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P.T. MAGAZIN 03/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Das Pulverfass des

Das Pulverfass des Zeitgeistes Der Mangel an unternehmerischen Kräften kostet uns die Freiheit Gesellschaft Die Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten. Staaten, deren Pro-Kopf-Verschuldung das verfügbare Einkommen ihrer Bürger um 100% überschreitet sind die Regel, nicht mehr die Ausnahme. Die Geldvermehrung durch Notenbanken, die sich als Staatsfinanzierer und nicht mehr als Hüter des Geldwertes verstehen, hat ein Maß erreicht, das auch ohne zunehmende Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zu unerwartet hoher Inflation führt. Denn die Asset- Blasen, die durch die USA, Europa und China produziert werden, schwappen unaufhaltsam über die globalen Finanzmärkte zurück in die Güter des täglichen Bedarfs – ein zwingender Zusammenhang, den nur wenige Ökonomen auf dem Radarschirm hatten. (Foto: Jacques Tilly) Spielplätze verantwortungsloser Kasino-Kapitalisten Doch das am meisten beunruhigende Signal, dass wir vor einem Kollaps stehen, ist die extreme Volatilität der Börsen. Denn die Börsen werden inzwischen landauf landab nur noch als Spielplätze verantwortungsloser Kasino-Kapitalisten angesehen. Volatilität wird vornehmlich interpretiert als Beweis, dass man diesen Spielern harte Handschellen der Regulierung anlegen muss. Und hier liegt der Zündstoff, der das Pulverfass Weltwirtschaft spätestens auf mittlere Sicht in die Luft jagen wird. Denn genauso wie auch beim Bruch der Stabilitätsregeln des EURO wirft die Politik die Prinzipien der Wirklichkeit ohne Zögern über Bord – sie blendet das Genauso wie auch beim Bruch der Stabilitätsregeln des EURO wirft die Politik die Prinzipien der Wirklichkeit ohne Zögern über Bord und konzentriert sich darauf, den Zeitgeist anzubeten Wesentliche aus und konzentriert sich darauf, den Zeitgeist anzubeten. Die beste Verwendung des Kapitals Fatal daran ist, dass die eigentliche Kernfunktion der Börsen völlig außer Acht gelassen wird. Börsen sind gigantische und im Kapitalismus unverzichtbare Kapitalallokationsmaschinen. Unternehmer und Investoren kommen dort zu sammen, das Kapital findet seine nach marktwirtschaftlichen Maßstäben beste Verwendung. Hohe Volatilität der Preise zeigt ohne Zweifel, dass dieser Mechanismus nicht mehr funktioniert. Wertschöpfung verfrühstückt Die Folgen sind dramatisch. Denn die Unternehmen erhalten dadurch falsche Signale. Sie setzen unbewusst auf falsche Märkte, Produkte und Technologien. Banken vergeben Kredite an Firmen, die es nicht wert sind. Unternehmer investieren lieber in Gold als in Forschung und Entwicklung. Dies führt unweigerlich in die Krise, denn die Wertschöpfung der Zukunft wird schon heute durch unsinnige Investitionen verfrühstückt. Unsere Hoffnung auf die BRICS an der Schwelle zum Powerhouse-Status täuscht uns dabei gründlich. Denn diese sind weit davon entfernt, Innovation für globales Wachstum zu produzieren. Die Exportmärkte brechen weg Die Gas- und Ölexporte Russlands sind ohne westliches Know-how nicht vorstellbar. Brasiliens Boom ist ebenfalls hauptsächlich rohstoffgetrieben. Ähnlich wie in der ehemaligen Sowjetunion verschwinden die Gewinne daraus in den Taschen Weniger. Das alles hat eine simple Konsequenz: Den USA und Europa brechen die Exportmärkte weg, die unser Wachstum der letzten zwanzig Jahre brachten. Neue Produkte und Dienstleistungen sind nicht in Sicht. Die große Hoffnung auf das Internet ist bekanntlich schon lange zerborsten. Kein schöpferischer Wettbewerb So fließt zunehmend Energie in den Verteilungskampf anstatt in schöpferischen Wettbewerb – das erleben wir zurzeit bereits in der EURO-Zone. Was müsste die Politik nun tun, um den Absturz und das weltpolitische Chaos zu vermeiden? Die Börsen zu regulieren, schadet nur, denn es übertüncht eine Zeit lang das eigentliche Problem und adressiert die Ursache nicht. Es gibt nur eine Lösung. Sie liegt in der Freisetzung der unternehmerischen Kräfte. Denn diese sind offensichtlich heute nicht mehr in ausreichendem Maße am Werk! Unternehmer müssen wieder mehr Freude am Risiko entwickeln, damit sie die richtigen Chancen wahrnehmen. Lösungen anpacken! Schuldige zu suchen, hilft nicht, sondern Lösungen anzupacken. Wo werden heute unternehmerische Potenziale in der Welt blockiert? Im Folgenden sind ein paar eingängige Beispiele genannt. • Bürokratische Hürden gegen Neues • Gesetzlich verordneter Sicherheitswahn – technisch, wirtschaftlich, sozial etc. • Exorbitante Besteuerung von Leistung und Erfolg • Staatliche Willkür im Umgang mit dem Bürger • Hoher Aufwand für wertlose Verwaltungspflichten • Zerstörung von Motivation durch zwanghafte Gleichmacherei • Medial-populistische Stimmungsmache gegen Erfolgreiche Man kann die Wettbewerbsfähigkeit von Firmen, Ländern oder Kontinenten nicht durch Schutz vor Wettbewerb sichern oder gar steigern. Wer Wettbewerb ausschalten will, wer Konkurse auf jeden Fall vermeiden will, der würgt Wachstum unweigerlich ab. ■ Peter Jumpertz Über den Autor ■ Peter Jumpertz ist seit fast 25 Jahren meist in verantwortlicher Position und als Gründer und Miteigentümer erfolgreicher Management-Beratungsfirmen tätig Neues Produktions- und Kompetenz-Center für Naturstein in Köhra Showroom Qatar „Germany hawks by Saxony“: Fusion von 6 Firmen unterschiedlicher Gewerke, welche Ihre Leistungen im arabischen Raum anbieten Mathias Normann Spedition www.spedition-normann.de Preisträger 2010 „Großer Preis des Mittelstandes“ - Mitnahmestapler - Schwertransporte - Kranservice - Einbringservice - Maschinenumzüge - Logistiklösungen - Inhouseservice - Lagerung - Logistik, Lagerung und Transport von Schüttgütern „Großer Preis des Mittelstandes“ Finalist 2010, Nominiert 2011, Nominiert 2012 Bearbeitung und Lohnschnitt von: Natur- und Kunststein, Stahl, Edelstahl, Glas, Keramik, Kunststoff u.v.m. Stein-Wegener GmbH – Schmiedestr. 36c – 04683 Belgershain/Köhra Tel.: 0342 93/47 47 0 – Fax.:0342 93/32 48 5 – stein-wegener@t-online.de – www.stein-wegener.de

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