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P.T. MAGAZIN 03/2011

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Wirtschaft Fackeln im

Wirtschaft Fackeln im Nebel des Aufschwungs Die positiven Zahlen sind nicht nur unternehmerischer Brillanz geschuldet, sondern zum Teil auch Folgen der Krise Der Nachfrageboom verschiebt Innovationen Prüfen Sie frühzeitig, an welchen Stellen der Blick vernebelt sein könnte! „Die Krise liegt gefühlte zehn Jahre zurück“ frohlockte der Präsident der BITKOM anlässlich der Eröffnung der Cebit im Februar 2011. Die Unternehmen feiern den Aufschwung. Doch die positiven Zahlen sind nicht nur unternehmerischer Brillanz geschuldet, sondern zum Teil auch Folgen der Krise, die jetzt in Form von Nachholinvestitionen zu Buche schlagen. Daher ist Wachsamkeit angesagt. Das Verführerische am Aufschwung ist der Aufschwung selbst. Dieses daran Teilhaben und Mitmachen kann berauschend sein. (Foto: © Peter Freitag/PIXELIO) Doch wie jeder Rausch vernebelt auch dieser Aufschwung die Sinne und damit den Blick für das Wesentliche. Deshalb sollten Sie frühzeitig prüfen, an welchen Stellen der Blick vernebelt sein könnte. Der aktuelle Aufschwung erklärt sich aus dem allgemeinen Nachholbedarf an Wohlstand. Es werden vorwiegend Produkte angeschafft, auf die in der zurückliegenden Krise verzichtet wurde. Technologiesprünge werden dabei nicht eingefordert. Doch woher können Sie jetzt den Druck nehmen, um Innovationen zu entwickeln, die das Wachstum von übermorgen absichern? Die viele Arbeit hält vom strategischen Denken ab Die Unternehmen fahren Sonderschichten und steigern die Überstunden. Denn jetzt geht es darum, die Aufträge zeitnah abzuarbeiten. Alles andere muss warten. Wer hat in Ihrem Unternehmen momentan die Zeit, sich um neue, relevante Themen zu kümmern, die das Unternehmen weiter bringen, bevor der nächste Abschwung kommt? Die Bevölkerungsmehrheit will keine Veränderung Gemäß den Erkenntnissen der Neurowissenschaftler lässt sich die deutsche S P E DITION - L OG IS TIK - L AG E R UNG Mathias Normann Spedition Preisträger „Großer Preis des Mittelstandes“ 2010

Wirtschaft Bevölkerung nach ihrem bevorzugten Alltagsverhalten wie folgt einteilen: Abenteurer/Entdecker: ca. 10%. Umsetzer/Verfolger: ca. 10%. Analytiker/Kontrollierer: ca. 35%. Bewahrer/Fürsorger: ca. 45%. Das bedeutet, dass die „Daniel Düsentriebe“ einer gesellschaftlichen Minderheit angehören. Damit erfolgt der Wettkampf der Innovationen auf einem sehr niedrigen Niveau. Wer kümmert sich in Ihrem Unternehmen um diesen Zusammenhang? Denn daraus lassen sich viele neue Ansätze für die Ausbildung und Qualifizierung sowie für das allgemeine Miteinander ableiten. Die ideale Positionierung: Besser als die Konkurrenz Viele Branchenverbände bieten ihren Mitgliedern Leistungsvergleiche der wichtigsten Kennzahlen. Dabei lässt sich in allen Branchen eine ähnliche Verteilung feststellen: Gruppe A: 8-12% der Unternehmen zählen zu den Spitzenreitern der Branche Gruppe B: 35% der Unternehmen bewegen sich über dem Durchschnitt Gruppe C: 35-38% der Unternehmen bewegen sich unter dem Durchschnitt Gruppe D: 15% der Unternehmen haben die „rote Laterne“ und kämpfen gegen den Untergang. Die größte Chance, die eigene Position zu verbessern, besteht darin, der Erfolgreichste in der eigenen Gruppe zu werden und den Anschluss an die nächste Gruppe zu suchen. Haben Sie in Ihrem Unternehmen ein derartiges Strategieprogramm installiert? Projektionsfläche bieten Die Münchener Tatortkommisare Leitmayr und Batic berichteten bei einem Auftritt bei „Beckmann“: Sie dürfen im Film keine Partnerinnen haben, damit die beiden Typen ausreichend Projektionsfläche bieten. Damit lässt sich der Marktanteil beim weiblichen Publikum signifikant steigern. Dieses Prinzip wiederholt sich pro Tag zig Mal: Beim Kauf einer neuen Maschine, eines neuen Autos oder der Wahl eines Restaurants. Mit der Entscheidung für etwas ist auch immer ein Gefühl der Identifikation und der Zugehörigkeit verbunden. Bietet Ihr unter Volllast fahrendes Unternehmen auch im Aufschwung ausreichend Projektionsflächen, um schon heute die Sehnsucht Ihrer Kunden von morgen zu wecken? Wer sich zu diesen Fragen erst im nächsten Abschwung Gedanken macht, ist spät dran. Bleiben Sie deshalb wachsam und treffen Sie, während der Aufschwung voll am Laufen ist, schon Vorsorge für die Zeit danach, auch wenn andere das für unnötigen Aktivismus halten. ■ Christian Kalkbrenner Über den Autor ■ Dipl.-Kfm. Christian Kalkbrenner restrukturierte zahlreiche Unternehmen und verhalf ihnen mit schlagkräftigen Marktkonzepten zu neuen Erfolgen. ■ Autor, Berater, Referent, seit vielen Jahren Experte für Unternehmenswachstum Christian Kalkbrenner, Ralf Lagerbauer: „Der Bambus-Code – Schneller wachsen als die Konkurrenz“, BusinessVillage- Verlag Göttingen 2008, ISBN: 978-3-938358-75-7, Preis: 21,80 Euro. Kontakt KALKBRENNER-Unternehmensberatung Christian Kalkbrenner Gstäudweg 72 | 88131 Lindau Tel. 0 83 82 - 409 301 E-Mail: info@ub-kalkbrenner.de www.ub-kalkbrenner.de und www.bambus-code.de (Foto: Kalkbrenner)

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