politisch unfreie Gesellschaft der Kräfte der freien Wirtschaftsordnung bedient. Da wirken offenbar Grundregeln mit der Unvermeidlichkeit einer Naturgewalt. Diese Grundregeln sind nahezu unbekannt, sie werden nicht in der Schule vermittelt. Erstens: Der unternehmerische Mittelstand ist das Herzstück jeder freien Wirtschaftsordnung. Seine Vielfalt und seine zigtausendfach individuellen Lösungen garantieren eine friedliche, Wert schöpfende, sozial und ökologisch verantwortungsvolle Gesellschaft. Unbeschadet von politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Wirren sichern erfolgreiche Unternehmen mit Flexibilität und Ideenreichtum hohe Existenz- und Beschäftigungsstabilität. Millionenfaches Engagement Auch der Erfolg Chinas ist eben nicht nur einem harten Pekinger Staatskapitalismus zuzurechnen, sondern der politisch gewollten millionenfachen Entwicklung eines unternehmerischen Mittelstandes. Dieser Mittelstand kämpft mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln um seinen Platz in der internationalen Arbeitsteilung und seinen Anteil am internationalen Wohlstand. Zweitens: Konzentrische Wirtschaftskreisläufe sind Quellen sozialen Wohlstands und sowohl Voraussetzung als auch Resultat mittelständischer Wirtschaft. Das Denken in Wirtschaftskreisläufen prägte frühere Jahrhunderte. Es lässt sich von der norddeutschen Hanse bis zum Volks- und Raiffeisenprinzip finden. Im letzten Jahrhundert ging es leider fast völlig verloren. Wo zentralistische Planungskommissionen dominieren, scheitern mechanistische Masterpläne an der Komplexität der Wirklichkeit. In solchem Umfeld blühen Finanzspekulationen und Scheinwirtschaft. Solange Finanzgeschäfte für 40 Prozent der US-Gewinne sorgten, konnte der Staat auch 40 Prozent der Steuern hier generieren. Solange wurde die Finanzindustrie gepäppelt. Wirtschaftskulturelles Erbe Drittens: Der Wohlstand einer freien Gesellschaft ist die Summe des Wohlstands seiner freien Bürger. Wenn ein Staat aus sozialpolitischen Gründen die Unterlasser statt der Unternehmer unterstützt und dabei den Bogen überspannt, geht das letztlich immer zu Lasten der gesellschaftlichen Innovationsfähigkeit, zu Lasten aller. Wenn die Quellen sozialen Fortschritts und gesellschaftlichen Reichtums zu Senken verkommen, verschwindet Volksvermögen wie in einem schwarzen Loch. Was weg ist, was konsumiert wurde, steht für Zukunftsinvestitionen nicht mehr zur Verfügung. Die Entwicklung eines unternehmerischen Mittelstandes mit eigenem Selbstbewusstsein hat in Deutschland viele Väter. Das geht zurück bis zu den Sozialreformern Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch Mitte des 19. Jahrhunderts. Deutschland hat dabei eine richtig gute wirtschaftskulturelle Tradition. Die Ökonomen sprechen vom „industrial heritage“ einer Region, in der sogar nach ein paar Generationen Pause plötzlich wieder ein unternehmerischer Mittelstand als Quelle gesellschaftlichen Reichtums entsteht. Wo das Auto erfunden wurde Die Chroniken des Dörfchens Schönheide an der Grenze zwischen Erzgebirge und sächischem Vogtland berichten, dass im Jahr 1878 ein gewisser Carl Benz aus Mannheim den Schlosser Louis Tuchscherer besucht haben soll. Dieser hatte damals eine „Kutsche ohne Pferde“ erfunden. Aber er hatte kein Geld, keine Kontakte. Er war der Spinner. 3/2012 P.T. MAGAZIN 9 Überzeugend, konstant und innovativ in der kurvengesteuerten Automatisierung verkettete als auch allein stehende ➢ Stanz - ➢ Biege - ➢ Montageprozesse ohne Trägerstreifen (Bandbreite x Bandvorschub entspricht der Platinengröße) ➢ intelligente Zuführsysteme ohne Rücklauf (lageorientiertes Drehen von Bauteilen, automatische Schlechtteilentfernung) ➢ intelligente Werkzeuge (konstante, maßhaltige Produktion) ➢ kundenspezifische Produktion mit QS (Sicherung der Anlagenzuverlässigkeit, Wirkungsgradnachweis auf dem Prüfstand) „Ideale Lösungen entstehen aus Ideen“ ausgezeichnet 2008, 2010 und 2011 F I N A L I S T Großer Preis des MITTELSTANDES 2011 K&S Anlagenbau GmbH Gewerbestraße 13 D - 87663 Lengenwang Fon.: +49 (8364) 98460 E-Mail: info@ks-anlagen.de www.ks-anlagen.de (Foto: Boris Löffert)

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